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Dezember 2014: Die 3 größten Investments von Top-Investor Eveillard

Heute möchte ich Ihnen die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio von Jean-Marie Eveillard vorstellen.

Der gebürtige Franzose gilt als absoluter Top-Value-Investor. Obwohl sich Eveillard offiziell schon vor Jahren in den Ruhestand verabschieden wollte, berät er noch immer die renommierte US-Investmentgesellschaft First Eagle.

Mit seinem Flagschiff-Fonds „First Eagle Global“ hat er den US-Aktienmarkt in den vergangenen 30 Jahren mit überwiegend konservativen Aktien um mehr als 1.800% geschlagen – eine starke Leistung.

Einem einzigen Top-Investor blind zu folgen, ohne die genauen Hintergründe zu seinen Investments zu kennen, ist sicherlich nicht ratsam. Doch wenn Sie nach aussichtsreichen US-Value-Aktien suchen, können die Aktien-Investments von Jean-Marie Eveillard wertvolle Anregungen liefern.

Es fällt auf, dass sich unter den Top-Positionen von Eveillard bzw. First Eagle derzeit ausschließlich Technologie-Riesen befinden. Dies sind die drei derzeit größten Aktien-Positionen im Portfolio von First Eagle:

Microsoft

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 4,2% ist die Microsoft-Aktie. First Eagle ist derzeit mit rund 1,7 Milliarden US-Dollar in der Microsoft-Aktie investiert.

Kerngeschäft von Microsoft ist nach wie vor der Bereich Anwendungs-Software. Das Unternehmen weist hierbei klare Wettbewerbsvorteile auf: Viele Nutzer – vor allem im Geschäftskundenbereich – werden aufgrund der Kompatibilitäts-Nachteile nicht von den Kernprodukten Windows und MS-Office abweichen.

Zukünftig werden Geschäftsbereiche wie Cloud-Computing („Auslagerung von Daten in der virtuellen „Datenwolke“) an Bedeutung gewinnen.

Intel

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 3,5% ist die Intel-Aktie. First Eagle ist derzeit mit rund 1,4 Milliarden US-Dollar in der Intel-Aktie investiert.

Der Computer-Chip-Pionier dominiert vor dem Konkurrenten Advanced Micro Devices (AMD) weiterhin den global 30 Milliarden US-Dollar schweren Markt für Mikroprozessoren.

In den vergangenen Jahrzehnten hat Intel vom Wachstum im Bereich von Desktop-PC profitiert. Doch in den letzten Jahren werden immer weniger Desktop-PCs abgesetzt und dafür immer mehr Smartphones und Tablet-Computer verkauft.

Intel muss sich zukünftig gegen Konkurrenten wie ARM durchsetzen, die sich auf das wachstumsstarke Segment der mobilen Geräte spezialisiert haben.

Oracle

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 3,2% ist die Oracle-Aktie. First Eagle ist derzeit mit rund 1,3 Milliarden US-Dollar in der Oracle-Aktie investiert.

Der US-amerikanische SAP-Konkurrent Oracle ist auf Datenbankanwendungen für Unternehmen spezialisiert.

Aufgrund des nur äußerst schwierigen Anbieterwechsels und umfangreicher Unterstützung und Zusatzdienstleistungen weist das Unternehmen in diesem Geschäftsfeld eine hohe Kundenbindung auf.

Daneben baut Oracle den Unternehmensbereich Cloud-Computing („Auslagerung von Daten in der virtuellen „Datenwolke“) auf und ist hierbei einer der Marktführer.

Mit Microsoft und Oracle setzen First Eagle und Eveillard also auf gleich zwei Unternehmen, die auf dem wichtigen Zukunftsmarkt Cloud-Computing wachsen wollen.

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Netflix-Aktie: Die Realität holt die Aktionäre ein (Teil 2)

Gestern habe ich Ihnen über Aktie des Internet-TV-Anbieters Netflix berichtet. Nach dem fulminanten Kursanstieg von rund 300% in 2013 ist die Aktie ins Visier von Spekulanten geraten, die auf den fahrenden Zug aufgesprungen sind.

Für viele späte Neu-Einsteiger stehen bislang hohe Kursverluste zu Buche. Seit den Höchstständen im September brach die Aktie bis Mitte Dezember zwischenzeitlich um mehr als ein Drittel ein.

Gestern habe ich Ihnen ausgeführt, dass Netflix in diesem Jahr ein hohes Neukunden-Wachstum erreichen und das hohe Umsatzwachstum des Vorjahres sogar noch steigern konnte. Hieraus entwickeln die investierten Anleger die Phantasie für eine Erholung der Aktie und einen Wideraufnahme des langfristigen Aufwärtstrends.

Heute möchte ich näher auf die Risiken eingehen, die mit der Netflix-Aktie verbunden sind.

Das hohe Wachstum bietet Raum für Enttäuschungen

Selbst hohes Wachstum allein reicht nicht aus, wenn ein Großteil der Marktteilnehmer bereits damit rechnet. Dass die Netflix-Aktie deshalb bereits ein hohes Enttäuschungspotenzial aufweist, bekamen die Anleger nach der Veröffentlichung der letzten Quartalszahlen im Oktober zu spüren.

Zwar konnte Netflix im 3. Quartal 2014 weiter 3 Millionen Kunden hinzugewinnen, doch die Analysten haben angesichts der hohen Wachstumsraten der Vergangenheit nochmal mit einer deutliche Beschleunigung des Neukunden-Wachstums auf 3,7 Millionen Nutzer gerechnet. Anschließend ging es mit dem Aktienkurs weiter bergab.

Die Konkurrenz ist hoch

Netflix ist in den USA vor allem bei Serien-Liebhabern sehr beliebt. Davon profitiert das Unternehmen auch international bei den Fans dieser US-Serien. Doch insgesamt ist die Konkurrenz beim Film-Angebot sehr hoch.

Immer mehr Anbieter sind in den letzten Jahren in den Markt für Internet-TV eingetreten. Hier in Deutschland sind seit Jahren bereits Maxdome und Whatchever vertreten. In anderen Ländern existieren ähnliche Angebote.

Auch Amazon mischt inzwischen in dem Geschäft mit und bietet gegen eine relativ geringe Zusatzgebühr den Zugriff auf eine umfangreiche Online-Mediathek mit zahlreichen Filmen und Serien an.

Netflix hat u.a. mit einem Ausbau seiner Mediathek auf die zunehmende Konkurrenz reagiert. Doch die zusätzlichen Kosten hierfür sind im letzten Quartal gegenüber dem Vorjahresquartal um über 20% gestiegen.

Fazit: Die Risiken überwiegen

Derzeit erscheint es äußerst fraglich, ob Netflix das hohe Umsatz- und Neukunden-Wachstum der Vergangenheit aufrechterhalten kann. Für einen Fortsetzung der Kurs-Rally der letzten Jahre bei Aktie wäre wohl  vielleicht sogar noch eine Steigerung nötig. Das hat die Enttäuschung nach den letzten Quartalszahlen gezeigt.

Die zunehmende Konkurrenz und die hohen Kosten, die Netflix aufwendet, um sich durchzusetzen, machen es schwer kalkulierbar wie hoch das Wachstum letztlich ausfallen wird.

Und letztlich ist ein Aspekt besonders bedenklich. Wenn ein Unternehmen es auch nach Jahren immer noch nicht schafft, das hohe Umsatzwachstum auch in ein hohes Gewinnwachstum umzuwandeln, spricht dies gegen das Geschäftsmodell.

Auch wenn die Netflix-Aktie zwar immer mal wieder für Kurs-Rallys gut ist, weist der Titel ein ungünstiges Chance-Risiko-Verhältnis auf. Die Aktie ist somit eher etwas für Zocker, weniger für die risikobewussten Aktien-Anleger unter Ihnen.

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Netflix-Aktie: Die Realität holt die Aktionäre ein (Teil 1)

Die Netflix-Aktie war nach einer Wertentwicklung von rund 300% in 2013 bis vor kurzem noch eine der beliebtesten Titel unter Aktien-Zockern.

Was hat die Aktie so populär gemacht? Natürlich das, was den Reiz bei allen hochspekulativen Aktien ausmacht: Die Vorstellung, dass die Wertentwicklung der Vergangenheit sich weiter in die Zukunft fortschreiben lässt.

Doch die 300% Wertzuwachs in 2013 sind eben Vergangenheit. Unter anderem wurde der Lauf der Aktie des Internet-Video-Anbieters in 2013 angeheizt durch das hohe Abonnenten-Wachstum von 33% auf weltweit 44,3 Millionen Kunden.

Spekulanten, die in diesem Jahr auf den Zug aufgesprungen sind, mussten zuletzt herbe Verluste verkraften. Von den Höchstständen bei über 480 US-Dollar im September 2014 brach die Netflix-Aktie zwischenzeitlich bis Mitte Dezember auf unter 320 US-Dollar ein – ein Wertverlust von mehr einem Drittel.

Inzwischen ist der beliebte Internet-Video-Dienst von Netflix nach den USA in immer mehr Ländern verfügbar – darunter seit kurzem auch in Deutschland.

Doch ein beliebtes Produkt allein stellt noch lange kein gutes Investment dar. Sollten Sie als intelligenter Aktien-Anleger also bei der Netflix-Aktie zugreifen oder lieber einen weiten Bogen um diesen hochspekulativen Titel machen?

Dieser Frage möchte ich für Sie heute und morgen im Newsletter nachgehen…

Die gute Nachricht: Das hohe Wachstum hält weiterhin an

Bevor Netflix im Oktober seine Zahlen für das 3. Quartal berichtet hatte, hat sich der Aktienkurs auch in 2014 sehr gut entwickelt. Von Januar bis Anfang Oktober ging es um rund 20% rauf, während der wichtige US-Leitindex S&P 500 bis dahin nur um gut 5% zulegen konnte.

Im 3. Quartal konnte Netflix weitere 3 Millionen Kunden auf insgesamt 53 Millionen Abonnenten hinzugewinnen. Das Netflix-Management gab im Zuge der Veröffentlichung des Geschäftsberichts für das 4. Quartal sogar eine weitere Steigerung der Neukunden um diesmal 4 Millionen als Zielsetzung aus.

Mehr als die Hälfte der im 4. Quartal angepeilten Neukunden sollen inzwischen außerhalb der USA gewonnen werden. Das Unternehmen befindet sich also mittlerweile auch international auf Wachstumskurs.

Das Umsatzwachstum soll dabei in 2014 die hohen Wachstumsraten aus dem Jahr 2013 sogar noch übertreffen. Während in 2013 die Wachstumsrate noch bei 21% lag, liegen die Schätzungen des Managements für das Gesamtjahr 2014 bei 25% auf dann bereits 5,5 Milliarden US-Dollar.

Neben dem weiter gesteigerten Umsatzwachstum spricht auch die erhöhte Profitabilität des Unternehmens für die Aktie. Nachdem Netflix seit dem Sommer die Preise für Neukunden angehoben hat, verdient das Unternehmen pro hinzu gewonnenen Abonnenten mehr als noch zuvor. Die Gewinnmarge steigt also.

Die Wachstumsstory des Unternehmens ist weiterhin intakt. Reicht das bereits, um die Netflix-Aktie nach dem Kurseinbruch als gutes Investment auszumachen? Sicherlich nicht.

Weitsichtige Aktien-Anleger sollten bei der Entscheidungsfindung neben den Chancen eines Investments die Risiken mindestens ebenso hoch gewichten. Und Risiken liegen bei Netflix eindeutig vor. Darüber werde ich Ihnen morgen ausführlich berichten.

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Dezember 2014: Die 3 größten Aktien-Positionen von George Soros

Heute möchte ich Ihnen die derzeit 3 größten Aktien-Positionen des legendären Top-Investors George Soros vorstellen.

Soros ist einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten: Seit der Gründung seines Quantum-Hedge-Fonds im Jahr 1969, erzielte er für seine Kunde einen durchschnittlichen Wertzuwachs von knapp 30% pro Jahr.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Dennoch kann Ihnen ein Blick auf die Top-Positionen von George Soros nützliche Anregungen geben.

Im Vergleich zum Sommer ist die Herbalife-Aktie aus seinen Top-3-Positionen verschwunden, nachdem Soros mehr als die Hälfte seines Aktienbestands verkauft hat. Neu in den Top-3-Positionen ist dafür die Aktie des chinesischen Online-Händlers Alibaba.

Derzeit hat George Soros mehr als 10 Milliarden $ in Aktien investiert. Das sind aktuell seine 3 größten Aktien-Positionen:

YPF Sociedad Anonima

Soros größte Beteiligung ist derzeit YPF Sociedad Anonima. Die 13,3 Millionen Aktien in seinem Bestand machen gut 3,7% seiner gesamten Aktienpositionen und 3,4% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens aus.

Mit YPF Sociedad Anonima setzt er weiterhin auf den Energie-Sektor. Bei der Ölgesellschaft handelt es sich um ein argentinisches Unternehmen, bei dem der Staat mit 51% größter Aktionär ist. Soros greift also trotz der Unsicherheit um eine mögliche Staatspleite am argentinischen Aktienmarkt zu.

Alibaba

Die zweitgrößte Position im Portfolio von George Soros ist die Aktie des chinesischen Online-Händlers Alibaba. Soros hält derzeit rund 4,4 Millionen Aktien an dem Unternehmen. Der Wert seiner Beteiligung entspricht gut 3% seines gesamten Aktienbestands.

Alibaba ist im Zuge eines medienträchtigen Börsengangs erst im September aufs Parkett gegangen. Kein Wunder, dass der Börsengang für viel Aufsehen gesorgt hat: Bei Alibaba handelt es sich gemessen am Warenumsatz um den weltgrößten Online-Marktplatz.

Alibaba betreibt einige der in China bekanntesten Websites. Darunter fallen Taobao (C2C-Geschäft), Tmall (B2C-Geschäft) und Juhuasuan. Diese drei Marktplätze generierten bis Ende Juni einen Jahresumsatz von umgerechnet 300 Milliarden US-Dollar.

Die drei genannten Websites werden von 280 aktiven Käufern (entspricht mehr als 20% der chinesischen Bevölkerung) und rund 8,5 Millionen aktiven Verkäufern genutzt.

Teva Pharmaceutical Industries

Der israelische Pharmakonzern Teva Pharmaceutical Industries ist inzwischen nur noch drittgrößte Aktien-Position von Soros. Im Frühjahr war die Aktie noch seine Top-1-Position. Bereits im Sommer hat Soros sich allerdings von einem Teil seiner Teva-Aktien getrennt.

Der Vertrauensverlust von Soros in das weitere Potenzial der Aktie hält offenbar an. Denn im Vergleich zum Sommer hat er nochmal rund ein Sechstel seines Bestands verkauft.

Die derzeit noch 6,2 Millionen Aktien in seinem Bestand machen gut 2,5% seiner gesamten Aktienpositionen und 0,7% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens aus.

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