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Dividendenwachstum (Teil 5): McGraw-Hill Financial

Im 5. Teil der Serie zum Thema Dividendenwachstum möchte ich Ihnen heute die Aktie des Finanzmarktdaten- und Rating-Anbieters McGraw-Hill Financial vorstellen.

Wie ich Ihnen im 1. Teil der Serie sind es nicht die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen, die langfristig den höchsten Erfolg für den Dividendenanleger bringen, sondern die von Unternehmen, die über einen langen Zeitraum ihre Dividendenausschüttung immer wieder erhöhen.

McGraw-Hill Financial hat seine Dividendenausschüttungen in jedem der vergangenen 41 Jahre erhöht.

McGraw-Hill Financial: Das Unternehmen im Kurzporträt

Das Unternehmen McGraw-Hill Financial kann auf 125 Jahre Geschichte zurückblicken. In den letzten 41 Jahren davon hat das Unternehmen seine Dividendenausschüttung jeweils angehoben – eine beachtliche Leistung.

McGraw-Hill Financial besteht in seiner heutigen Form jedoch erst seit 2011, nachdem McGraw-Hill Education, ein Anbieter von Fachliteratur, etc., abgespalten wurde.

McGraw-Hill Financial besteht seitdem aus den vier Bereichen S&P Ratings, S&P Capital IQ, S&P DJ Indices und Commodities & Commercial.

Davon ist der Bereich mit Ratings (u.a. für Staats- und Unternehmensanleihen) mit einem Umsatzanteil von rund 40% und einem Anteil am Konzerngewinn von rund 50% mit Abstand der größte und wichtigste.

S&P Ratings ist weltweit für die Bonitätsbeurteilung von Anleihen mit einem Volumen von 52 Billionen US-Dollar zuständig – von mexikanischen Unternehmensanleihen bis hin zu den deutschen Bundesanleihen.

S&P Capital IQ bietet u.a. Finanzmarktdaten und Strategie-Indizes an, die z.B. von vielen Banken und Kapitalanlagegesellschaften genutzt werden, um hierauf basierend Zertifikate oder ETFs anzubieten.

S&P DJ Indices berechnet u.a. Aktienindizes, wie z.B. den wichtigsten US-Aktienleitindex S&P 500.

Commodities & Commercial bietet unter den Marken Platts, J.D. Power, and McGraw Hill Construction verschiedene Finanzmarktdaten und Research für die Bauwirtschaft und die Automobilbranche an.

Die Vorteile des Unternehmens: Geringer Wettbewerb und niedriger Kapitalbedarf

McGraw-Hill Financial ist neben Moody’s und Fitch eine von nur drei weltweit relevanten Rating-Agenturen. Zusammen liegt der Marktanteil der drei Unternehmen, die den Markt quasi unter sich aufteilen, bei beachtlichen 95%.

Aufgrund der bestehenden Reputation werden von Anleihe-Emittenten fast ausschließlich diese drei Rating-Agenturen gewählt, da sie über eine lange Historie verfügen.

Auch die Strategie-Indizes des renommierten Anbieters McGraw-Hill Financial werden gegen die Zahlung von Lizenzgebühren zunehmend stark von ETF-Emittenten genutzt, die vom Anleger-Trend profitieren wollen, sich weg von aktiv verwalteten Publikumsfonds und hin zu passiven Index-Produkten zu orientieren.

McGraw-Hill Financial operiert mit sehr niedrigen Kosten. Das Resultat ist eine stetig ansteigende, hohe operative Gewinnmarge von mittlerweile über 30%.

Solch hohe Margen kennzeichnen hervorragende Geschäftsmodelle und sind neben der langfristigen Historie ansteigender Dividendenausschüttungen eines der Argumente für die McGraw-Hill-Aktie.

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Dividendenwachstum (Teil 4): VF Corporation

Im 4. Teil der Serie zum Thema Dividendenwachstum möchte ich Ihnen heute die Aktie des Bekleidungsherstellers VF Corporation vorstellen.

Wie ich Ihnen im 1. Teil der Serie sind es nicht die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen, die langfristig den höchsten Erfolg für den Dividendenanleger bringen, sondern die von Unternehmen, die über einen langen Zeitraum ihre Dividendenausschüttung immer wieder erhöhen.

VF Corporation hat seine Dividendenausschüttungen in jedem der vergangenen 41 Jahre erhöht.

VF Corporation: Das Unternehmen im Kurzporträt

Bei der VF Corporation handelt es sich um das größte börsennotierte Unternehmen aus der Textilbranche. Mit einem Börsenwert von rund 29 Mrd. US-Dollar ist die VF Corporation rund doppelt so groß wie die beiden nächstgrößeren Unternehmen Michael Kors und Ralph Lauren zusammen.

Die VF Corp. verfügt ein breites Produkt-Portfolio von führenden Mode-Marken, von denen viele auch in Deutschland sehr bekannt sind. Hierzu zählen die beiden Jeans-Marken Wrangler und Lee sowie die Outdoor-Marken Timberland und The North Face.

Das Unternehmen setzt beim Verkauf seiner Produkte auf unterschiedliche Vertriebswege – vom Verkauf über Kaufhäuser bis zum Vertrieb direkt über das Internet.

Während viele Textilhersteller ihre Produkte ausschließlich über Dritte (z.B. Kaufhausketten) verkaufen, erzielt die VF Corp. inzwischen bereits 20% des Umsatzes über den direkten Verkauf an die Kunden, was höhere Gewinnmargen für die VF Corp. bedeutet.

Den Großteil des Umsatzes erzielt der US-Konzern mit 60% weiterhin in den USA. Doch bei der Produktion setzt die VF Corp. mittlerweile verstärkt auf Länder mit günstigeren Lohnkosten.

So werden nur noch 30% der Produkte in den 32 eigenen Produktionsstätten gefertigt. Den Großteil von 70% der Produktion hat das Unternehmen in andere Länder ausgelagert.

VF Corp. hat Marken etabliert, die seit Jahrzehnten weltbekannt sind

Die Mode- und Textilbranche ist traditionell ein sehr schwierig einzuschätzender Industriezweig. Modetrends halten selten lange an.

Gerade auf kleine Unternehmen aus der Branche, die auf kein breites Produkt-Portfolio zurückgreifen können, kann sich ein schneller Wechsel von Modetrends sehr negativ auswirken.

Die VF Corp. hingegen setzt nicht nur auf eine Vielzahl von Marken in ganz unterschiedlichen Bereichen – von der Jeans bis zur Outdoor-Jacke – sondern hat es bei einer Vielzahl von Marken geschafft, diese über Jahre und Jahrzehnte hinweg zu etablieren.

Hier eine Übersicht der wichtigsten Marken und dem Jahr, in dem sie eingeführt worden sind:

  • Lee (1889)
  • Wrangler (1944)
  • Vans (1966)
  • The North Face (1966)
  • Timberland (1973)

Die Lebensdauer der wichtigen Marken der VF Corp. ist also enorm lang. Kein Zufall: Die VF Corp. hat es verstanden, sich den kurzfristigeren Mode-Stilen in den einzelnen Produktkategorien immer wieder anzupassen.

Andererseits ist der maßgebliche Wiedererkennungswert der Marken und die Eigenschaften, die die Kunden mit den Marken verbinden, über die Zeit erhalten geblieben.

Ein Erfolgsrezept der VF Corporation besteht also in der Kombination aus Anpassungsfähigkeit und Fokussierung auf die wesentlichen Eigenschaften, die den Wiedererkennungswert der Marken auszeichnen.

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Dividendenwachstum (Teil 3): PPG Industries

Im dritten Teil der Serie zum Thema Dividendenwachstum möchte ich Ihnen heute die Aktie des Anstrichmittelherstellers PPG Industries vorstellen.

Wie ich Ihnen im ersten Teil der Serie mitgeteilt habe, sind es nicht die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen, die langfristig den höchsten Erfolg für den Dividendenanleger bringen, sondern die von Unternehmen, die über einen langen Zeitraum ihre Dividendenausschüttung immer wieder erhöhen.

PPG Industries hat seine Dividendenausschüttungen in jedem der vergangenen 42 Jahre erhöht.

PPG Industries: Das Unternehmen im Kurzporträt

Während das US-Unternehmen in den vergangenen Jahren stark gewachsen ist, hat es sein Produkt-Portfolio immer stärker ausgeweitet. Inzwischen deckt PPG Industries angefangen von Farben für die Wohnzimmerwand bis hin zu Speziallacken für Flugzeuge ein weites Feld ab.

Der Börsenwert ist in den letzten Jahren deutlich angestiegen. PPG Industries ist mittlerweile der weltgrößte Produzent von Anstrichmitteln und Farben.

Für diesen Erfolg war unter anderem die wichtige unternehmerische Entscheidung ausschlaggebend, sich stark auf das Geschäft mit Anstrichmitteln und Farben zu fokussieren. Die Chemiesparte hingegen wurde abgestoßen.

Während der Anteil des Geschäftsbereichs mit Anstrichmitteln und Farben am Gesamtkonzernumsatz zu Beginn des Jahrtausends noch bei knapp über 50% lag, macht der Umsatzanteil des heutigen Kerngeschäfts bereits rund 85% aus.

Innerhalb des Geschäftsbereichs mit Anstrichmitteln und Farben machen die hochspezialisierten Produkte (z.B. Speziallacke für Flugzeuge) rund 60 % am Umsatz aus, der weniger spezialisierte Bereich mit Farben für Anstriche von Gebäuden, etc. macht rund 40 des Umsatzes aus.

Die Wettbewerbsvorteile des Unternehmens

Ein Unternehmen, das in der Lage ist 42 Jahre in Folge seine Dividendenausschüttungen zu erhöhen, muss eine sehr stabile Gewinnentwicklung aufweisen.

Dies ist in der Regel nur möglich, wenn das Unternehmen eindeutige Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz aufweist. Im Fall von PPG Industries bestehen maßgeblich zwei solcher Wettbewerbsvorteile.

Erstens kann das Unternehmen auf eine hohe Kundenbindung im Bereich der Spezialprodukte bauen. PPG Industries erarbeitet mit vielen Großkunden auf die Kundenbedürfnisse maßgeschneiderte Produkte.

Das sorgt für eine hohe Kundenbindung. Dadurch kann PPG Industries sich von seinen Wettbewerbern stärker über die Qualität und Innovationskraft unterscheiden als über den Preis – was für höhere Gewinnmargen für PPG Industries sorgt.

Zweitens sorgt die Größe von PPG Industries dafür, dass das Unternehmen bei standardisierten Produkten – wie Farben für Anstriche von Gebäuden – häufig niedrigere Preise anbieten kann als die Konkurrenz und gleichzeitig dennoch profitabler wirtschaftet.

Wachstum in Asien und Lateinamerika

Mit der Übernahme des Konkurrent Consorcio Comex, dem führenden Anbieter für Anstriche für Immobilien in Lateinamerika, hat PPG Industries einen weiteren wichtigen Schritt in Richtung Schwellenländerwachstum genommen.

Auch in Asien ist PPG Industries mittlerweile gut aufgestellt. Mit einem Marktanteil von 9% ist das Unternehmen hier die Nr. 2 bei Anstrichmitteln – hinter AkzoNobel, das mit einem Marktanteil von 11% derzeit noch die Nase vorn hat.

Vielleicht nicht mehr lange, denn gerade in Asien weist PPG Industries ein hohes Umsatzwachstum von durchschnittlich 20% pro Jahr auf.

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