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Insider Kauf beim Kunstauktionshaus Sotheby´s

Der Finanzvorstand McClymont Patrick des bekannten Kunst-Auktionshauses Sotheby´s (WKN: 875207) hat vor einigen Tagen Aktien des Unternehmens gekauft.

Als Anleger sollten Sie bei solchen positiven Insider-Signalen hellhörig werden.

Denn es ist immer eine Sache, ob der Finanzvorstand eines Unternehmens gegenüber Analysten betont, wie gut man dasteht. Eine andere Sache ist es, wenn er seine Überzeugung in das eigene Unternehmen durch private Aktienkäufe bestätigt.

Ich habe mir aufgrund dieses Insider-Kaufs die Aktie von Sotheby´s einmal genauer angesehen…

Kunstauktionen bereits seit 1744

Sotheby´s hat als Kunstauktionshaus eine lange Tradition. Bereits seit 1744 ist das Unternehmen im Geschäft tätig und mittlerweile in über 40 Ländern vertreten. Unter anderem existieren Niederlassungen in New York, London, Hong Kong und Paris.

Sotheby´s ist übrigens die älteste gelistete Aktie an der New York Stock Exchange. Mit einem Marktwert von 3,6 Mrd. $ ist Sotheby´s das größte börsennotierte Kunstauktionshaus.

Rekordpreise bei Kunstauktionen

Der Markt für Kunstauktionen boomt. Gemälde und andere Kunstgegenstände sind bei den Super-Reichen so gefragt wie nie zuvor. Beiden den beiden großen Auktionshäusern Sotheby´s und Christie´s überschlagen sich in diesem Jahr die Rekordpreise.

Das Bild “Silver Car Crash” von Andy Warhol wurde im Vorfeld der Auktion auf einen Preis von 60 Mio. $ geschätzt. Letztlich wurde es für 105 Mio. $ versteigert.

Für Francis Bacon’s “Three Studies of a Lucien Freud” wurde bei Christie´s sogar ein Preis in Höhe von 142 Mio. $ erzielt. Der vorherige Rekordpreis für einen Bacon lag bei 86 Mio. $ aus dem Jahr 2008.

Auch Schmuck und Edelsteine stehen bei den betuchten Sammlern hoch im Kurs: Sotheby´s erzielte für „The Pink Star“, einen pinken 59,6-Karat-Diamanten, einen Auktionspreis 83 Mio. $. Nie zuvor wurde bei einer Auktion für einen Diamanten ein höherer Preis bezahlt.

Hohes Gewinnwachstum erwartet

Vor kurzem brachte Sotheby´s die Zahlen für das 3. Quartal heraus. Die Erwartungen der Analysten wurden dabei leicht übertroffen.

Allerdings ist das 3. Quartal traditionell das schwächste. Gemessen am Ergebnis für das Gesamtjahr machen die Umsätze nur etwa 7% bis 10% des gesamten Jahresumsatzes aus.

Die oben erwähnten Auktionen für das Warhol-Gemälde und den Pink-Star-Diamanten fallen übrigens schon in das 4. Quartal und sind also in den letzten Quartalszahlen noch nicht enthalten.

Für das Gesamtjahr 2013 gehen die Analysten von einem Gewinnwachstum in Höhe von 12,6% aus. Für das Jahr 2014 liegen die Schätzungen für das Gewinnwachstum sogar bei 19,7%.

Die Wachstumserwartungen sind zwar ambitioniert. Doch der Finanzvorstand als Unternehmens-Insider von Sotheby´s scheint an ein hohes Potential zu glauben – ein positives Zeichen.

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Droht die Celesio-Übernahme zu platzen?

Die Übernahme des Pharmahändlers Celesio schien schon fast in trockenen Tüchern.

Der US-Konkurrent McKesson hatte Ende Oktober angekündigt, Celesio zu einem Preis von umgerechnet 6,1 Miiliarden Euro übernehmen zu wollen.

Nun mischt sich ein Investor ins Geschehen ein, der dafür bekannt ist, geplante Übernahmen gezielt zu blockieren.

Investor Paul Singer steigt bei Celesio ein

Es handelt sich hierbei um den US-Investor Paul Singer. Über seinen Hedge-Fonds Elliott Management hat Singer über ein Viertel der ausstehenden Aktien aufgekauft.

Celesio ist damit eine der größten Beteiligungen. Allerdings ist es bei Singers Historie sehr zweifelhaft, dass es im Fall von Celesio um ein „klassisches“ Investment handelt, bei dem er von Wertschöpfung des Unternehmens profitieren will…

Singer gilt als „Widerholungstäter“

Es ist nicht das erste Mal, dass sich Paul Singer in eine Übernahme einmischt. Vielmehr ist es Teil seiner Investment-Strategie, durch seine Beteiligung an als sicher angesehenen Übernahme-Kandidaten Druck auf den vermeintlichen Käufer auszuüben.

Vor kurzem hat Vodafone bei Kabel Deutschland zugeschlagen. Zwar hat Vodafone das Unternehmen letztlich übernommen, doch auch hier wollte Singer den Deal im Vorfeld blockieren.

Ziel von Singer ist es durch die eigene Beteiligung an Übernahme-Kandidaten eine Nachbesserung des Übernahme-Angebots durch den Käufer zu erzielen.

Bleibt ein höheres Angebot aus, droht Singer damit, seine Anteile nicht zu verkaufen und den Deal somit platzen zu lassen.

Ein Speil auf Zeit

Ob Singer sein Ziel erreicht und eine Nachbesserung des Übernahmeangebots erwirkt, ist letztlich auch eine Frage von Verhandlungsgeschick und Glaubwürdigkeit.

McKesson hat großes Interesse an der Übernahme von Celesio und ist auf das Einlenken von Singer angewiesen. Auf den ersten Blick scheint Singer die besseren Karten zu haben.

Doch bei McKesson weiß man auch, dass Singer durch sein Aktien-Paket in Celesio eigenes Kapital bindet, das er ansonsten für anderweitige Investments verwenden könnte.

Würde sich die Übernahme zu lange hinziehen, könnte Singer theoretisch irgendwann die Segel streichen und sein Vorhaben aufgeben. Dann hätte McKesson für die Übernahme zu dem ursprünglich angedachten Preis freie Bahn.

Auf der anderen Seite könnte sich herausstellen, dass das Interesse McKessons an Celesio groß genug ist, dass der Preis für die Übernahme ordentlich nachgebessert wird.

Letztlich ist es von beiden Seiten ein Spiel auf Zeit. Es gewinnt der, der den längeren Atem hat.

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Crash-Gefahr: Befinden wir uns in einer neuen Aktienmarktblase?

Die Aktienindizes erreichen ständig neue Höchststände.

In den Medien greife ich inzwischen immer häufiger das Wort Aktienmarktblase auf.

Ist es also wieder soweit? Hat der seit März 2009 andauernde Bullenmarkt seinen Zenit bereits überschritten und die Kurse auf wieder gefährliche Blasen-Niveaus katapultiert?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Medien mit dem Erreichen von neuen All-Zeit-Hochs der Aktienmärkte immer wieder Themen wie „Aktienmarkt-Blase“ oder „Crash-Gefahr“ spielen – damit verdienen die großen Anleger-Magazine schließlich ihr Geld.

Lassen Sie sich bei Ihrer Geldanlage dadurch nicht beeinflussen und schätzen Sie nüchtern ab, ob wir uns wirklich in einer Phase der spekulativen Übertreibung befinden.

In meiner gestrigen Ausgabe habe ich als „externe Experten-Meinung“ ein aktuelles Interview mit dem amerikanischen Top-Investoren David Tepper aufgegriffen. Er sieht derzeit noch keine Aktienmarktblase und geht weiterhin von steigenden Kursen bis weit ins Jahr 2014 aus.

Heute möchte ich die Gefahr einer möglichen Blasenbildung aus Sicht der Bewertung betrachten und das aktuelle Bewertungs-Niveau mit dem Jahr 1999 – also unmittelbar vor Platzen der Technologie-Blase am Neuen Markt – für Sie vergleichen.

Bewertungskennzahlen: Dezember 1999 vs. November 2013

Jeder Investor hat unter den verschiedenen Bewertungskennzahlen seine persönlichen „Lieblinge“. Für einen möglichst breiten Vergleich werde ich verschieden Kennziffern heran ziehen.

Ich beziehe mich dabei auf den amerikanischen S&P 500, dem wohl weltweit wichtigsten Leitindex, der die größten 500 US-Unternehmen umfasst.

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 29,7 (damals) vs. 19,1 (heute)

Auf Basis der Unternehmensgewinne ist der Aktienmarkt im Vergleich zu damals um rund ein Drittel günstiger bewertet. Hieraus kann eine vergleichbare Blasenbildung also nicht abgeleitet werden.

Kurs-Gewinn-Verhältnis nach Shiller: 44,2 (damals) vs. 24,4 (heute)

Da die Bewertung beim „normalen“ Kurs-Gewinn-Verhältnis sehr stark von den Unternehmensgewinnen in nur einem einzigen Geschäftsjahr abhängt, bevorzugen einige Analysten eine Glättung der Gewinne über die vergangenen 10 Jahre.

Auch nach diesem sogenannten Shiller-KGV erscheint der Aktienmarkt heute wesentlich günstiger bewertet als Ende 1999.

Kurs-Umsatz-Verhältnis: 2,4 (damals) vs. 1,6 (heute)

Auch die Bewertung aufgrund der Umsätze – anstatt der Gewinne – lässt den Aktienmarkt im Vergleich zu 1999 wesentlich günstiger bewertet erscheinen.

Ähnlich wie beim Kurs-Gewinn-Verhältnis ist der Aktienmarkt im Vergleich zu damals um rund ein Drittel niedriger bewertet.

Kurs-Buchwert-Verhältnis 5,1 (damals) vs. 2,6 (heute)

Wenn wir die Buchwerte der Unternehmen aus der Bilanz als Bewertungsgrundlage betrachten ist der Aktienmarkt heute sogar nur halb so teuer bewertet wie damals.

Auch hier sind wir demnach noch ein gutes Stück von einer ähnlichen Übertreibung entfernt.

Fazit: Ein Aktienmarktblase lässt sich derzeit nicht ausmachen

Egal welche Bewertungskennzahl Sie heran ziehen wollen, eine spekulative Blase am Aktienmarkt wie in 1999 lässt sich nicht ausmachen.

Für Ihre Aktien-Positionen besteht also weiterhin Luft nach oben.

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Elite-Investor David Tepper erwartet Aktien-Boom in 2014

Im Mai habe ich Ihnen von einem Interview mit Top-Investor David Tepper berichtet.

Der Mann, seit dem Platzen der Technologie-Blase im Jahr 2000 fast 1.000% Wertzuwachs mit seinen Aktien-Positionen erzielte, war damals äußerst optimistisch für den Aktienmarkt.

Einem Mann, der nachweislich eine solch überragende Investment-Leistung vollbracht hat, sollten Sie als Anleger Gehör schenken.

Starke Leistung: Fast 1.000% Wertzuwachs seit dem Jahr 2000

Damit Sie die Leistung von Tepper besser einordnen können, werfen Sie bitte einen Blick auf den folgenden Chart:

Appaloosa_Management

Er zeigt die Wertentwicklung der größten Aktien-Positionen von Teppers Investment-Firma Appaloosa Management (blau) gegenüber dem amerikanischen Aktienmarkt (schwarz gepunktet).

Während der US-Leitindex S&P 500 seit damals nur um rund 50% zulegen konnte steht bei den Kunden von David Tepper ein Plus von fast 1.000% zu Buche.

Und das nur mit seinen Aktien-Positionen: Weitere Kursgewinne durch Investments in andere Anlageklassen und Short-Wetten auf fallende Kurse sind hierbei noch nicht berücksichtigt.

Tepper weiterhin bullisch für den Aktienmarkt

Tepper war im Mai bereits äußerst bullisch für den Aktienmarkt gestimmt, als viele Investoren an den Absturz der US-Wirtschaft glaubten. Aktien sind seitdem weiter gestiegen. An seiner Einschätzung hat sich nichts geändert.

Für das Jahr 2014 sieht er die Aktienmärkte im Schlepptau einer sich verbessernden Konjunktur weiter steigen. Die aktuelle Bewertung des Aktienmarkts sei weiterhin moderat und noch lange nicht auf dem Niveau einer Finanzmarktblase.

Falls die US-Notenbank mit dem Gelddrucken wie geplant in den nächsten Quartalen aufhört, dürfte dies laut Tepper höchstens zu einer kurzen Zwischenkorrektur am Aktienmarkt führen, bevor es weiter aufwärts geht.

Doch neben seiner Einschätzung über die generelle Richtung des Aktienmarkts beweist Tepper vor allem durch die Auswahl der  Einzel-Aktien sein Können.

Selbst in kriselnden Branchen, wie den Banken und den Fluggesellschaften hat er es zuletzt geschafft, die richtigen Aktien zu identifizieren. Für beiden Sektoren bleibt er weiterhin optimistisch.

Für den Bankensektor, sowohl in Europa wie auch den USA, geht Tepper von einem Voranschreiten der Erholung aus.

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