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Software AG-Aktie: Darmstädter Softwarekonzern schraubt Jahresprognose nach oben

Wie gewonnen so zerronnen. Trotz einer erhöhten Jahresprognose konnte die Aktie der Darmstädter Software AG ihre anfänglichen Gewinne von über 3% nicht halten. In einem schwachen Marktumfeld rutschten die Papiere sogar leicht in die Verlustzone. Seit Jahresbeginn summieren sich die Kursaufschläge in der Aktie auf gut 10%. Damit hat die Aktie allerdings nur die Hälfte der Gewinne des Vergleichsindex TECDAX mitgemacht.

Viertgrößter Softwarekonzern Europas

Wussten Sie, dass es sich bei der Software AG um ein wahres hessisches Traditionsunternehmen handelt? Immerhin wurde der Softwarespezialist bereits im Jahr 1969  gegründet. Heute  gehört  der Konzern zu  den vier  größten  Softwareunternehmen  Europas.  Dabei umfassen die Geschäftsaktivitäten die folgenden Segmente:

Im Bereich DBP  (Digitial  Business  Platform) betreibt das Unternehmen eine Softwareplattform  für  Geschäfts-  und  IT-Transformation,  Analytik  und Entscheidungsfindung, Prozessoptimierung, Integration und In-Memory-Datenmanagement.

Im Segment A&N  (Adabas  &  Natural) bietet  der Konzern seine Hochleistungsdatenbank  Adabas  an,  die auf  sogenannten Mainframe-Rechnern zum Einsatz kommt.

Hohe Kundenbindung und hohe Wettbewerbsqualität

Zahlreiche Analysten loben die hohe Kundenbindung der Firma durch die Verzahnung mit der IT der Unternehmen. Das mündet in Verlängerungsraten bei Softwarewartungsverträgen von über 90%. Zugleich erzielen die Darmstädter mehr als 60% wiederkehrende Lizenzumsätze infolge von Produkt-Upgrades und Wartungsverträgen. Das stellt für die Anleger eine gut planbare Größe da, da diese lukrativen Einnahmen langfristiger Natur sind.

Auf dem Gebiet der Prozessoptimierung und Systemintegration ist die Software AG mit einem Weltmarktanteil von jeweils ca. 10% sogar einer der größten Player weltweit.

Gewinn klettert um 10%

Die gerade vorgelegten vorläufigen Zahlen waren gar nicht mal schlecht. Immerhin stieg der Nettogewinn mit einem Zuwachs von 10% auf 40,2 Millionen Euro deutlich stärker als der Umsatz. Dieser kletterte im vergleichbaren Zeitraum nur um 2% auf 207,4 Millionen Euro nach oben. Getrieben wurde das Ergebnisplus vor allem von den gewinnträchtigen Wartungsverträgen im Geschäft mit Integrationssoftware (DBP Digital Business Platform).

Sinkende Lizenzverkäufe sorgen für Unmut bei den Anlegern

Allerdings gab es auch Schattenseiten im Zahlenwerk. Denn bei der Umsatzentwicklung enttäuschte das zur Wachstumssparte gehörende Geschäft. Da die Lizenzverkäufe um 6% nach unten purzelten, erzielte der Softwarekonzern hier nur Erlöse von 104,1 Millionen Euro. Das trieb den Anlegern Sorgenfalten auf die Stirn. Denn mit rückläufigen Lizenzerlösen sinkt auch die Chance, den Kunden die hochmargigen Wartungsverträge zu verkaufen.

Konzernführung zeigt sich optimistisch und schraubt Jahresprognose nach oben

Dennoch zeigt sich die Firmenspitze zuversichtlich und hebt die Jahresplanung an. Das Management erwartet jetzt eine operative Marge (Anteil des bereinigten Betriebsergebnisses am Umsatz) von 31 bis 32%. Für Sie zum Vergleich: Bislang war der Konzern lediglich von einer Bandbreite von 30,5 bis 31,5% ausgegangen. Die stark aufgestockte Vertriebsmannschaft und Zukäufe sollen den Darmstädter Rückenwind verleihen.

Verhaltene Reaktion der Analysten

Nach den vorgelegten Zahlen zeigen sich die Analysten hingegen eher zurückhaltend. Durchschnittlich erwarten die Experten einen Gewinn je Aktie von 2,54 Euro für das kommende Geschäftsjahr. Damit handelt die Aktie aktuell mit dem knapp 16-fachen der erwarteten Gewinne. Das durchschnittliche Kursziel liegt 37,03 Euro im Moment 2,5% unter dem aktuellen Kursniveau von 37,97 Euro.

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Morphosys-Aktie: Deutscher Biotech-Konzern nach Zulassung im Höhenflug

Dass Biotechnologie-Aktien nichts für schwache Nerven sind, können Sie sich bestimmt vorstellen. Vor allem die deutschen Branchenunternehmen hatten es in der Vergangenheit schwer. Oft warteten Anleger vergeblich auf den Durchbruch. Die Gewinnschwelle zu erreichen ist für viele der Unternehmen zu einer wahren Mammutaufgabe geworden. Kein Wunder also, dass zahlreiche Konzerne in der Versenkung verschwinden oder sich von einer Kapitalerhöhung zur nächsten retten.

Beim deutschen Biotechnologiekonzern Morphosys könnte sich jetzt eine positive Wende abzeichnen. Nach nunmehr 25 Jahren ist dem Unternehmen nämlich der Durchbruch gelungen. Die erste Medikamentenzulassung in den USA beförderte den Aktienkurs am Freitag kräftig nach oben. Nach einem Tagesplus von rund 7% steigt der Marktwert des Konzerns wieder auf knapp 2 Milliarden Euro.

Morphosys im Porträt

Morphosys aus Martinsried bei München wurde im Jahre 1992 gegründet. Das Unternehmen ist ein Biotech-Unternehmen, das auf die Entwicklung von Antikörper-basierten Produkten für die pharmazeutische Industrie spezialisiert ist. Die firmeneigene Antikörper-Technologie wird eingesetzt, um neue Arzneimittel für die Behandlung von Krankheiten wie Krebs, Autoimmunkrankheiten, Infektionen, verschiedene Entzündungen und anderen Erkrankungen herzustellen.

Die Technologie-Plattform ist eine rein humane kombinatorische Antikörperbibliothek, die für Partner auf Lizenzbasis erhältlich ist und in deren Forschungsstätten eingesetzt werden kann. Die Technologie ermöglicht es exakt maßgeschneiderte Antikörper für bestimmte Therapien zu generieren.

Mittel gegen Schuppenflechte erhält die Zulassung

Jetzt hat der Lizenznehmer Janssen Research & Development die Verkaufsgenehmigung für Tremfya zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte bei Erwachsenen durch die Arzneimittelbehörde FDA in den USA erhalten.

Das Besondere an dem Deal: Das Mittel ist auf Basis von Morphosys‘ Antikörper-Bibliothek HuCAL entwickelt worden. Sie ahnen bestimmt, worauf das Ganze hinausläuft. Morphosys erhält nicht nur eine Meilensteinzahlung, sondern auch für die kommende Jahre eine Umsatzbeteiligung an den Verkäufen.

Analysten sehen deutliches Potenzial

Genaue finanzielle Einzelheiten wurden bislang nicht bekanntgegeben. Firmenchef Simon Moroney bezeichnete die Lizenzeinnahmen aber als „sehr interessant“. Experten gehen davon aus, dass sich die Umsatzbeteiligung im mittleren einstelligen Prozentbereich bewegt. Analysten rechneten mit einem Umsatzpotenzial des Medikamentes in der Spitze weltweit zwischen ein und zwei Milliarden Euro pro Jahr, wobei 40 bis 50% auf die USA entfallen könnten.

Hohe Forschungskosten drücken auf den Gewinn

Die erwarteten Einnahmen kann der Münchener Biotechnologie-Konzern auch gut gebrauchen. Denn zuletzt drückten hohe Forschungskosten die Firma deutlich ins Minus. Alleine für das aktuelle Jahr erwartet Firmenchef Moroney Forschungsausgaben in Höhe von 95 Millionen Euro.

Der operative Verlust dürfte sich deshalb auf 75 bis 85 Millionen Euro erhöhen, der Umsatz sollte bei 46 bis 51 Millionen liegen. Für Sie zum Vergleich: Im vergangenen Jahr schrieb der Konzern bei knapp 50 Millionen Euro Umsatz einen Verlust in Höhe von 59,86 Millionen Euro.

Eigene Produkte sollen für zusätzliches Wachstum sorgen

In Zukunft will Morphosys seine eigenen Produkte verstärkt vorantreiben. So soll etwa in diesem Jahr die dritte und damit letzte Phase der klinischen Entwicklung mit dem Blutkrebsmittel MOR208 gestartet werden. Auch das Alzheimer-Medikament Gantenerumab, das zusammen mit dem Schweizer Pharmariesen Roche entwickelt wird, könnte für Vortrieb sorgen. Hier laufen derzeit zwei Studien in der klinischen Phase 3, die letzte Hürde vor einer möglichen Zulassung.

Fazit: Mit der Zulassung hat Morphosys einen wichtigen Meilenstein in der Firmengeschichte erreicht. Allerdings operiert der Konzern weiterhin in der Verlustzone und wird durch hohe Ausgaben in die eigene Entwicklung von Medikamenten belastet. Sollten diese nicht erfolgreich sein, dann dürfte dies den Kurs spürbar unter Druck setzen.

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Rational-Aktie: Gastronomieliferant im Höhenflug

Das Sie auch mit vermeintlich langweiligen Geschäftsmodellen richtig Geld verdienen können, zeigt Ihnen die Rational-Aktie. Der führende Anbieter von Geräten zur thermischen Speisezubereitung in Großküchen hat bereits seit Jahren einen wahren Lauf. Herausragende Margen und starkes Wachstum gepaart mit einer langfristig ausgerichteten Firmenpolitik der Familienaktionäre bildeten den Cocktail der Erfolgsgeschichte.

Das Ergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Die jüngste Prognoseanhebung schob den Kurs auf ein neues Rekordhoch. Das Kursplus liegt damit seit Jahresbeginn bei knapp 20%. Noch beeindruckender fällt der Blick auf den langfristigen Zeitraum aus. So summieren sich die Kursgewinne der vergangenen 14 Jahre auf immerhin knapp 1.300%.

Was sind die Gründe für die sensationelle Entwicklung? Ist die Luft jetzt raus, was zukünftige Kurssteigerungen angeht? Was schätzen die Analysten das Potenzial der Aktie ein?

Großküchen setzen auf Rational

Auch wenn Sie vielleicht noch nichts von der Rational AG gehört haben, bei Großküchen ist die Firma so gut wie gesetzt. Der Marktanteil des globalen Marktführers von Geräten zur thermischen Speisenzubereitung für Profiküchen liegt bei beeindruckenden 54%. Dabei macht Europa exklusive Deutschland rund die Hälfte des Umsatzes aus.

Im Jahr 1973 gegründet, begann die Gesellschaft mit der Produktion und dem Vertrieb von Heißluftgeräten in Deutschland. Drei Jahre später startete das Unternehmen mit der Fertigung von Combi-Dämpfern für Groß- und Profiküchen.

Der Markt für Kombidämpfer wurde nach eigenen Angaben von Rational durch die Einführung des ersten Gerätes 1976 kreiert und wird seither entwickelt.

5 Mal so groß wie der nächstgrößte Wettbewerber

Die Positionierung von Rational ist extrem stark. Da sich der Einsatz der Dampfgarer in Profiküchen bereits ab 30 Essen pro Tag rechnet, erzielen die Kunden massive Kosteneinsparungen mit den Geräten. Auf Grund des speziellen Zubereitungsverfahrens sparen die Küchen sowohl Arbeitszeit, Energie als auch beim Einsatz der Rohware. Typischerweise haben die Kunden den Kaufpreis bereits in weniger als sechs Monaten wieder eingespielt.

Mittlerweile ist der Vorsprung auf die Rivalen kaum mehr aufzuholen. So ist das Unternehmen aus Landsberg am Lech fünfmal so groß wie der nächstgrößere Wettbewerber. Zu den größten Konkurrenten zählen Firmen wie Lainox, Electrolux und Convotherm. Mit dem deutlichen Größenvorteil ergeben sich für Rational massive Skaleneffekte in der Fertigung, dem Vertrieb und der der Produktentwicklung.

Großaufträge sorgen für Anhebung der Jahresziele

Dank einiger Großaufträge aus den USA zeigt sich jetzt die Konzernführung optimistischer und hebt die bisherige Jahresplanung an. Erwartet wird ein Jahresplus beim Umsatz von 11 bis 13%. Sollten die Mitte erreicht werden, könnte Rational auf einen Umsatz von 687 Millionen Euro kommen. Besonders erfreulich: Das zusätzliche Wachstum soll nicht auf Kosten der Marge gehen. Denn bei der sogenannten EBIT-Marge (Ergebnis vor Steuern und Zinsen) soll mit 26 bis 27% weiterhin eine ausgesprochen hohe Rendite erreicht werden.

Neue Produkte sorgen für Wachstum

Zuletzt profitierte Rational von einer breiten Palette neuer Produkteinführungen, die in Q4 des Vorjahres mit der Markteinführung des SelfCookingCenter XS begonnen hatte. Rational hat im letzten Jahr eine neue Version seines Basismodells Combi Master Plus (ca. 20% des Absatzes) eingeführt, das nun mit einer vollautomatischen Reinigungsfunktion ausgestattet und auch in der neuen XS Kompaktgröße erhältlich ist.

Hohe Bewertung macht Aktie anfällig für Rückschläge

Keine Frage: Das Geschäftsmodell und die Positionierung des Familienunternehmens (63% der Aktien in den Händen der Gründerfamilie) sind bemerkenswert. Das wird an den nackten Zahlen deutlich. Immerhin kletterten die Erlöse seit 2002 von 177,3 auf zuletzt 613 Millionen Euro. Die Gewinne zogen sogar deutlich stärker von 26,6 auf 127,1 Millionen Euro an. Aber der Börsenwert von mittlerweile 5,85 Milliarden Euro zeigt Ihnen, dass ein Großteil der zukünftigen Phantasie bereits eingepreist sein dürfte.

Wenig verwunderlich, dass die Bewertung mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis von 40 für dieses Jahr bereits ein sportliches Niveau erreicht hat. So liegt auch das durchschnittliche Kursziel der Analysten mit 490 Euro im Moment knapp 5% unter dem aktuellen Kursniveau.

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GFT Technologies: Wie es nach der massiven Gewinnwarnung weitergeht

Die Nachricht kam für die Anleger wie ein Schock. Noch vor gut zwei Wochen hatte der Softwarekonzern GFT seinen Kapitalmarkttag für die Investoren abgehalten und von guten Geschäften berichtet. Jetzt folgt eine kräftige Gewinnwarnung. Die Anleger reagierten verschnupft und schickten den Aktienkurs deutlich in den Keller.

Zwischenzeitlich lag das Kursminus bei über 20%. Damit haben die Papiere seit Jahresanfang ein Viertel ihres Werts verloren und gehören damit zu den schlechtesten Aktien des TEC-DAX, dem Index für deutsche mittelgroße Technologieaktien.

Was sind die Gründe für die massive Gewinnwarnung? Handelt es sich nur um ein temporäres Problem? Könnte sich der Rückschlag als interessante Einstiegsgelegenheit entpuppen?

IT-Lösungen für die Bankenbranche

GFT ist ein IT-Services-Unternehmen mit dem Fokus auf die Entwicklung und Wartung kundenspezifischer Core Banking Software-Lösungen. Core Banking-Lösungen umfassen die Aktiv-/Passiv-Steuerung, das Risikomanagement, Compliance-Software, Internet- und Mobile Banking, das Kundenmanagement sowie Lösungen für das sogenannte Multi-Channel-Marketing. Der Fokus liegt dabei auf großen Universalbanken. Deutsche Bank und Barclays sind unter den größten Kunden.

Hohe Kundenbindung gepaart mit hohen wiederkehrenden Umsätzen

Jahreslang erfreute sich die GFT-Aktie enormer Beliebtheit. Immerhin kletterten die Papiere von unter 3 Euro im Jahr 2012 bis auf über 30 Euro in 2016. Das hatte auch seinen guten Grund. Denn aufgrund des langjährigen Track Records gilt GFT als verlässlicher IT-Partner im Finanzdienstleistungssektor. Durch den Fokus auf Core Banking-Applikationen erreicht GFT eine hohe Kundenbindung. Quasi-wiederkehrende Umsätze tragen ca. 2/3 zu den Gesamtumsätzen bei.

Zugleich stellt die Kenntnis der Software-Schnittstellen des Kunden eine hohe Markteintrittsbarriere für mögliche Wettbewerber dar. Die gute Positionierung spiegelte sich auch in steigendem Geschäftsvolumen wieder. So kletterten die Umsätze von 216,8 Mio. Euro (2009) bis auf 422,6 Mio. Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Im Gegenzug verbesserten sich die Gewinne um 414% auf 24,2 Mio. Euro.

Großkunden sparen und schlagen voll ins Kontor

Doch jetzt muss der Konzern von seinen Zielen abrücken, da die beiden Großkunden Deutsche Bank und Barclays auf die Kostenbremse treten. Laut Firmenchefin Marika Lulay führen die Sparmaßnahmen der Banken für die Regionen Großbritannien und Nordamerika in diesem Jahr zu einem Umsatzausfall von 37 Mio. Euro. Damit sollen für das Gesamtjahr nur noch 425 Mio. Euro Umsatz insgesamt erreicht werden (alte Prognose: 450 Mio. Euro). Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) wird bei 42 Mio. Euro (alte Prognose: 48 Mio. Euro) erwartet.

Neben den beiden schwächelnden Großkunden gibt es momentan noch weitere Faktoren, die Bremsspuren hinterlassen. Gegenwind auf der Währungsseite, rechtliche Änderungen in Brasilien und eine geringere Auslastung der Consulting-Sparte sorgen zusätzlich für Gegenwind.

Mittelfristziele werden ebenfalls gekappt

Aber damit nicht genug. Denn auch von seinen mittelfristigen Zielen nimmt der Softwarekonzern Abstand. Ursprünglich wollte das Unternehmen im Jahr 2020 bereits die 800 Mio. Euro-Marke beim Umsatz knacken und eine EBITDA-Marge von 12% erreichen. Das Ziel soll jetzt erst 2 Jahre später erreicht werden.

Geschäft mit anderen Kunden zeigt weiteres Wachstum

Wie Sie sehen, kann die hohe Konzentration auf wenige Kunden Fluch und Segen zugleich sein. Jahrelang profitierte GFT von den steigenden Ausgaben der Deutschen Bank und Barclays, die ihre IT-Systeme aufgerüstet haben. Jetzt trifft der Sparzwang den Technologiekonzern umso härter. Denn schlecht läuft es mit den anderen Kunden laut Firmenangaben keineswegs. Mit allen anderen Kunden peilt GFT in diesem Jahr ein Umsatzplus von immerhin 13% an.

Alles eine Frage der Zeit – aber kein kurzfristiger Katalysator in Sicht

Keine Frage: Das Geschäftsmodell von GFT ist weiterhin vollkommen intakt und das Wachstum wird über kurz oder lang wieder zurückkehren. Denn mit seinen Lösungen bedient der Konzern unternehmenskritische Bereiche der Banken wie zum Beispiel das Risikomanagement. Aber der Sparzwang der beiden Großkunden wird sich noch einige Zeit hinziehen.

Dies werden auch die Neukunden vorerst nicht kompensieren können. Vor diesem Hintergrund und der weiterhin nicht gerade günstigen Bewertung (Kurs-Gewinn-Verhältnis von 25) dürften kurzfristige Impulse, die für einen steigenden Aktienkurs sorgen, eher Mangelware sein.

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