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Continental-Aktie: Investitionen in Elektro-Antrieb bremsen Geschäfte aus

Dass Anleger oft die kurzfristige Brille aufhaben, zeigt Ihnen die aktuelle Entwicklung bei der Aktie des Automobil-Zulieferers Continental.

Der Konzern schraubt seine Investitionen in den Zukunftsmarkt mit Elektro-Antrieben nach oben und will sich damit zukünftiges Wachstums-Potenzial sichern.

Den Anlegern missfällt der Schritt, da er auf die kurzfristige Gewinn-Entwicklung drückt.

Einer der größten Automobil-Zulieferer weltweit

Mit einem Jahres-Umsatz von mehr als 40 Mrd. € und über 200.000 Mitarbeitern gehört Continental neben der japanischen Denso und der Robert Bosch GmbH zu den Top 3 Automobil-Zulieferern weltweit.

Das Geschäft ruht auf zwei Säulen:

1) der Automobil-Zulieferung mit den Bereichen Chassis & Safety, Powertrain und Interior sowie

2) der „Rubber Group“, in der v. a. das Reifengeschäft beheimatet ist.

Im Bereich der Automobil-Zulieferung liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen (Fahr-) sicherheit, Bremsen, Antriebsstrang und Infotainment.

Im Reifengeschäft (PKW & LKW) werden sowohl die Hersteller als auch das Ersatzgeschäft bedient. Der Anteil des Ersatzgeschäfts liegt bei ca. 76%.

Globale Präsenz und breite diversifizierte Kundenstruktur

Continental ist global präsent und verfügt über eine weit diversifizierte Kundenstruktur.

Die Konzentration auf die Aspekte Sicherheit, Emissions-Reduzierung, Infotainment sichert überdurchschnittliche Wachstumsraten.

Der hohe technische Anspruch, das schnelle Innovations-Tempo und die globale Positionierung stellen im Automobil-Zuliefergeschäft Markteintritts-Barrieren für Wettbewerber dar.

Die frühzeitige Verlagerung von Produktions-Kapazitäten in Niedriglohn-Länder (insbes. im Reifengeschäft) verleiht Continental einen kompetitiven Vorteil und sichert das hohe Margen-Niveau.

Conti setzt auf Elektro-Antrieb

Dass die Zukunft beim Elektroauto liegt, davon ist Firmenchef Elmar Degenhart überzeugt.

Kein Wunder also, dass er bis 2021 rund 300 Mio. € in die Entwicklung von innovativen Elektro-Antrieben stecken will und damit mehr als ursprünglich geplant.

Für Sie zum Vergleich: In den vergangenen 5 Jahren sind bereits Gelder in Höhe von 1 Mrd. € in diesen Entwicklungs-Bereich geflossen.

Dabei dürften sich die Investitionen v. a. auf lange Sicht auszahlen. Zwar wird es einige Zeit dauern, bis der Verbrennungsmotor wirklich in den Hintergrund rückt.

Bis ins Jahr 2025 könnten Elektro-Antrieb laut Degenhart einen Marktanteil von 10% und Hybrid-Antriebe 30% erreicht haben.

Bis 2021 will Conti den Umsatz mit elektrifizierten Antrieben von zuletzt 130 Mio. auf bis zu 1 Mrd. € nach oben fahren.

Spartenchef Jose Avila hält bis 2025 dann eine weitere Umsatz-Verdopplung auf 2 Mrd. € für möglich.

Margenziele eingedampft

Allerdings gehen die höheren Entwicklungs-Kosten erst einmal auf die Kosten der Marge. So peilt der Automobil-Zulieferer jetzt eine operative Marge von 10% im Jahr 2019 an.

Vorher peilte der Konzern 10% inklusive möglicher Anlaufverluste aus dem Elektrobereich an.

Analysten sind zurückhaltend

Unterdessen zeigen sich die Analysten zurückhalten und unentschlossen. Bei einem erwarteten Gewinn je Aktie von 17,68 € in 2018 wird der Konzern aktuell mit dem 11-Fachen der Gewinne bewertet.

Die Experten sehen bei einem durchschnittlichen Kursziel von 203,5 € (aktueller Kurs: 203,5 €) aktuell hingegen kein Gewinn-Potenzial mehr.

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Continental-Aktie: Investitionen in Elektroantrieb bremsen Geschäfte aus

Dass Anleger oft die kurzfristige Brille aufhaben, zeigt Ihnen die aktuelle Entwicklung bei der Aktie des Automobilzulieferers Continental. Der Konzern schraubt seine Investitionen in den Zukunftsmarkt mit Elektroantrieben nach oben und will sich damit zukünftiges Wachstumspotenzial sichern. Den Anlegern missfällt der Schritt, da er auf die kurzfristige Gewinnentwicklung drückt.

Einer der größten Automobilzulieferer weltweit

Mit einem Jahresumsatz von mehr als 40 Mrd. Euro und über 200.000 Mitarbeitern gehört Continental neben der japanischen Denso und der Robert Bosch GmbH zu den Top 3 Automobilzulieferern weltweit.

Das Geschäft ruht auf zwei Säulen: 1) der Automobilzulieferung mit den Bereichen Chassis & Safety, Powertrain und Interior sowie 2) der „Rubber Group“, in der vor allem das Reifengeschäft beheimatet ist. Im Bereich der Automobilzulieferung liegen die Kernkompetenzen in den Bereichen (Fahr-) sicherheit, Bremsen, Antriebsstrang und Infotainment. Im Reifengeschäft (Pkw & Lkw) werden sowohl die Hersteller als auch das Ersatzgeschäft bedient. Der Anteil des Ersatzgeschäfts liegt bei ca. 76%.

Globale Präsenz und breite diversifizierte Kundenstruktur

Continental ist global präsent und verfügt über eine weit diversifizierte Kundenstruktur. Die Konzentration auf die Aspekte Sicherheit, Emissionsreduzierung, Infotainment sichert überdurchschnittliche Wachstumsraten.

Der hohe technische Anspruch, das schnelle Innovationstempo und die globale Positionierung stellen im Automobilzuliefergeschäft Markteintrittsbarrieren für Wettbewerber dar. Die frühzeitige Verlagerung von Produktionskapazitäten in Niedriglohnländer (insb. im Reifengeschäft) verleiht Continental einen kompetitiven Vorteil und sichert das hohe Margenniveau.

Conti setzt auf Elektroantrieb

Dass die Zukunft beim Elektroauto liegt, davon ist Firmenchef Elmar Degenhart überzeugt. Kein Wunder also, dass er bis 2021 rund 300 Mio. Euro in die Entwicklung von innovativen Elektroantrieben stecken will und damit mehr als ursprünglich geplant.

Für Sie zum Vergleich: In den vergangenen fünf Jahren sind bereits Gelder in Höhe von 1 Mrd. Euro in diesen Entwicklungsbereich geflossen. Dabei dürften sich die Investitionen vor allem auf lange Sicht auszahlen. Zwar wird es einige Zeit dauern, bis der Verbrennungsmotor wirklich in den Hintergrund rückt. Bis ins Jahr 2025 könnten Elektroantrieb laut Degenhart einen Marktanteil von 10% und Hybridantriebe 30% erreicht haben.

Bis 2021 will Conti den Umsatz mit elektrifizierten Antrieben von zuletzt 130 Mio. auf bis zu einer Mrd. Euro nach oben fahren. Spartenchef Jose Avila hält bis 2025 dann eine weitere Umsatzverdopplung auf 2 Mrd. Euro für möglich.

Margenziele eingedampft

Allerdings gehen die höheren Entwicklungskosten erst einmal auf die Kosten der Marge. So peilt der Automobilzulieferer jetzt eine operative Marge von 10% im Jahr 2019 an. Vorher peilte der Konzern 10% inklusive möglicher Anlaufverluste aus dem Elektrobereich an.

Analysten sind zurückhaltend

Unterdessen zeigen sich die Analysten zurückhalten und unentschlossen. Bei einem erwarteten Gewinn je Aktie von 17,68 Euro in 2018 wird der Konzern aktuell mit dem 11-Fachen der Gewinne bewertet. Die Experten sehen bei einem durchschnittlichen Kursziel von 203,5 Euro (aktueller Kurs: 203,5 Euro) aktuell hingegen kein Gewinnpotenzial mehr.

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Fresenius-Aktie: Gesundheits-Konzern im Kaufrausch

Jetzt macht Fresenius Firmenchef Stephan Sturm Ernst:

Kaum ist die mit dem Kauf des spanischen Klinik-Betreibers Quironsalud für 5,8 Mrd. € größte Übernahme der Firmengeschichte unter Dach und Fach, folgt der nächste Schlag:

In einem spektakulären Milliarden-Deal verstärkt sich der hessische Gesundheits-Konzern mit Akorn jetzt auch in den USA.

Den Anlegern scheint der Zukauf zu gefallen; die Aktie notiert trotz der kräftigen Zugewinne der vergangenen Tage weiter nahe ihrem Allzeithoch.

Das Geld sitzt locker

Innerhalb weniger Monate meldet der Bad Homburger Gesundheits-Konzern erneuten Vollzug.

Für 34 Dollar je Aktie schluckt Fresenius den auf Nachahmer-Medikamente spezialisierten US-Konzern Akorn. Das entspricht einem Unternehmenswert von rund 4,4 Mrd. Dollar.

Zusätzlich übernimmt der Konzern Schulden im Wert von rund 410 Mio. €. Sollten in den kommenden Jahren bestimmte Entwicklungs-Ziele erreicht werden, müsste Fresenius weitere 500 Mio. € auf den Tisch legen.

Attraktives Angebot für die Anleger

Dabei ist der Deal für den US-Wettbewerber durchaus attraktiv. Zum Zeitpunkt von den Verhandlungen war das Unternehmen noch 1 Mrd. Dollar weniger wert.

Für den stolzen Kaufpreis verleibt sich Fresenius einen Generika-Konzern mit mehr als 2.000 Mitarbeitern ein, der im vergangenen Jahr einen Jahres-Umsatz von 1,1 Mrd. Dollar erzielte.

Bei einem Nettogewinn von 184 Mio. Dollar betrug die Gewinnmarge 16,50%.

Aber auch für Fresenius sollte sich der Zukauf rechnen, immerhin peilt die Konzernführung jährliche Synergie-Effekte von 100 Mio. Dollar ein.

Darüber hinaus erhält Fresenius guten Zugang zu kleineren amerikanischen Klinken.

Überraschender Deal mit Merck verkündet

Der Akorn-Zukauf ist aber nicht die einzige Überraschung. Denn Fresenius gab gleich einen weiteren Deal bekannt:

Für 170 Mio. € schluckt die Generika-Sparte Kabi nämlich das Biosimilar-Geschäft, also den Bereich mit Nachahmer-Medikamenten, des Darmstädter Pharmariesen Merck.

Auch hier könnten weitere 500 Mio. € fällig werden, sollte die übernommene Sparte bestimmte Meilensteine erreichen.

In diesem Geschäft rechnet Fresenius aber erst ab 2023 mit einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Bei den Umsätzen wollen die Hessen einen hohen 3-stelligen Millionen-Euro-Bereich erreichen.

Dafür sind aber erst einmal kräftige Investitionen notwendig. Kaufpreis und Meilenst-Einzahlungen incl. will Fresenius 1,4 Mrd. € in das Geschäft stecken.

Dabei gilt der Bereich als Wachstums-Segment, da in den kommenden Jahren einige der größten Marken-Biopharmazeutika ihren Patenschutz verlieren.

Übernahmen sollen mit Fremdkapital finanziert werden

Die Zukäufe werden sich nach Einschätzung des Konzerns ab 2021 positiv auf das Ergebnis auswirken.

Auf eine Kapital-Erhöhung will der Konzern allerdings verzichten. Die Übernahmen will Fresenius nämlich mit Fremdkapital finanzieren.

Management hält an Gewinnzielen fest

Unterdessen hält das Management an den Gewinnzielen fest und erhöht diese nicht. Die Erlöse sollen um mehr als die Hälfte auf 43 – 47 Mrd. € steigen. Dabei sind die jetzt erfolgten Zukäufe noch nicht eingerechnet.

Für 2020 bestätigte das Management sein ausgegebenes Gewinnziel von 2,4 – 2,7 Mrd. €.

Für Sie zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 29,08 Mrd. €.

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Fresenius-Aktie: Gesundheitskonzern im Kaufrausch

Jetzt macht Fresenius Firmenchef Stephan Sturm Ernst. Kaum ist die mit dem Kauf des spanischen Klinikbetreibers Quironsalud für 5,8 Milliarden Euro größte Übernahme der Firmengeschichte unter Dach und Fach, folgt der nächste Schlag. In einem spektakulären Milliarden-Deal verstärkt sich jetzt der hessische Gesundheitskonzern in den USA. Den Anlegern scheint der Zukauf zu gefallen. Die Aktie notiert trotz der kräftigen Zugewinne der vergangenen Tage weiter nahe ihrem Allzeithoch.

Das Geld sitzt locker

Innerhalb weniger Monate meldet der Bad Homburger Gesundheitskonzern erneuten Vollzug. Für 34 Dollar je Aktie schluckt Fresenius den auf Nachahmer-Medikamente spezialisierten US-Konzern Akorn. Das entspricht einem Unternehmenswert rund 4,4 Milliarden Dollar.

Zusätzlich übernimmt der Konzern Schulden im Wert von rund 410 Millionen Euro. Sollten bestimmte Entwicklungszielen in den kommenden Jahren erreicht werden, müsste Fresenius weitere 500 Millionen Euro auf den Tisch legen.

Attraktives Angebot für die Anleger

Dabei ist der Deal für den US-Wettbewerber durchaus attraktiv. Zum Zeitpunkt von den Verhandlungen war das Unternehmen noch 1 Milliarden Dollar weniger wert. Für den stolzen Kaufpreis verleibt sich Fresenius einen Generikakonzern mit mehr als 2.000 Mitarbeitern ein, der im vergangenen Jahr einen Jahresumsatz von 1,1 Milliarden Dollar erzielte.

Bei einem Nettogewinn von 184 Millionen Dollar betrug die Gewinnmarge 16,50%. Aber auch für Fresenius sollte sich der Zukauf rechnen. Immerhin peilt die Konzernführung jährliche Synergieeffekte von 100 Millionen Dollar ein. Darüber hinaus erhält Fresenius guten Zugang zu kleineren amerikanischen Klinken.

Überraschender Deal mit Merck verkündet

Der Akorn-Zukauf ist aber nicht die einzige Überraschung. Denn Fresenius gab gleich einen weiteren Deal bekannt. Für 170 Millionen Euro schluckt die Generika-Sparte Kabi nämlich das Biosimilar-Geschäft, also den Bereich mit Nachahmermedikamenten, des Darmstädter Pharmariesen Merck. Auch hier könnten weitere 500 Millionen Euro fällig werden, sollte die übernommene Sparte bestimmte Meilensteine erreichen.

In diesem Geschäft rechnet Fresenius aber erst ab 2023 mit einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag. Bei den Umsätzen wollen die Hessen einen hohen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich erreichen. Dafür sind aber erst einmal kräftige Investitionen notwendig. Kaufpreis und Meilensteinzahlungen inklusive will Fresenius 1,4 Milliarden Euro in das Geschäft stecken. Dabei gilt der Bereich als Wachstumssegment, da in den kommenden Jahren einige der größten Marken-Biopharmazeutika ihren Patenschutz verlieren.

Übernahmen sollen mit Fremdkapital finanziert werden

Die Zukäufe werden sich nach Einschätzung des Konzerns ab 2021 positiv auf das Ergebnis auswirken. Auf eine Kapitalerhöhung will der Konzern allerdings verzichten. Die Übernahmen will Fresenius nämlich mit Fremdkapital finanzieren.

Management hält an Gewinnzielen fest

Unterdessen hält das Management an den Gewinnzielen fest und erhöht diese nicht. Die Erlöse sollen um mehr als die Hälfte auf 43 bis 47 Milliarden Euro steigen. Dabei sind die jetzt erfolgten Zukäufe noch nicht eingerechnet. . Für 2020 bestätigte das Management sein ausgegebenes Gewinnziel von 2,4 bis 2,7 Milliarden Euro. Für Sie zum Vergleich: Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte die Gesellschaft einen Umsatz von 29,08 Milliarden Euro.

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