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Ryanair-Aktie: Billigflieger nach Zahlen weiter im Höhenflug

Die Luftfahrtbranche gilt als schwieriger Ort für Anleger. Stark zyklisch, geprägt von hohen Fixkosten und konfrontiert mit stark schwankenden Kerosinpreisen schaffen es die wenigsten Airlines dauerhaft hohe Profite einzufahren. Hinzu kommt ein Preiskampf, der permanent an Schärfe gewinnt. Trotz dieses widrigen Umfelds gelingt es dem irischen Billigflieger Ryanair seit Jahren seine Konkurrenz zu deklassieren.

Kein Wunder also, dass der Aktienkurs seinen Höhenflug ungebremst fortsetzt. In den vergangenen 12 Monaten legten die Papiere immerhin um 29% an Wert zu, auf Sicht der letzten fünf Jahre summiert sich das Plus auf beachtliche 323%.

Iren schütteln sinkende Ticketpreise ab

Die gerade vorgelegten Ergebnisse waren beeindruckend. Denn das vergangene Geschäftsjahr war alles andere als einfach. Permanente Terrorängste, das Brexit-Votum und der harte Wettbewerb haben sich in sinkenden Ticketpreisen niedergeschlagen.

Die Kunden zahlten mit einem Durchschnittspreis von 41 Euro immerhin 13% weniger für ein Flugticket als im Vorjahr. Dafür konnten die Iren bei anderen Kennzahlen glänzen. Die Zahl der beförderten Fluggäste kletterte im Gegenzug um 13% auf 120 Millionen an. Bei einem auf 6,6 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz (+2%) erzielte Ryanair einen Gewinn von 1,3 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anstieg um 6%.

Von diesen Renditen träumt die Konkurrenz

Die Zahlen zeigen eines ganz deutlich. Mit einer Gewinnspanne von 19% operiert der Billigflieger deutlich effizienter als seine Konkurrenz. Für Sie zum Vergleich: Die deutsche Lufthansa kam gerade einmal auf eine Rendite von 5,67%. Die hohen Gewinnmargen sind das Ergebnis von Ryanairs stringenter Strategie. Unternehmenschef Michael O’Leary trimmt die Airline konsequent auf das Motto „no frills“ („Kein Schnickschnack“). Hinter dieser griffigen Formulierung verbirgt sich knallharte Kostenkalkulation.

Mit anderen Worten: Ryanair holt aus Mitarbeitern, Kunden und Flugzeugen so viel wie möglich heraus. Jedes noch so kleine Extra kostet bei der irischen Fluggesellschaft zusätzliches Geld. Ob Gepäck, eine Sitzplatzreservierung oder Fluginformationen per SMS. Die Zusatzleistungen sind eine kleine Goldgrube für den Konzern und machen mittlerweile mehr als 25% der Gesamtumsätze aus. Auch beim Kostenmanagement zeigt sich Ryanair ambitioniert: So fielen die Kosten im Jahresvergleich um satte 11% (ohne Kerosin um 5%).

Weiteres Gewinnplus erwartet

Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Firmenchef O’Leary ausgesprochen zuversichtlich. Obwohl ein weiterer Preisrückgang um 5-7% erwartet wird, sollen die Gewinne weiter auf 1,4 bis 1,45 Mrd. Euro steigen. Die Zahl der Passagiere von Ryanair soll auf 130 Millionen steigen. Seinem Geschäftsmodell will Ryanair unterdessen treu bleiben. Anders als andere Billigflieger setzt Ryanair auch in der Zukunft nicht auf eigene Langstrecken. Stattdessen wollen sich die Iren als Zulieferer anderer Airlines unverzichtbar machen.

Dafür will Ryanair jetzt an Fraports Heimatflughafen in Frankfurt am Main angreifen. Zuvor wurde der Flughafen auf Grund der hohen Kosten gemieden – jetzt treten die Iren in direkte Konkurrenz zur Deutschen Lufthansa.

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Mai 2017: Die 5 größten Aktien-Positionen des Top-Investors David Einhorn

Der Top-Investor David Einhorn setzt sowohl auf steigende wie auch auf fallende Aktienkurse. In der Finanzkrise 2008 hat er so vom Niedergang der US-Investmentbank Lehman Brothers profitiert.

Seit Gründung seines Hedge-Fonds Greenlight Capital in 1996 erzielten seine Anleger im Durchschnitt mehr als 20% Wertzuwachs pro Jahr.

Heute möchte ich Ihnen die derzeit 5 größten Aktien-Positionen des erfolgreichen Hedge-Fondsmanagers David Einhorn vorstellen. Hier die komplette Übersicht der Top-5-Positionen von Greenlight Capital:

General Motors

Größte Position ist die Aktie des Automobil-Herstellers General Motors. Insgesamt hat Einhorn 1,93 Mrd. $ in dem Autobauer investiert. Die Aktie macht somit eine Gewichtung von ca. 26% des gesamten Portfolios von Einhorn aus.

Damit zeigt sich Einhorn weiter ausgesprochen zuversichtlich. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Fondsmanager die Position um 315% erhöht. Einhorn hält mittlerweile 3,63% aller ausstehenden General Motors-Aktien.

AerCap Holdings

Zweitgrößte Position ist die Aercap Holdings-Aktie mit einer Portfolio-Gewichtung von 8%. Einhorn hält Aercap-Aktien im Wert von gut 572 Mio. $ im Bestand. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Fondsmanager sein Investment minimal um 1,27% reduziert.

Der Konzern ist eine niederländische Holding und zählt den größten Gesellschaften im Bereich Flugzeug-Leasing. 2014 wurde die US-amerikanische ILFC übernommen und vollständig in den Konzern integriert. Zuletzt erzielte Aercap bei Erlösen von 5,01 Mrd. $ einen Gewinn von 1,04 Mrd. $ und damit eine Gewinnmarge von 20,7%.

Apple

Drittgrößte Position ist die Apple-Aktie mit einer Portfolio-Gewichtung von 7,9%. Einhorn hält Apple-Aktien im Wert von gut 570 Mio. $ im Bestand. Allerdings hat Einhorn im vergangenen Quartal die Position um fast ein Drittel reduziert.

Gegenüber dem Unternehmen will Einhorn seinen Einfluss als Großinvestor weiterhin geltend machen: Seine Forderung nach einer größeren Dividendenausschüttung hat im bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt.

Consol Energy

Viertgrößte Beteiligung ist die Aktie des US-Konzerns Consol Energy. Die Aktienposition wurde im vergangenen Quartal um 47,13% nach oben gefahren und macht derzeit 5,29% des Portfolios aus. Insgesamt hat Einhorn knapp 380 Mio. $ in dem Konzern investiert. Damit hält der Investor 9,85% aller ausstehenden Aktien von Consol Energy.

Consol Energy ist in der Förderung von Steinkohle sowie Öl und Gas tätig. Bei Erlösen von 2 Mrd. $ schrieb der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr rote Zahlen und musste einen Verlust von 848 Mio. $ ausweisen.

Mylan

Fünftgrößte Position ist die Aktie des Pharmakonzerns Mylan. Die Aktie macht eine Gewichtung von ca. 4,7% des gesamten Portfolios von Einhorn aus.

Im Vergleich zum Vorquartal hat Einhorn die Position in dem Konzern nahezu unverändert gelassen. Insgesamt hat Einhorn gut 338 Mio. $ in den Konzern investiert.

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Mai 2017: Auf diese Aktien setzt Corvex Capital

Hinter Corvex Capital steht der Elite-Investor Keith Meister, einer der ehemaligen engsten Mitarbeiter des bekannten US-Fianzinvestors Carl Icahn. Bevor er seinen eigenen Hedgefonds im Jahr 2011 gegründet hat, war er als die rechte Hand von Carl Icahn bekannt. Dort verfeinerte Meister seine Anlagestrategie und fokussierte sich auf eine aggressive Anlagepolitik. In der Regel versucht Meister bei seinen Anlagen auch in die Unternehmensstrategie einzugreifen und das Management auf wertsteigernde Maßnahmen zu trimmen.

Die Investmentlegende Carl Icahn war von Meister offenbar so begeistert, dass er seinen neuen Fonds mit 250 Millionen Dollar Startkapital unterstützte. Mittlerweile verwaltet Corvex Capital über 7 Milliarden Dollar an Anlegergeldern. Zur Zeit fährt Meister mit 33 Aktien ein sehr konzentriertes Portfolio.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Keith Master lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Corvex Capital:

Yum Brands:

Die größte Position im Portfolio von Meister ist mit Abstand die Aktie von Yum Brands. Insgesamt stecken 508 Milliarden Dollar der Anlegergelder beziehungsweise 14,18% des Gesamtportfolios in dem Unternehmen. Damit hat sich die Gewichtung der Aktie zum Vorquartal deutlich reduziert (-62%). Insgesamt hält Meister somit 2,28% aller ausstehenden Aktien der Gesellschaft.

Yum Brands ist die weltgrößte Unternehmensgruppe für Systemgastronomie mit mehr als 42.500 Restaurants in 130 Ländern. Zur Unternehmensgruppe gehören die Restaurantketten KFC, Pizza Hut, Taco Bell, Wing Street, Little Sheep Hot Pot und East Dawning.Mit Umsätzen von zuletzt 6,3 Milliarden Dollar erzielte der Konzern einen Nettogewinn von 1,6 Milliarden Dollar (Gewinnspanne von 25,43%).

Yum China Holdings

Zweitgrößte Position des Hedgefondsmanagers ist die Aktie von Yum China Holdings Insgesamt hält Meister Aktien im Gegenwert von 281 Millionen Dollar. Das entspricht 2,69% aller ausstehenden Papiere des Unternehmens und 7,86% des Portfolios von Corvex Capital. Im Vergleich zum Vorquartal hat Meister die Position um 29,25% nach unten gefahren.

Die Holding betreibt rund 7.300 Restaurants in annähernd 1.100 Städten. Dabei unterhält die Firma exklusive Lizenzrechte für KFC, Pizza Hut und Taco Bell in China.

Pandora Media:

Drittgrößte Aktien-Position im Portfolio von Corvex Capital ist die Aktie von Pandora Media. Die aktuelle Gewichtung liegt bei 6,85% der gesamten Anlagesumme. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Manager seine Position aber deutlich um 78,25% ausgebaut. Somit sind knapp 245 Millionen Dollar der Kundengelder in dem Unternehmen investiert.

Nach Aufstockung hält Meister 8,64% aller ausstehenden Aktien des Zielunternehmens. Pandora Media ist ein amerikanisches Internetunternehmen, das das gleichnamige Internetradio betreibt. Zuletzt erzielte die Gesellschaft bei Erlösen von 1,38 Milliarden Dollar einen Verlust von 360 Millionen Dollar.

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Delivery Hero: Warum der Lieferdienst noch vor der Sommerpause an die Börse will

Was lange währt, wird endlich gut. Schon seit Monaten scharren die Anleger von Rocket Internet mit den Hufen und sehnen den Börsengang der Tochtergesellschaft Delivery Hero herbei. Jetzt könnte der Sprung aufs Parkett kurz bevorstehen. Das berichten zumindest einige Insider. Demnach könnte das IPO noch vor der Sommerpause über die Bühne gehen.

Letzte Bewertung lag bei 3,5 Milliarden Euro

Genaue Details zu dem Börsengang sind allerdings noch nicht durchgesickert. Die letzte öffentliche Bewertung wurde Anfang Mai bekannt gegeben. Damals investierte der südafrikanische Medienkonzern Naspers 387 Millionen Euro in den Konzern – die Bewertung des Lieferdienstes lag bei etwa 3,5 Milliarden Euro.

Lieferdienst im Wachstumsmodus

Delivery Hero wurde 2011 in Berlin gegründet und beschäftigt heute mehr als 5.000 Mitarbeiter in etwa 40 Ländern. Vergangenes Jahr setzte die Lieferdienst-Plattform 300 Millionen Euro um. Auch im ersten Quartal hielt das hohe Wachstumstempo an.

Mit der Plattform für Essenslieferungen, inklusive der Tochterfirma Lieferheld, Foodora und Pizza.de setzte das Unternehmen 121 Millionen Euro um. Das ist fast doppelt so viel (+93%) wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dazu haben alle Regionen beigetragen, besonders stark waren die Steigerungen aber in Asien (+22%) und Amerika (+13%).

Gewinne Fehlanzeige

Trotz des starken Zuwachses schreibt Delivery Hero weiterhin Verluste. Zwar wickelte der Konzern im ersten Quartal 63 Millionen Bestellungen ab (+62%), aber der harte Wettbewerb fordert seinen Tribut. Denn Rivalen wie Takeaway (Lieferando) und Deliveroo geben ebenso mächtig Gas und versuchen sich ein großes Stück des Kuchens zu sichern.

Genaue Zahlen zu den Verlusten hat das Unternehmen leider nicht veröffentlicht. Gemäß Insidern dürfte aber alleine die Tochter Foodora zwischen 5 bis 6 Millionen Euro Verlust erwirtschaftet haben. Für Sie zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2015 verbrannte der Konzern insgesamt 253 Millionen Euro.

Bewährungsprobe für Rocket Internet

Dabei ist der erfolgreiche Börsengang nicht nur für die weitere Expansion des Lieferspezialisten absolut notwendig. Auch für den Großaktionär Rocket Internet (33% aller Anteile) muss der Sprung auf das Parkett gelingen. Denn die Start-Up-Schmiede aus Berlin muss endlich zeigen, dass sie Geschäftsmodelle erfolgreich aus der Gründungsphase auch an den Kapitalmarkt bringen kann. Die Aktionäre feiern vorab und schieben den Kurs der Rocket Internet Papiere schon kräftig an.

Da scheint es die Anleger offenbar wenig zu stören, dass die Unternehmensbewertung mit unter 4 Milliarden Euro deutlich unter den ursprünglichen Expertenschätzungen zurückbleiben könnte. Diese hielten im vergangenen Jahr noch eine Bewertung von bis zu 6,5 Milliarden Dollar für möglich.

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