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Versicherer: Niedrigzins ist Problem der Kunden, nicht der Aktionäre

Aktien von Versicherungskonzernen stehen nach  Katastrophen regelmäßig im Blickpunkt. Doch nicht nur die Ungewissheit über die Höhe von Schadenszahlungen bereitet der Branche und Anlegern derzeit Kopfzerbrechen.

Vor allem das Niedrigzins-Umfeld verheißt schlechte Zeiten. Die Frage ist nur für wen? Für die Versicherungen oder für die Versicherten?

Ich möchte die Perspektiven der Branche heute für Sie beleuchten. Sollte man pessimistisch in die Zukunft blicken, was die Versicherungen anbelangt?

Nun, das ist maßgeblich davon abhängig, ob man den Sektor aus der Brille des Aktionärs oder des Versicherten betrachtet…

Alle Jahre wieder: Die Versicherungen und die Katastrophen

Bei allem Pessimismus bzgl. der Gewinneinbrüche bei den Versicherern und Rückversicherern wegen Hochwasser- und anderer Katastrophen darf man eines nicht aus dem Auge verlieren: Die zukünftigen Prämienzahlungen werden wieder ansteigen!

Zukünftige Vertragsabschlüsse werden für die Versicherten umso teurer, je mehr Katastrophen sich ereignen. Die Wahrscheinlichkeiten, die in den Prämienhöhen eingepreist sind, werden mit jedem Schadensfall-Ereignis höher kalkuliert.

Dauerhaft ist es also fraglich, ob einzelne Katastrophen die Gewinnsituation der Versicherungskonzerne langfristig nachhaltig beeinträchtigen.

Niedrige Zinsen sind das Problem der Versicherten

Vielmehr sollte man sich in Bezug auf die Versicherungsbranche Gedanken wegen der niedrigen Zinsen machen.

Doch sind die niedrigen Zinsen wirklich das Problem der Versicherungskonzerne bzw. der Aktionäre? Oder sind nicht eher die Versicherungsnehmer die Leittragenden der andauernden Abwärtstrends bei den Zinsen?

Versicherungsvertreter rechnen im Verkaufsgespräch sehr gerne vor, welche hohen Beträge nach X Jahren Anspardauer herauskommen.

Schon vor Jahren täuschten diese hohen Summen darüber hinweg, dass die zugrundeliegende Verzinsung eigentlich gar nicht so hoch ist.

Doch der Zinseszinseffekt wirkt über die Zeit sehr gravierend und lässt in der Kalkulation die Beträge, die der Versicherungsnehmer am Ende ausgezahlt bekommt sehr hoch wirken.

Dabei wird gerne unter den Tisch fallen gelassen, dass dieser Zinseszinseffekt bei sinnvolleren und rentableren Geldanlagen nach X Jahren ein noch viel besseres Ergebnis erzielt hätte.

Und mit der ständigen Absenkung des Garantie-Zinses dürfen Sie mit Recht anzweifeln, dass die Kalkulationen die zuletzt noch angestellt wurden, überhaupt noch eine realistische Prognose der zukünftigen Auszahlungen darstellen.

Niedrige Zinsen sind nicht das Problem der Aktionäre

Den Versicherungskonzernen muss dies allerdings nicht allzu viel Sorgen bereiten. Die Gebühren, die man von den Versicherungsnehmern vereinnahmt, werden kaum nach unten angepasst.

Viele Unternehmen aus der Branche konnten somit in den Jahren nach der Finanzkrise 2008 ihre Gewinne deutlich steigern und arbeiten hochprofitabel – sehr zur Freude der Aktionäre.

Von kapitalbildenden Lebensversicherungen sollten Sie also zukünftig die Finger lassen und sich auf Produkte beschränken, die wirklich nur Ihr Risiko absichern (z.B. reine Risiko-Lebensversicherungen ohne Kapitalbildung).

Aktien aus dem Versicherungssektor sind hingegen wieder interessant.

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Aktienmarkt steigt historisch auch in Sommermonaten

Steht Ihrem Aktien-Depot demnächst die große Sommerflaute bevor?

Vielleicht ist Ihnen die alte Börsenweisheit „Sell in May“ bekannt.

Hiernach entwickeln sich die Aktienmärkte während der 6 Monate von Mai bis Oktober angeblich sehr viel schlechter als in den 6 Monaten von November bis April.

Sollten Sie sich nun also von für das nächste halbe Jahr von Ihren Aktien trennen oder weiterhin investiert bleiben?

Große Mai-Korrektur nicht wahrscheinlich

Die „schlechte“ der beiden 6-Monatsphasen wird mit dem Monat Mai eingeläutet.

Und dieser brachte bisher deutlich steigende Kurse mit sich. Rein statistisch ist der Mai der zweitschlechteste Börsenmonat.

Das bekamen die Aktienmärkte auch in den letzten Jahren zu spüren. Vor allem der Mai der Jahre 2010 und 2012 brachten hohe Verluste mit sich.

In diesem Jahr ist die Wahrscheinlichkeit für eine vergleichbar scharfe Korrektur nicht besonders hoch. Ich habe letzte Woche die Mai-Statistik ein wenig „entschärft“.

Denn Sie sollten nicht aus dem Auge verlieren, dass es in den beiden genannten Jahren die Krise in Süd-Europa im Mai jeweils dazu beigetragen hat, dass es an den Märkten nach unten ging.

Doch wie sieht es nun mit der gesamten 6-Monats-Periode von Mai bis Oktober aus?

Mai bis Oktober: Statistisch gesehen die schlechtere Börsenphase

Um beurteilen zu können, ob an der Regel „Sell in May“ etwas dran ist, sollten wir einen ausreichend großen Zeitraum betrachten, damit die Statistik auch etwas wert ist.

Nehmen wir einmal an, Sie hätten bereits im Jahr 1871 die Möglichkeit gehabt, Aktien zu kaufen und hätten sich dafür entschieden, dass Geld nur in den Monaten von Mai bis Oktober in den US-Aktienmarkt zu investieren.

In der übrigen Zeit hätten Sie Ihr Geld auf dem Konto für einen moderaten Zinssatz geparkt. Aus einem investierten Dollar wären somit bis heute $55 geworden.

Wie sieht es nun mit der Periode von November bis April aus?

Hier wäre Ihr Investment inzwischen auf $965 angewachsen! Das ist sehr viel mehr als in der Zeit von Mai bis Oktober. An der Regel „Sell in May“ scheint also auf den ersten Blick etwas dran zu sein.

Besser investiert bleiben

Vorsicht: Der Schein trügt an dieser Stelle!

Wir haben zwar hiermit die Frage beantwortet, ob historisch gesehen die Zeit von Mai bis Oktober oder die Zeit von November bis April die bessere Börsenphase ist.

Doch Sie sollten nicht übersehen, dass sich der Aktienmarkt im Durschnitt auch in der Phase von Mai bis Oktober sehr ordentlich entwickelt hat.

Was wäre nun also aus Ihrem Dollar geworden, wenn Sie nichts weiter getan hätten, als Ihren Dollar einmal im Jahr 1871 zu investieren und bis heute einfach zu warten?

Das Ergebnis wird Sie vielleicht erstaunen: Inzwischen wären aus Ihrem Dollar mehr als 100.000 $ geworden!

So schön die Regel „Sell in May“ auch klingen mag, sollten Sie Ihre Anlageentscheidungen nicht allein auf der Tatsache treffen, dass irgendeine Jahreszeit angebrochen ist.

Mittelfristig stehen die Zeichen für die Aktienmärkte weiterhin auf grün.

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Das sind die größten Aktien-Position des Top-Hedge-Fonds-Managers Loeb

Der Hedge-Fonds-Managers Daniel Loeb ist einer der erfolgreichsten Investoren dieses Jahrtausends.

Mit seinem Hedge-Fonds Third Point erzielte Loeb seit dem Aktien-Markt-Hoch aus dem Jahr 2000 über 500% Wertzuwachs, während viele Aktienindizes erst im vergangenen Jahr die alten Höchststände von damals überwinden konnten.

Heute möchte ich Ihnen die aktuell 5 größten Aktien-Positionen des erfolgreichen Hedge-Fonds-Managers Daniel Loeb vorstellen:

American International Group

Größte Position in Loeb´s Hedge-Fonds Third Point ist derzeit der Versicherungskonzern American International Group. Der Versicherer stand durch die Finanzkrise 2008 bereits vor dem Aus. Auch nach der Rettung durch den US-Staat galt es als unklar, ob der das Unternehmen zurück in die Erfolgsspur geraten kann.

Daran geglaubt hat offensichtlich Loeb, der im Sommer 2012 bei der American International Group eingestiegen ist. Derzeit  hält er 7,5 Mio. Aktien des Versicherers, die einen Börsenwert von fast 400 Mio. $ aufweisen.

Zuletzt hat Loeb die Position reduziert. Trotzdem ist die Aktie mit einer Gewichtung von fast 7% derzeit die größte Position seines Hedge-Fonds.

FedEx Corp.

Die zweitgrößte Position von Loeb ist der Logistikkonzern FedEx, der derzeit mit 40 Mrd. $ an der Börse bewertet wird. Third Point hält 2,5 Mio. Aktien, die derzeit einen Wert von rund 360 Mio. $ aufweisen.

Loeb´s Überzeugung in dieses Investment hält weiterhin an: Zuletzt hat Loeb seine Aktien-Position in FedEx noch einmal um rund ein Viertel aufgestockt. FedEx macht derzeit 6% des Aktien-Portfolios von Third Point aus.

Dow Chemical

Loeb´s drittgrößte Position ist der Chemiekonzern Dow Chemical. Loeb hält über seinen Hedge-Fonds Third Point 7,7 Mio. Aktien im Wert von rund 350 Mio. $. Damit macht diese Position knapp 6% des Aktien-Depots aus.

Loeb sieht in Dow Chemical anscheinend nicht nur ein passives Investment. Wie schon bei vielen Unternehmen zuvor, will der Hedge-Fonds-Manager aktiv Einfluss nehmen. Vor kurzem hat er die Abspaltung der Spezial-Cheimie-Sparte vom Rest des Unternehmens gefordert.

Sotheby´s

Das traditionsreiche Auktionshaus Sotheby´s ist die viertgrößte Aktien-Position von Third Point.  Das Geschäft mit hochpreisiger Kunst brummt derzeit. Die Rekorde bei den erzielten Auktionspreisen überschlagen sich seit letztem Jahr.

Loeb sieht in diesem Geschäftsmodell offensichtlich ein gutes Investment. Derzeit hält er 6,4 Mio. Sotheby´s-Aktien im Wert von rund. 340 Mio. $.

Yahoo!

Fünftgrößte Position ist die Aktie des Internet-Suchmaschinen-Anbieters Yahoo!. Loeb hält 8 Mio. Aktien am Unternehmen. Die Position ist gut 300 Mio. $ wert.

Die Yahoo!-Aktie war lange Zeit die größte Aktien-Position von Daniel Loeb. In der Spitze machte die Position über 30% des Aktien-Portfolios von Third Point aus. Den Großteil davon hatte Loeb im Herbst 2011 aufgebaut.

Loeb´s Einfluss als Großaktionär ist seitdem deutlich zu spüren. Auf sein Wirken hin wurde ein Teil des Yahoo!-Aufsichtsrats ausgetauscht und die Internet-Ikone Marissa Mayer von Google abgeworben und zur Firmenchefin von Yahoo!-gemacht. Seitdem läuft das Geschäft bei Yahoo! wieder besser.

Loeb hat von dem rasanten Kursanstieg der Aktie in den letzten zweieinhalb Jahren profitiert und bis heute mehr als 150% Wertzuwachs erzielt.

Auch wenn er mittlerweile einen Großteil der Gewinne mitgenommen hat, bleibt die Aktie mit einer Gewichtung von gut 5,5% weiterhin eine der größten Positionen des erfolgreichen Hedge-Fonds-Managers.

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Börsenmonat Mai: Auch in diesem Jahr wieder Aktienmarkt-Korrektur?

Sollten Sie Ihre Aktien verkaufen, bevor der Börsenmonat Mai beginnt?

Der Monat Mai gilt als schlechter Börsenmonat. Erinnern Sie sich an die Aktienmarktentwicklung im Monat Mai in den vergangenen Jahren?

Hier ging es häufig abwärts. Einzige Ausnahme war das letzte Jahr: Der Dow Jones stieg in 2013 um 1,8% an.

Die Jahre zuvor brachten jedoch überwiegend hohe Verluste mit sich: In 2012 verlor der Dow Jones im Mai 6,2%. Im Mai 2011 standen Verluste von 1,9% zu Buche. Im Mai 2010 fielen die Verluste mit einem Monats-Minus von 7,9% besonders drastisch aus.

Die Aktienmärkte notieren nahe ihrer Höchststände. Sollten Sie die Gunst der Stunde nun also nutzen, um sich von Ihren Aktien zu trennen, bevor der Mai die Gewinne wieder zu Nichte macht?

Doch Vorsicht: Sie sollten die Saison-Muster am Aktienmarkt immer im großen Zusammenhang sehen. Häufig werden sie von anderen Ereignissen überlagert oder verstärkt.

Hierbei sollten Sie sich bewusst machen, dass in den letzten Jahren einige „Verstärker“ am Wirken waren, die in diesem Jahr als Belastungsfaktor für die Börsen wegfallen.

Schuldenkrise in Europa

Da wäre zunächst einmal die Schuldenkrise in Europa.

Nachdem viele Investoren die Finanzkrise aus dem Jahr 2008 endlich verdaut hatten, kam im Jahr 2010 zum ersten Mal das Thema Griechenland auf den Tisch. Im Mai 2010 eskalierte die Situation und an den Aktienmärkten kam es zu hohen Verlusten.

Auch im Jahr 2012 war der Mai geprägt von der Schuldenkrise in Süd-Europa. Die Ängste vor einem Bankrott von Spanien oder Griechenland waren wieder präsent. Wieder korrigierten die Aktienmärkte.

Die Maßnahmen der Notenbanken

In den letzten Jahren haben neu eingeleitete Stützungsmaßnahmen der Notenbanken dazu beigetragen, dass die Aktienmärkte gestiegen sind. Als die verschiedenen Programme ausgelaufen sind, nahmen die Schwankungen an den Märkten wieder zu.

Ende März 2010 endete das erste Anleihekaufprogramm Quantitative-Easing-Programm (QE 1) der amerikanischen FED. Danach wurde die Liquidität wieder knapp. Dies hat sicherlich zu der Mai-Korrektur kurze Zeit später mit beigetragen.

Im Jahr 2011 endete Quantitative Easing 2 im Juni. Da im Vorjahr nach dem Ende von QE 1 die Märkte korrigierten, hatten viele Investoren Angst vor dem Ende des zweiten Programms und verkauften riskante Anlagen kurz zuvor. Das bekamen auch die Aktienmärkte im Mai zu spüren.

Im Jahr 2012 endete Ende Februar die Liquiditätsbereitstellung für die Banken durch Mario Draghi – auch unter dem Kürzel LTRO bekannt. Bereits im März und April nahm die Volatilität an den Märkten daraufhin zu, bevor sich die Spannungen im Mai entladen haben und die Aktienmärkte deutlich gefallen sind.

Fazit

Natürlich kann der Mai auch in diesem Jahr wieder Verluste mit sich bringen. Doch die großen Belastungsfaktoren aus den vergangenen Jahren fallen diesmal weg. Eine mögliche Korrektur sollte deshalb nicht so schwer ausfallen.

Das hat auch das letzte Jahr gezeigt: Als in 2013 erstmals seit Jahren keine Krisen-Anzeichen oder andere Negativ-Faktoren auszumachen waren, sind die Aktienmärkte im Mai gestiegen.

Wenn Sie also Aktien-Anleger einen mittelfristigen Anlagehorizont von mehreren Monaten haben, sollten Sie der Angst vor dem Mai widerstehen und investiert bleiben.

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