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2 Technologie-Aktien mit attraktiver Dividendenrendite

In dem noch recht jungen Jahr 2014 hat sich bislang ein Trend in einem volatilen Marktumfeld herauskristallisiert: Technologie-Aktien sind wieder gefragt und weisen relative Stärke auf.

So hat sich beispielsweise Software-Aktien im Durchschnitt mit 3% besser entwickelt als der marktbreite S&P 500 mit 0,5%.

Nicht zu vergessen der heiße Markt für Börsengänge und Übernahmen: Die Übernahme des Kurznachrichtendiensts WhatsApp durch Facebook beherrschte vor wenigen Wochen die Schlagzeilen.

Aktionäre von Coupons.com können sich über Aufschläge von zwischenzeitlich 60% über dem Ausgabepreis freuen.

Doch wenn Sie als konservativer Aktien-Investor ein gewisses Maß an Stabilität erwarten, sind die genannten Beispiele nicht die richtigen Aktien für Sie. Trotz aller Wachstumsperspektiven bergen diese Titel auch signifikante Risiken.

Im Technologie-Sektor haben sich im Laufe der Jahre jedoch auch Unternehmen mit stabilen Geschäftsmodellen etabliert, die sogar attraktive Dividendenrenditen aufweisen.

Wenn Sie also im Technologie-Sektor nach aussichtsreichen Dividendenaktien suchen, möchte ich Ihnen heute 2 Anregungen geben.

Seagate

Die Dividendenrendite von Seagate beträgt 3,5%. Die Ausschüttungsquote liegt auf Basis der geschätzten Unternehmensgewinne für 2014 bei 34%.

Seagate produziert Festplatten und andere Speichermedien. Im Zeitalter von Tablets, Smartphones und Cloud Computing wird dieser Bereich von vielen Investoren sehr kritisch beäugt.

Desktop-PCs, auf denen die Produkte von Seagate vor allem zum Einsatz kommen, spielen eine immer unwichtigere Rolle. Doch aus der Branchenkonsolidierung ist Seagate bislang gestärkt hervorgegangen.

Das spiegelt sich auch in der Aktienkursentwicklung wider. Vom Tiefpunkt in 2009 hat die Aktie zeitweise um über 1.500% zugelegt. Die Höhe der jährlichen Dividendenausschüttung hat sich seitdem mehr als verzehnfacht.

Die Seagate-Aktie ist auf Basis der Gewinnschätzungen für die kommenden 12 Monate mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 9,5 zudem sehr günstig bewertet.

Cisco Systems

Die Dividendenrendite von Seagate beträgt ebenfalls 3,5%. Die Ausschüttungsquote liegt auf Basis der geschätzten Unternehmensgewinne für 2014 bei 38%.

Anders als Seagate hat die Cisco-Aktie ihren Anlegern in den vergangenen Jahren wenig Freude bereitet. Während der S&P 500 als wichtigster US-Index jüngst die Marke von 170% Kurszuwachs seit dem Tief aus dem Jahr 2009 erreicht hat, stehen bei der Cisco-Aktie vergleichsweise magere 70% Kurzuwachs zu Buche.

In der Tat ist die Geschäftsentwicklung von Cisco Systems zuletzt rückläufig gewesen, die Umsätze sind gefallen. Neue Wachstumsimpulse könnte die Umrüstung vieler Unternehmen auf neue Router und Server bringen.

Die Cisco-Aktie hat noch keine sehr lange Dividendenhistorie. Allerdings hat das Unternehmen die Höhe der jährlichen Ausschüttungen seit Einführung der Dividende in 2011 bereits mehr als verdreifacht.

Auch für Value-Investoren ist die Aktie durchaus attraktiv: Auf Basis der geschätzten Unternehmensgewinne für 2014 ergibt sich derzeit ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von gerade einmal 10,7.

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Serie Dividendenaktien: Die Stars unter den Dividendenwachstumsaktien

Im zweiten Teil der Mini-Serie über Dividendenaktien konnten Sie gestern lesen, warum Dividendenwachstum sehr viel entscheidender ist als die Höhe der Dividende.

Der Total Return – also Kursgewinne plus Dividende – liegt bei Aktien, die Ihre Dividende ständig erhöhen, nicht nur über der Index-Performance, sondern auch höher als bei Aktien mit sehr hohen Dividendenrenditen, aber ohne Dividendenwachstum.

Im dritten und letzten Teil der Dividenden-Serie möchte ich heute auf ETFs eingehen, die diesen Aspekt gezielt aufgreifen.

Aus dieser Reihe möchte ich Ihnen heute den SPDR S&P US Dividend Aristocrats (WKN: A1JKS0) vorstellen, der die Aktien aus dem S&P 500 mit einem ununterbrochenem, stetigen Dividendenwachstum von mindestens 25 (!) Jahren beinhaltet.

Starke Wertentwicklung folgt auf stetiges Dividendenwachstum

Und das langfristig überdurchschnittliche Rendite-Potential kam auch in den letzten Jahren zum Tragen.

Werfen Sie einen Blick auf den folgenden Chart:

S&P 500 Dividend Aristocrats vs. S&P 500

Dividendenwachstum_Performance

Der Dividendenwachstumsindex (blau), der dem ETF zugrunde liegt, hat den S&P 500 (rot) deutlich hinter sich gelassen.

Ich habe hier auch nicht Äpfel mit Birnen verglichen: Während der S&P 500 als Kursindex normalerweise nicht die Dividendenkomponente enthält, sind die Re-Investitionen der Dividendenzahlungen im Chart mit eingerechnet.

Somit liegt ein fairer Vergleich zwischen den Dividenden-Aristokraten und dem S&P 500 vor – den die Dividendenwachstumsaktien klar gewinnen.

Etablierte Value-Titel unter den Dividenden-Aristokraten

Unter den beinhalteten Aktien finden sich etablierte Substanzaktien mit Value-Charakter.

Coca Cola und McDonalds beispielsweise sind klassische Titel, wie sie auch Warren Buffet mag: Unternehmen mit starker Marktpositionierung und weltweit bekannten Marken.

Auch Coca Cola-Konkurrent PepsiCo findet sich im Index wieder. Die Aktie wird von immer mehr Value-Managern hoch im Portfolio gewichtet.

Leser meines Börsendiensts Investment-Elite kennen den Top-Investor Donald Yacktman. Bei Don Yacktman, einem Value-Altmeister mit hervorragender Performance, macht PepsiCo sogar mehr als 10% des Portfolios aus.

Stabile Kern-Investments aus stabilen Branchen

Der Großteil der Dividenden-Aristokraten kommt aus sehr stabilen Sektoren.

Eine Vielzahl der beinhalteten Aktien kommt aus dem Bereich der Konsumgüter des täglichen Gebrauchs, wie Colgate-Palmolive, Procter & Gamble, Hormel Foods oder der Supermarkt-Gigant Wal-Mart.

Auch aus dem Pharma-Sektor finden sich hier einige Aktien wieder. Der Sektor wird in den nächsten Jahren stark wachsen – Demographie und Bevölkerungswachstum in den Emerging Markets sei Dank – doch Einzeltitel bergen gerade hier Risiken.

Längst nicht jedes Pharma-Unternehmen wird mitwachsen. Auslaufende Patente und Verdrängung durch neue Produkte machen die Selektion schwierig.

Gerade im Pharma-Sektor ist es also wichtig, auf Stabilität zu setzen. Ein Dividendenwachstum von mehr als 25 Jahren bedeutet auch, dass Gewinne und Umsätze über einen langen Zeitraum stabil gewachsen sind.

Unter den Pharma-Aktien mit langfristigem Dividendenwachstum finden sich hier zum Beispiel Johnson & Johnson, Becton Dickinson oder Abbott Laboratories wieder.

Fazit

Der SPDR S&P US Dividend Aristocrats glänzt mit einem langfristig überdurchschnittlichen Renditepotential und bietet eine interessante Diversifikation aus substanzstarken Value-Aktien.

Auch wenn die ganz großen Kurs-Chancen bei dem ETF nicht zu erwarten sind, stellt er ein grundsolides Investment dar, das normale Index-ETFs langfristig schlägt.

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Serie Dividendenaktien: Die heimlichen Wachstumsaktien

Reizt es Sie auch, in Aktien zu investieren, die Dividendenrenditen von 10% und mehr ausschütten?

Doch ist die Höhe der Dividende wirklich das, was eine gute Dividendenaktie auszeichnet?

Im zweiten Teil der Mini-Serie über Dividendenaktien möchte ich diesen Aspekt heute genauer unter die Lupe nehmen.

Unter Dividendenaktien werden häufig Titel mit einer besonders hohen Dividende verstanden. Doch für den langfristigen Anlageerfolg ist die Höhe der Dividendenrendite eigentlich  gar nicht so entscheidend.

Vielmehr hängt es von der Dividendenpolitik ab, ob die Aktie langfristig den Markt schlägt oder nicht.

Wachstum der Dividendenzahlung ist entscheiden

Das Geheimnis ist, sich auf solche Aktien zu konzentrieren, die kontinuierlich ihre Dividende steigern.

Werfen Sie einen Blick auf den folgenden Chart:

Jährliches Kapitalwachstum in Abhängigkeit von der DividendenpolitikDividendenpolitik

Quelle: Ned Davis Research. Betrachtungszeitraum: 1972 – 2010

Hier sehen Sie, wie sich ein Investment in unterschiedliche Aktien entwickelt hätte, die sich in Bezug auf Ihre Ausschüttungspolitik unterscheiden. Der durchschnittliche jährliche Kapitalzuwachs setzt sich jeweils zusammen aus Kursgewinn und Dividende.

Aktien, die zwar Dividenden zahlen, dabei aber die Größe des ausgeschütteten jährlichen Betrags nicht verändern (blau) entwickeln sich kaum besser als der Markt (gelb).

Der Unterschied ist mit 7,5% gegenüber 7,3% nicht besonders groß.

Doch wenn man sich nur auf die die Unternehmen fokussiert, die kontinuierlich mehr Geld an ihre Aktionäre ausschütten (grün), ist der Unterschied schon spürbar.

Im Durchschnitt 9,6% hätte ein Investment pro Jahr während der letzten vierzig Jahre hierbei abgeworfen. Das ist gegenüber den 7,3% des Gesamtmarkts schon eine deutliche Steigerung.

In dem Chart ist auch klar zu sehen, welche Aktien man langfristig am besten vermeiden sollte (rot). Aktien, die keine Dividende zahlen, erzielen im Schnitt magere 1,7% Kapitalwachstum, das sich hier natürlich nur aus den Kursgewinnen zusammen setzt.

Und katastrophal wird es bei Aktien, bei denen die Dividende gekürzt oder sogar ganz gestrichen wird. Über vierzig Jahre wäre hier sogar Kapital vernichtet worden.

Den „Zinseszinseffekt“ nicht unterschätzen

9,6% gegenüber 7,3% bzw. eine Differenz von 2,3%: Das klingt zwar ordentlich. Doch lohnt deshalb die Mühe, die Aktien mit Dividendenwachstum gezielt heraus zu suchen, wenn Sie in Dividendenaktien investieren wollen?

Es lohnt sich. Man unterschätzt leicht den „Zinseszinseffekt“. Jedes Jahr 2,3% mehr zu Neuanlage zur Verfügung zu haben macht langfristig einen gewaltigen Unterschied aus.

Beispiel: 10.000 Euro zu jährlich 7,3% anzulegen bedeutet nach vierzig Jahren ein Vermögen von 157.490 Euro. Doch bei 9,6% jährlichen Wachstum wären aus den 10.000 Euro in der gleichen Zeit 381.221 Euro geworden – mehr als doppelt so viel!

Die klare Botschaft an Sie als Anleger: Bei Dividenden kommt es nicht auf die Größe an, sondern auf ihr Wachstum.

Achten Sie also bei Dividendenaktien darauf, dass die Unternehmen ihre jährlichen Dividendenausschüttungen regelmäßig erhöhen.

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Serie Dividendenaktien: Sind Dividendentitel die besseren Aktien?

In einer kleinen dreiteiligen Serie möchte ich Ihnen in dieser Woche das Thema Dividendenaktien näher bringen.

Im ersten Teil werde ich heute auf allgemeine Fragen eingehen, die sich mit der Wertentwicklung von Dividendenaktien beschäftigen.

Sind Dividendenaktien nur in einem schwierigen Marktumfeld interessant?

Fakt ist, dass Dividendenaktien im Bärenmarkt eine deutliche Überrendite gegenüber anderen Aktien aufweisen.

Beispielsweise haben die Dividendenzahler im S&P 500 während der großen Abwärtsbewegungen der letzten vierzig Jahre im Schnitt 13,5% pro Jahr verloren.

Das sind weniger als die 16,4% Verlust des breiten Marktes und erheblich weniger als die 26% Verlust der Aktien, die keine Dividende zahlen.

Doch diese Outperformance wird im Schnitt während des folgenden Bullenmarkts nicht wieder abgegeben. Hier haben Dividendenaktien pro Jahr 20,6% erzielt, während der breite Markt 19,9% und die Nicht-Dividendenzahler nur 17,2% einbrachten.

Sind Dividendenaktien weniger attraktiv, wenn die Zinsen steigen?

Nein. Man könnte zwar meinen, der Dividendenaspekt wird weniger wichtig, wenn die Zinsen steigen und damit eher eine Konkurrenz zu Dividenden darstellen.

Doch dies ist historisch nicht richtig. In Phasen, in denen die Zinsen durch die Notenbanken angehoben wurden erzielten Dividendenaktien im Jahresschnitt eine Rendite von 2,2% während Aktien ohne Dividende um 1,8% zulegten.

Während der Zinssenkungsphasen ist aber die Outperformance von Dividendenaktien gegenüber Nicht-Dividendenzahlern am deutlichsten (+10,0% gegenüber -2,5%).

Und auch in den „neutralen“ Zinsumfeldern legen die Dividendentitel mehr zu (+12,3% gegenüber +6,2%).

Machen Dividenden im Verhältnis zu den Kursgewinnen überhaupt viel aus?

Allerdings. Man vergisst dabei leicht, dass es nicht nur auf die Dividende als solches ankommt. Durch die Dividende kann jedes Jahr ein wenig mehr neu investiert werden.

Und dieses „wenig mehr“ hat durch den Zinseszinseffekt einen erheblichen Einfluss auf den langfristigen Total Return aus – also auf das Gesamtergebnis inklusive Kursgewinne plus Dividende.

In den vergangenen Jahrzehnten hätte die Dividendenkomponente relativ zum gesamten Anlageerfolg folgende Beiträge beigesteuert:

1940er: 75%

1950er: 47%

1960er: 52%

1970er: 78%

1980er: 44%

1990er: 27%

Dividenden machen also langfristig einen erheblichen Anteil am Anlageerfolg aus.

Man lässt sich in Bezug auf die Kursgewinne hier leicht durch den Super-Bullenmarkt der neunziger Jahre blenden. Doch selbst hier haben die Dividenden rund ein Viertel der Gesamtperformance ausgemacht.

In der letzten Dekade lässt sich ein positiver Total Return nicht berechnen, da das Gesamtergebnis knapp negativ war – dass es „nur“ knapp negativ war ist auch hier den Dividenden zu verdanken.

Fazit

Dividenden sind langfristig kein „nettes Schmankerl obendrauf“, sondern ein wichtiger Bestandteil Ihres Anlageerfolgs.

Und entgegen landläufigen Meinungen, sind sie auch unabhängig vom Gesamtmarkt- und Zinsumfeld die besseren Aktien.

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