Produkt Logo

Mondelez-Aktie: Milka-Hersteller bläst Milliardendeal ab

Auch das gehört zum Geschäft mit Übernahmen. Die geplante Milliardenübernahme des Schokoladenherstellers Hershey durch den Lebensmittel-Giganten Mondelez ist geplatzt.

Der US-Konzern zog ganz offiziell seine Übernahmeofferte zurück, da offenbar keine Einigung zu erzielen war. Auch wenn dies strategisch ein Rückschlag für den US-Konzern ist, die Anleger begrüßen sichtlich den Rückzug. Während Mondelez-Aktien zulegen konnten, notierten die Hershey-Papiere mit einem Verlust von knapp 11% im tiefroten Bereich.

Mars bleibt weiter auf Platz 1

Vor gut zwei Monaten hat Mondelez ein Angebot über 23 Milliarden Dollar für Hershey auf den Tisch gelegt. Der Deal hätte die Machtverhältnisse in der Süßwarenbranche komplett neu verteilt. Derzeit ist Mondelez, bekannt mit Marken wie Milka, Toblerone oder Côte d’Or auch in der Herstellung von Nahrungsmitteln und Getränken aktiv. In der Rangliste der internationalen Kakaoorganisation liegt der Konzern auf Rang zwei hinter dem weltweiten Primus Mars.

Das Objekt der Begierde, Hershey, liegt mit Marken wie Hershey’s Kisses und Reese’s Peanut Butter Cups und Kit-Kat-Riegeln auf Rang 6. Bei Umsätzen von zuletzt 7,4 Milliarden Dollar erzielte der 1894 gegründete Traditionskonzern einen Gewinn von 513 Millionen Dollar.

Der Zusammenschluss hätte den weltweit größten Süßwaren-Hersteller geschaffen.  Dabei klang der Deal auch durchaus für Hershey attraktiv. Sowohl die Arbeitsplätze als auch der Markennname sollten erhalten bleiben. Zudem wollte Mondelez dem Unternehmen bei der internationalen Expansion kräftig unter die Arme greifen.

Zweifel von Beginn an

Zugegeben, ganz unerwartet kommt der Rückzug von Mondelez nicht. Denn wer sich mit der Aktionärsstruktur des Zielunternehmens auseinandergesetzt hat, musste schnell feststellen, dass dies kein einfaches Unterfangen wird.

Denn die Stimmrechte gehören zu knapp 80% der Hershey-Treuhandgesellschaft, die nach Einschätzungen von Experten stark auf die Unabhängigkeit des Konzerns bedacht ist. Dies zeigt Ihnen auch der Blick in die Historie. Im Jahr 2002 ließ Hershey bereits den Kaugummiekonzern Wrigley mit einer 12 Milliarden-Offerte eiskalt abblitzen.

Mondelez – Umsatz runter, Gewinn rauf

Unterdessen läuft bei Mondelez nicht alles rund: Durch den Verkauf des Kaffee-Geschäfts, Probleme in Venezuela und Währungs-Effekte sank der Umsatz im 2. Quartal um knapp 18% auf 6,3 Mrd. Dollar.

Da der Konzern den Großteil seines Geschäfts außerhalb der USA macht, bekommt das Unternehmen den starken Dollar zu spüren. Durch die starke Heimat-Währung bleibt bei der Umrechnung der Auslands-Einnahmen weniger beim Konzern hängen.

Beim Gewinn sah das Bild allerdings besser aus: Dank rigider Kosten-Einsparungen kletterte der Gewinn um 14,3% auf 464 Millionen Dollar bzw. 0,44 Dollar je Aktie. Analysten waren im Vorfeld der Zahlen nur von 0,40 Dollar je Anteilsschein ausgegangen.

Fokus auf China

Nach der geplatzten Übernahme wird sich der Mondelez-Konzern wieder verstärkt auf sein Tagesgeschäft konzentrieren. Hierzu gehört auch der geplante Ausbau der Aktivitäten in China. Der Markt gilt auf Grund des bislang noch niedrigen Süßwarenkonsums als besonders interessant. Ob dies ausreicht, den Aktienkurs auf Trab zu bringen, werden die kommenden Quartale zeigen.

<>

August 2016: Auf diese Aktien setzt Top-Value-John Paulson

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Value-Investors John Paulson vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von etwa 12 Milliarden US-Dollar gehört Paulson zu den wohlhabendsten Fondsmanagern weltweit. Paulson wurde berühmt, da er während der Subprime-Krise rechtzeitig gegen den Immobilienmarkt gewettet hatte und damit in seinem Fonds 15 Milliarden Dollar Gewinn machte. Im Jahr 2007 verdiente Paulson mit rund 3,7 Milliarden Dollar mehr als jeder andere Hedge-Fonds Manager in diesem Jahr.

Derzeit verwaltet Paulson knapp 10 Milliarden Dollar. Im Jahr 2011 hatte das Anlagevolumen mit 38 Milliarden Dollar seinen bisherigen Höchstwert erreicht.

In den vergangenen 15 Jahren lieferte er mit seinem Advantage Fonds eine Performance von 263,6% oder umgerechnet 9% pro Jahr. Damit ließ er den marktbreiten S&P 500-Index um Längen hinter sich (121,6% bzw. 5,4% p.a.). In den vergangenen Jahren war die Entwicklung seiner Fonds hingegen durchmischt und von hoher Schwankungsbreite gekennzeichnet.

Seine aktuell drei größten Beteiligungen sind folgende:

Shire Plc

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von knapp 10% ist die Shire-Aktie. Derzeit hält Paulson ein Aktienpaket im Wert von 960 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 1,7% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Im vergangenen Quartal hat sich die Portfoliogewichtung bei Paulsons Fonds allerdings um 26,54% reduziert.

Shire ist ein britisches Pharmaunternehmen, das unter anderem Osteoperose und Epilepsie-Medikamente vertreibt. Mit mehr als 5.000 Mitarbeitern  erzielte Shire zuletzt einen Umsatz von 6,4 Milliarden Dollar.

Mylan NV

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 9,92 % ist die Mylan-Aktie. Derzeit hält Paulson ein Aktienpaket im Wert von 950 Millionen Dollar an dem Pharmaunternehmen. Damit hält Paulson 4,12% aller Anteilsscheine der Firma.

Mylan ist der weltweit drittgrößte Generika-Hersteller. Das Produktportfolio umfasst mehr als 1.100 Generika, die in rund 140 Ländern vertrieben werden. Mylan wurde 1961 gegründet und ging 1973 an die Börse. Nach der erfolgreichen Abwehr der Übernahme durch Teva geht Mylan jetzt selbst wieder auf Einkaufstour und übernimmt für 9,9 Milliarden Dollar die schwedische Meda.

Der Konzern verfügt über eine breite Produktpalette für die Therapiebereiche Allergie, Atemwege, Dermatologie, Orthopädie, Gynäkologie, Kardiologie, Neurologie und Urologie. Dabei entfallen 38% des Umsatzes auf nicht-verschreibungspflichtige Medikamente.

Allergan

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 9,5% ist die Aktie von Allergan. Derzeit hält Paulson ein Aktienpaket im Wert von 912 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 1% aller ausstehenden Aktien des Konzerns. Allerdings scheint die Zuversicht zu schwinden. Im Vergleich zum vergangenen Quartal hat Paulson die Position um 27,13% reduziert.

Allergan ist vor allem für sein Faltenmittel Botox bekannt. Mit zuletzt 15 Milliarden Dollar Umsatz erzielte der Pharmakonzern einen Gewinn von 3,68 Milliarden Dollar. Damit lag die Gewinnmarge bei gut 24%. Für das aktuelle Jahr hat der irische Pharmakonzern seine Umsatzprognose aber erst kürzlich zurückgenommen. Statt der zuvor prognostizierten 17 Milliarden Dollar rechnet der Novartis-Konkurrent nun nur noch mit Umsätzen von 14,65 bis 14,9 Milliarden Dollar.

<>

August 2016: Die 5 größten Aktien-Positionen des Top-Investors David Einhorn

Der Top-Investor David Einhorn setzt sowohl auf steigende wie auch auf fallende Aktienkurse. In der Finanzkrise 2008 hat er so vom Niedergang der US-Investmentbank Lehman Brothers profitiert.

Seit Gründung seines Hedge-Fonds Greenlight Capital in 1996 erzielten seine Anleger im Durchschnitt mehr als 20% Wertzuwachs pro Jahr.

Heute möchte ich Ihnen die derzeit 5 größten Aktien-Positionen des erfolgreichen Hedge-Fondsmanagers David Einhorn vorstellen. Hier die komplette Übersicht der Top-5-Positionen von Greenlight Capital:

Apple

Größte Position ist die Apple-Aktie mit einer Portfolio-Gewichtung von 12%. Einhorn hält Apple-Aktien im Wert von gut 650 Mio. $ im Bestand. Allerdings hat Einhorn im vergangenen Quartal die Position um 16% nach unten gefahren.

Gegenüber dem Unternehmen will Einhorn seinen Einfluss als Großinvestor weiterhin geltend machen: Seine Forderung nach einer größeren Dividendenausschüttung hat im bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt.

General Motors

Zweitgrößte Position ist die Aktie des Automobil-Herstellers General Motors. Die Aktie macht eine Gewichtung von ca. 9% des gesamten Portfolios von Einhorn aus.

Damit zeigt sich Einhorn weiter zuversichtlich. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Fondsmamanger die Position nochmals um 12,52% weiter aufgebaut. Insgesamt hat Einhorn gut 490 Millionen $ in den Konzern investiert.

AerCap Holdings

Drittgrößte Position ist die Aercap Holdings-Aktie mit einer Portfolio-Gewichtung von 7%. Einhorn hält Aercap-Aktien im Wert von gut 380Mio. $ im Bestand. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Fondsmanager sein Investment um 26% erhöht.

Der Konzern ist eine niederländische Holding und zählt den größten Gesellschaften im Bereich Flugzeug-Leasing. 2014 wurde die US-amerikanische ILFC übernommen und vollständig in den Konzern integriert. Zuletzt erzielte Aercap bei Erlösen von knapp 5 Mrd. $ einen Gewinn von 1,17 Mrd. $ und damit eine Gewinnmarge von 23%.

Consol Energy

Viertgrößte Beteiligung ist die Aktie des US-Konzerns Consol Energy. Die Aktienposition wurde nach einer beeindruckenden Kursrally (Kursplus im ersten Halbjahr +103%) im vergangenen Quartal um ein Viertel reduziert und macht derzeit 6,5% des Portfolios aus. Insgesamt hat Einhorn knapp 350 Mio. $ in dem Konzern investiert. Damit hält der Investor 9,59% aller ausstehenden Aktien von Consol Energy.

Consol Energy ist in der Förderung von Steinkohle sowie Öl und Gas tätig. Bei Erlösen von 2,5 Mrd. $ schrieb der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr rote Zahlen und musste einen Verlust von 374 Mio. $ ausweisen.

Time Warner

Fünftgrößte Position ist die Aktie des Medienkonzerns Time Warner. Die Aktie macht eine Gewichtung von ca. 6,4% des gesamten Portfolios von Einhorn aus.

Im Vergleich zum Vorquartal hat Einhorn die Position in dem Medien-Unternehmen reduziert und um 18,46% runtergefahren. Insgesamt hat Einhorn gut 340 Millionen $ in den Konzern investiert.

<>

Sixt: Autovermieter weiter auf der Überholspur

Auf Sixt ist Verlass. Den Eindruck müssen Anleger zumindest nach den jüngsten Quartalszahlen bekommen. Denn Deutschlands größter Autovermieter wächst weiter rasant und präsentiert kräftige Zuwächse. Nicht verwunderlich, dass der Aktienkurs des Unternehmens mit knapp 52 Euro wieder stramm Richtung Allzeithoch marschiert.

Kräftige Zuwächse im ersten Halbjahr

Dabei können sich die Zahlen durchaus sehen lassen. Die Konzernumsätze kletterten um 14,6% auf 1,15 Milliarden Euro. Ohne die Verkaufserlöse gebrauchter Leasingfahrzeuge lagen die Erlöse bei 1 Milliarde Euro (+13%). Aber auch beim Ergebnis konnte Sixt, trotz hoher Investitionen, deutlich zulegen.

Das Ergebnis vor Steuern stieg um 10% auf 82 Millionen Euro an. Unterdessen setzt der Autovermieter besonders auf die Auslandsexpansion. Insgesamt baute die Gesellschaft ihr Netzwerk um weitere 61 Stationen aus. Der Zuwachs entfiel vor allem auf das internationale Franchisenetz und auf Deutschland.

In Europa die Nummer Drei

Die Markenbekanntheit von Sixt ist beeindruckend. Kein Wunder – immerhin ist Traditionskonzern (1912 gegründet) deutschlandweit die absolute Nummer Eins und auch in Europa (Platz 3) einer der bedeutendsten Marktteilnehmer. Der Konzern befindet sich übrigens weiterhin fest in den Händen der Familie, die 60,1% aller Anteile hält.

Das Unternehmen unterhält dabei eigene Aktivitäten in 10 europäischen Ländern sowie in den USA. Zusätzlich deckt das Unternehmen über Franchisenehmer mehr als 85 weitere Märkte ab. Im Vermietgeschäft fokussiert sich Sixt sowohl auf Geschäfts- als auch Privatkunden. Das Leasinggeschäft ist (noch) vollkonsolidiert. Sixt’s Anteil an der börsennotierten Sixt Leasing AG liegt bei nur 41,9%. Im Leasinggeschäft gehört Sixt zu den größten herstellerunabhängigen Anbietern auf dem deutschen Markt.

USA-Geschäft nähert sich der Gewinnzone

Einen besonderen Blick werfen die Anleger und Analysten auf die Expansion in den USA, einem der größten Wachstumsmärkte für den Konzern. Denn die Ambitionen des Familienunternehmens sind nach wie vor groß. Nach dem Einstieg in den US-Markt im Jahr 2011 hat Sixt im vergangenen Jahr die Marke von 80 Stationen durchbrochen.

Firmenchef Erich Sixt hält es theoretisch für möglich, dort bis zu 1.000 Stationen zu betreiben. Aber damit nicht genug. Im Juni konnte der Konzern trotz hoher Ausgaben für Werbung und neue Stationen erstmals schwarze Zahlen melden. Für 2017 sollen dann auch auf Gesamtjahresbasis Gewinne eingefahren werden.

Hohe Wettbewerbsqualität

Vielleicht fragen Sie sich, warum Sixt in den vergangenen Jahren so erfolgreich war? Viele Experten führen dies auf die Abgrenzung zum Wettbewerb zurück. Sixt  differenziert  sich  in  der  Vermietung  über  das Angebot  (59%  Premiumfahrzeuge),  ein  breites  Stationsnetzwerk  (z.T.  über Franchisenehmer) und markante Werbung.  Strategische Partnerschaften mit Fluglinien und Hotels sowie individuelle Bonusprogramme und eine Upgrade-Wahrscheinlichkeit von ca. 66% erhöhen Attraktivität von Sixt im Wettbewerb.

Zugleich bietet der Konzern mit seiner Autovermietung, dem Premium-Carsharing-Anbieter DriveNow, der umfangreichen Leistungspalette für Firmen- und Privatkunden der Sixt Leasing AG und dem Transferdienst myDriver die umfangreichsten Mobilitätsleistungen an. Das bietet kein anderer Wettbewerber.

Firmenchef hält an konservativer Prognose fest

Für das Gesamtjahr erwartet das Unternehmen eine leichte Steigerung beim operativen Konzernumsatz. Das Vorsteuerergebnis soll im Gegenzug mindestens gleich bleiben oder leicht steigen. Vor dem Hintergrund des guten ersten Halbjahres erscheint die Prognose auf den ersten Blick eher konservativ, ist aber vor dem Hintergrund der schwierigen Marktbedingungen durchaus nachvollziehbar.

<>