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Einhell-Aktie: Werkzeugfirma weiter im Wachstumsmodus

Den meisten unter Ihnen ist Einhell-Aktie womöglich noch gar kein Begriff. Die Produkte des Unternehmens aus Landau an der Isar kennen Sie hingegen ganz bestimmt. Denn Einhell ist ein führender Anbieter von Motorwerkzeugen und Gartengeräten.

Nach einer schweren Talfahrt nach der Eurokrise und erodierenden Gewinnen hat sich das Familienunternehmen mittlerweile wieder aufgerappelt. Mit Vorlage der Quartalszahlen und einer erhöhten Jahresplanung kratzen die Papiere sogar wieder an ihrem Jahreshoch. Auf Sicht der letzten fünf Jahre liegt das Kursplus bei überschaubaren 25%.

Wie die Zahlen ausgefallen sind, was die mittelfristigen Perspektiven hergeben und was dies für die Aktie bedeuten könnte, erfahren Sie jetzt.

Einhell im Porträt

Einhell ist ein Traditionskonzern, der bereits im Jahr 1964 gegründet wurde. Die Gründerfamilie Tannhuber hält 91% aller Stammaktien, die im Gegensatz zu den Vorzugsaktien nicht börsennotiert sind. Zugleich ist die Unternehmerfamilie weiterhin im Management und im Aufsichtsrat aktiv.

Einhell ist ein führender Anbieter von Motorwerkzeugen und Gartengeräten für den Privatgebrauch. Dazu zählen neben Bohrmaschinen, Gewächshäusern oder Heißluftgeneratoren auch Saunaöfen, Rasenmäher, Schweißgeräte und verschiedenste Pumpen.

Die Produkte werden unter der Marke Einhell und als Eigenmarken der Händler vertrieben. Die Wertschöpfung liegt dabei in der Produktentwicklung, der Qualitätskontrolle, dem Vertrieb und dem Kundenservice. Die Produktion ist wie bei den meisten Wettbewerbern an externe Fabriken nach China ausgelagert. Einhells Hauptkunden sind insbesondere große Baumarktketten (60% des Umsatzes) sowie Fachhändler (25%), Discounter (10%) und SB-Warenhäuser.

Einhell – deutlich günstiger als die Konkurrenz

Wie differenziert sich das Familienunternehmen im harten Wettbewerb? Ganz einfach. Einhell versucht bei vergleichbarem Qualitätsniveau gegenüber A-Marken wie Black & Decker oder Bosch über den Preis Kunden zu gewinnen.  Gleichzeitig setzt sich das Unternehmen mit einem hohen Fokus auf Qualität und Kundenservice von Niedrigpreisanbietern ab.

Schwierige Zeiten nach der Finanzkrise

Dabei lief es nicht immer rund bei dem Werkzeughersteller. Im Jahr 2010 blieb bei Einhell noch ein Gewinn von 4,28 Euro je Aktie hängen. Vier Jahres später waren es gerade einmal 0,43 Euro je Anteilsschein. Damit hatte sich die für einst auskömmliche Gewinnmarge von 4,38% drastisch auf 0,39% reduziert.

Trotz einem Jahresumsatz von 416 Millionen Euro schaffte es der Konzern gerade so in die Gewinnzone.  Belastend wirkte nicht nur die schwächere Nachfragesituation in Europa aus, sondern auch die teure Expansion nach Australien und Südamerika.

Turnaround ist geschafft

Doch jetzt geht es wieder aufwärts. In 2015 lag die Gewinnspanne wieder bei 2,7%. Und in diesem Jahr kletterten die Erlöse in beiden Divisionen (Werkzeuge sowie Garten und Freizeit). In den ersten neun Monaten gingen bei Einhell mit 373,9 Millionen Euro 7% mehr Umsatz durch die Bücher. Das Vorsteuerergebnis schnellte um 30% auf 18,8 Millionen Euro in die Höhe. Auch bei der Gewinnspanne gelang dem Familienkonzern ein deutlicher Sprung auf 4,2%.

Jahresprognose nach oben genommen

Das Management hob zuletzt seine Umsatzprognose für das laufende Jahr leicht von 470 auf 475 Millionen Euro an. Für 2017 erwartet das Management einen weiteren Umsatzanstieg auf rund 500 Millionen Euro.

Einhells Quartalszahlen unterstreichen klar die gute Geschäftsentwicklung mit einer erheblichen Verbesserung der Ergebnismarge im laufenden Geschäftsjahr. Der Umsatzausblick für 2017 zeigt ebenso, dass die positive Umsatzdynamik anhalten sollte. Ob dies allerdings ausreicht, um mehr Anleger in die marktenge Aktie zu locken, muss sich erst noch zeigen.

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November 2016: Die 3 größten Aktien-Positionen von George Soros

Heute möchte ich Ihnen die derzeit 3 größten Aktien-Positionen des legendären Top-Investors George Soros vorstellen.

Soros ist einer der erfolgreichsten Investoren aller Zeiten: Seit der Gründung seines Quantum-Hedge-Fonds im Jahr 1969, erzielte er für seine Kunde einen durchschnittlichen Wertzuwachs von knapp 30% pro Jahr.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Dennoch kann Ihnen ein Blick auf die Top-Positionen von George Soros nützliche Anregungen geben.

Derzeit hat George Soros knapp 2,7 Milliarden Dollar in 116 verschiedenen Positionen investiert. Das sind aktuell seine 3 größten Aktien-Positionen, die zusammen fast ein Drittel der Vermögenswerte ausmachen:

Liberty Broadband Corp

Soros größtes Investment derzeit ist die Liberty Broadband-Aktie. Die Position hat einen Gegenwert von gut 635 Millionen US-Dollar und macht etwa 23,19% des gesamten Portfolios aus. Insgesamt hält der Manager damit 4,9% aller ausstehenden Aktien. Die Position hat Soros im vorletzten Quartal neu in sein Portfolio aufgenommen.

Das Unternehmen ist eine der größten Kabelanbieter in den USA. Der Börsenwert der Firma liegt momentan bei knapp 12,6 Milliarden Dollar.

Adecoagro SA

Die zweitgrößte Aktienposition im Portfolio von George Soros sind die Papiere des Landwirtschaftskonzerns Adecoagro. Soros hält derzeit Aktien im Gegenwert von knapp 130 Mio. Dollar an dem Unternehmen. Der Wert seiner Beteiligung entspricht damit 4,96% seines gesamten Aktienbestands beziehungsweise 9,81% aller ausstehenden Aktien.

Im Vergleich zum Vorquartal hat Soros die Größe der Position nicht verändert. Adecoagro betreibt Silo-Bolsas, mobile Lager aus Spezialfolie für jeweils bis zu 250 Tonnen Getreide. Darin können Soja oder Weizen bis zu zwei Jahre problemlos auf abgeernteten Feldern gelagert werden. Zugleich verfügt der Agrarkonzern über riesige Ackerflächen, die er mit Gewinn weiterverkauft.

Williams Companies

Soros drittgrößtes Investment ist die Williams Companies-Aktie. Derzeit hält Soros Aktien im Gegenwert von knapp 98 Millionen Dollar. Damit macht der Bestand 3,55% seiner gesamten Vermögenswerte aus. Die Aktie wurde im vergangenen Quartal komplett neu in den Bestand aufgenommen.

Williams Companies ist ein US-Konzern mit Sitz in Tulsa, Oklahoma. Die Kerngeschäfte von Williams sind die Produktion und Weiterverarbeitung von Erdgas sowie der Betrieb von Gaspipelines. Gegründet wurde das Unternehmen bereits im Jahr 1908. Trotz Umsätzen von 7,36 Milliarden Dollar fiel im vergangenen Jahr ein Verlust von 571 Millionen Dollar an.

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November 2016: Auf diese Aktien setzt Corvex Capital

Hinter Corvex Capital steht der Elite-Investor Keith Meister, einer der ehemaligen engsten Mitarbeiter des bekannten US-Fianzinvestors Carl Icahn. Bevor er seinen eigenen Hedgefonds im Jahr 2011 gegründet hat, war er als die rechte Hand von Carl Icahn bekannt.

Dort verfeinerte Meister seine Anlagestrategie und fokussierte sich auf eine aggressive Anlagepolitik. In der Regel versucht Meister bei seinen Anlagen auch in die Unternehmensstrategie einzugreifen und das Management auf wertsteigernde Maßnahmen zu trimmen.

Die Investmentlegende Carl Icahn war von Meister offenbar so begeistert, dass er seinen neuen Fonds mit 250 Millionen Dollar Startkapital unterstützte. Mittlerweile verwaltet Corvex Capital über 7 Milliarden Dollar an Anlegergeldern. Zur Zeit fährt Meister mit 29 Aktien ein sehr konzentriertes Portfolio.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Keith Master lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Corvex Capital:

Yum Brands:

Die größte Position im Portfolio von Meister ist mit Abstand die Aktie von Yum Brands. Insgesamt stecken 1,35 Milliarden Dollar der Anlegergelder beziehungsweise 25,54% des Gesamtportfolios in dem Unternehmen. Damit hat sich die Gewichtung der Aktie zum Vorquartal nicht verändert. Insgesamt hält Meister somit 5,73% aller ausstehenden Aktien der Gesellschaft.

Yum Brands ist die weltgrößte Unternehmensgruppe für Systemgastronomie mit mehr als 42.500 Restaurants in 130 Ländern. Zur Unternehmensgruppe gehören die Restaurantketten KFC, Pizza Hut, Taco Bell, Wing Street, Little Sheep Hot Pot und East Dawning.Mit Umsätzen von zuletzt 13,10 Milliarden Dollar erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 1,29 Milliarden Dollar (Gewinnspanne von 9,87%).

Williams Companies:

Zweitgrößte Aktien-Position im Portfolio von Corvex Capital ist die Aktie von Williams Companies. Die aktuelle Gewichtung liegt bei 10,81% der gesamten Anlagesumme. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Manager seine Position aber deutlich um 55,31% reduziert. Somit sind knapp 570 Millionen Dollar der Kundengelder in dem Unternehmen investiert.

Nach dem deutlichen Abverkauf hält Meister noch 2,48% aller ausstehenden Aktien des Zielunternehmens. Williams Companies ist ein US-amerikanisches Unternehmen mit Firmensitz in Tulsa, Oklahoma. Die Kerngeschäfte von Williams sind die Produktion und Weiterverarbeitung von Erdgas sowie der Betrieb von Gaspipelines. Gegründet wurde das Unternehmen 1908 in Fort Smith, Arkansas. Zuletzt erzielte die Gesellschaft bei Erlösen von 7,36 Milliarden Dollar einen Verlust von 571 Millionen Dollar.

Yum China Holdings

Drittgrößte Position des Hedgefondsmanagers ist die Aktie von Yum China Holdings Insgesamt hält Meister Aktien im Gegenwert von 544 Millionen Dollar. Das entspricht 5,49% aller ausstehenden Papiere des Unternehmens und 10,28% des Portfolios von Corvex Capital. Im Vergleich zum Vorquartal hat Meister die Position unverändert gelassen.

Die Holding betreibt rund 7.300 Restaurants in annähernd 1.100 Städten. Dabei unterhält die Firma exklusive Lizenzrechte für KFC, Pizza Hut und Taco Bell in China.

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Eli Lilly: Schwarzer Tag für US-Pharmariese

Das war ein wahrlich schwarzer Tag in der Unternehmensgeschichte des US-Pharmakonzerns Eli Lilly. Denn der Traum eines neuen Blockbuster-Medikaments hat sich vorerst ausgeträumt.  Das Hoffnungspräparat für Alzheimer-Patienten Solanezumab hat sich in Forschungstest als wirkungslos ergeben. Kein Wunder also, dass die Reaktion der Anleger deutlich ausfiel. Mit einem Kursminus von über 10% lösten sich mehr als 7 Milliarden Dollar Börsenwert sprichwörtlich in Luft auf.

Was der Rückschlag in der Forschungspipeline zu bedeuten hat und wie die mittelfristige Perspektive aussieht, erfahren Sie jetzt.

Alzheimer ist schwer zu knacken

Der Rückschlag erwischte viele Anleger auf dem falschen Fuß. Mit dem Medikament zur Bekämpfung der Alzheimer-Krankheit war der US-Konzern Eli Lilly bereits in der sogenannten Phase-III mit seinen klinischen Studien. Das bedeutet, dass der Konzern das Arzneimittel bereits an einem größten Patientenkollektiv testete.

Ziel der Phase III ist es zu sehen, ob sich die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit des Medikaments auch bei vielen Patienten bestätigen lässt. Nach positivem Abschluss dieser Phase hätte Eli Lilly die Marktzulassung bei der Behörde für Lebens- und Arzneimittel (FDA) beantragen können. Doch daraus wird wohl erst einmal nichts. Denn die Ergebnisse fielen eindeutig aus. Bei Patienten, die mit dem Alzheimer-Präparat behandelt wurden, konnten leider keine statistisch belastbare Verlangsamung im Krankheitsverlauf erzielt werden.

Was wäre wenn….

Im Erfolgsfall hätte Eli Lilly richtig abräumen können. Denn Solanezumab wäre das erste Präparat einer neuen Kategorie von Alzheimer-Medikamenten gewesen. Das Besondere an dem Arzneimittel war, dass es nicht nur die Symptome von Alzheimer verlangsamen, sondern auch den Verlauf der Krankheit deutlich verlangsamen sollte. Das Absatzpotenzial wurde von Experten auf einen zweistelligen Milliardenbetrag taxiert.

Ein doppelter Rückschlag also. Denn auch die Forschung an dem Medikament dürfte bislang bereits 150 Millionen Dollar verschlungen haben. Die Patienten müssen also weiter hoffen. Denn zuletzt erwies sich der Kampf gegen Alzheimer als äußerst zäh.

Weltweit sind 40 Millionen Menschen von der Krankheit betroffen, Tendenz steigend. In den vergangenen 15 Jahren gab es leider keine bahnbrechenden Erfolge mehr. Die bisherigen Bemühungen mit Medikamenten und Impfstoffen sind alle wegen fehlender Wirksamkeit oder schwerer Nebenwirkungen gescheitert. Die letzten Neuzulassungen gab es in den 90er-Jahren.

Deutlicher Umsatzrückgang in den letzten Jahren

Dabei wäre ein neuer Blockbuster genau das gewesen, was Eli Lilly gebraucht hätte. Denn mit einem Jahresumsatz von zuletzt von 19,59 Milliarden Dollar lagen die Erlöse deutlich unter dem Niveau von 2011. Hier gingen bei dem Pharmariesen noch 24,28 Milliarden Dollar durch die Bücher. Auslaufende Patente hatten die Geschäftsentwicklung deutlich gebremst.

Auch beim Gewinn musste Eli Lilly Abstriche machen. Mit 2,40 Milliarden Dollar Gewinn erreichte das Unternehmen eine Gewinnspanne von 12,07%. Damit war der Pharmakonzern meilenweit von seinen alten Rekordmargen von über 20% entfernt.

Analysten sehen Talsohle dennoch erreicht

Mitte Dezember will Lilly nun eine überarbeitete Prognose für das Gesamtjahr und einen Ausblick für 2017 veröffentlichen. Die Analysten rechnen trotz des Rückschlags mit positiven Zuwächsen in den kommenden Jahren. Von 3,53 Dollar je Aktie soll der Gewinn bis auf 4,85 im Jahr 2019 nach oben klettern. Das durchschnittliche Kursziel sehen die Analysten mit 86,71 Dollar deutlich über dem aktuellen Börsenkurs von 68 Dollar (keine Kaufempfehlung).

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