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Kite Pharma: Aktie nach Übernahmeangebot im Höhenflug

Liebe Leser,

die Konsolidierungswelle rollt ungebremst durch die Pharmabranche. Mit dem Übernahmeangebot für Kite Pharma von Gilead kündigt sich der nächste milliardenschwere Deal an. Übernahmespekulation gab es bereits seit Monaten. Der Aktienkurs reagierte bereits im Vorfeld. Die Papiere von Kite Pharma hatten sich von 70 auf 140 Dollar vor dem Kaufangebot verdoppelt. Mit der jüngsten Offerte von 180 Dollar machte die Aktie nochmals einen Sprung um knapp 30% auf 178 Dollar.

Einer der größten Gilead-Deals

Der Deal ist auch für den Biotechnologieriesen Gilead (Marktwert knapp 98 Milliarden Dollar) ein richtig großer Schluck aus der Pulle. Immerhin legt der US-Konzern 11,9 Milliarden Dollar in Bar für den Krebsspezialisten auf den Tisch. Die Übernahme ist einer der größten Deals in der Firmengeschichte Gileads. Zuletzt hatte der Biotechnologiekonzern vor knapp sechs Jahren einen ähnlichen Betrag in den Kauf des Medikamentenhersteller Pharmasset investiert.

Umkämpfter Markt für Krebsimmuntherapie

Mit Kite Pharma setzt Gilead einen Fuß in die Tür des heiß umkämpften Marktes mit Krebsimmuntherapien. Diese Therapieform gilt unter Experten als eine der aussichtsreichsten Technologien im Kampf gegen Krebs. Dabei werden gentechnisch veränderte Zellen ins Immunsystem der Patienten gebracht werden, um Tumore zu bekämpfen.

Allerdings ist die Übernahme nicht ohne Restrisiko. Denn bislang hat Kite Pharma kein einziges zugelassenes Medikament auf dem Markt. Dies könnte sich frühestens im November ändern. Dann soll die US-Gesundheitsbehörde FDA über die Zulassung des Medikaments Axicel von Kite entscheiden. Experten rechnen damit, dass Axicel zur Behandlung von Lymphomen im fortgeschrittenen Stadium bei Erwachsenen zugelassen wird. Für Europa wird die Zulassung im kommenden Jahr erwartet.

Vielversprechende Studienergebnisse

Die bisher bekannten Studiendaten sind durchaus beeindruckend. Im Februar meldete Kite Pharma, dass bei einem Drittel der Patienten sechs Monate nach einmaliger Behandlung keine Krankheitszeichen mehr sichtbar waren. Bei immerhin 82% aller Patienten ist der Krebs zeitweilig um mehr als die Hälfte geschrumpft.

Auch wenn die Daten vielversprechend sind: Kite Pharma ist nicht der einzige Konzern, der sich in dem Markt positioniert. Denn auch der Pharmariese Novartis steht mit einer vergleichbaren Therapieform kurz vor der Zulassung.

Gilead auf der Suche nach weiterem Wachstum

Bislang war Gilead hauptsächlich auf die Therapie von Infektionskrankheiten wie HIV oder Hepatitis spezialisiert. Damit erzielte der Konzern in den vergangenen Jahren kräftige Gewinne. Im Rekordjahr 2015 erreichte der Konzern bei einem Jahresumsatz von 32,6 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 18,18 Milliarden Dollar. Das entspricht einer beeindruckenden Gewinnmarge von 55,48%. Damit war Gilead das margenstärkste Pharmaunternehmen der Welt.

Seither kämpft Gilead mit auslaufenden Patenten und rückläufigen Umsätzen. Im vergangenen Jahr fiel bei 30,39 Milliarden Dollar Umsatz der Gewinn um 25% auf 13,5 Milliarden Dollar. Dank der satten Jahre verfügte Gilead zuletzt über eine Cash-Position von 36,6 Milliarden Dollar.

Analysten erwarten Milliardenumsätze

Wenn es nach der Meinung der Analysten geht, dann stehen Kite rosige Zeiten bevor. Ab 2022 erwarten die Experten Jahresumsätze zwischen 1,5 bis 2 Milliarden Dollar. Die Branchenspezialisten von Evaluate Pharma zählen das Medikament sogar zu den zehn Präparaten mit dem stärksten Erlöspotenzial. Wenn alles gut geht, könnte Gilead mit dem Deal wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren.

Herzliche Grüße

Ihr Richard Mühlhoff

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August 2017: Die 3 größten Investments von Top-Investor Alan Fournier

Heute möchte ich Ihnen die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des US-amerikanischen Top-Investors Alan Fournier vorstellen.

Bevor sich Fournier mit seinem Hedge-Fonds Pennant Capital Management selbstständig gemacht hat, konnte er weitreichende Erfahrungen in der Finanzbranche sammeln – und hat dabei von einigen der besten Investment-Managern gelernt.

Seine Karriere startete Fournier Ende der 80er Jahre bei dem damals bedeutenden Wertpapier-Broker Bernstein als Aktien-Analyst. Dort betreute er einige der besten Hedge-Fonds als Kunden.

David Tepper, einer der erfolgreichsten Hedge-Fonds-Manager der letzten 20 Jahre, wurde damals auf das Talent von Alan Fournier aufmerksam. Fournier arbeitete daraufhin einige Jahre für Teppers Hedge-Fonds Appaloosa Management.

Später hat Fournier seinen eigenen Hedge-Fonds Pennant Capital Management gegründet, der inzwischen zu den erfolgreichsten Fonds der letzten Jahre zählt.

Pennants Aktien-Positionen haben seit Anfang 2003 mit US-Aktien einen Wertzuwachs von rund 700% erzielt, während der wichtige US-Leitindex S&P 500 inklusive Dividenden nur auf knapp 200% im gleichen Zeitraum kommt.

Fournier investiert sowohl in unterbewertete Value-Titel als auch in wachstumsstarke Aktien mit hohem Kurs-Momentum.

Einem einzigen Top-Investor blind zu folgen, ohne die genauen Hintergründe zu seinen Investments zu kennen, ist sicherlich nicht ratsam. Doch wenn Sie nach aussichtsreichen US-Aktien suchen, können die Aktien-Investments von Alan Fournier wertvolle Anregungen liefern.

Dies sind die drei derzeit größten Aktien-Positionen von Fourniers Hedge-Fonds Pennant Capital Management:

Athene Holding

Größte Aktienposition mit einer Portfolio-Gewichtung von 6% ist die Aktie von Athene Holding. Derzeit hält Fournier ein Aktienpaket im Wert von gut 103 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Die Position hat der Fondsmanager zuletzt nochmals leicht ausgebaut (+4,11% im vergangenen Quartal).

Bei der Athene Holding handelt es sich um eine international tätige Versicherungsgruppe. Der Börsenwert liegt aktuell bei knapp 6,3 Milliarden Dollar.

Antero Resources

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 4,7% ist die Aktie von Antero Resources. Derzeit hält Fournier ein Aktienpaket im Wert von knapp 80 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Im Vergleich zu den Vormonaten wurde die Position minimal um 1,74% erhöht.

Antero Resources ist ein US Öl- und Gasförderunternehmen, das seit Oktober 2013 an der Börse notiert ist. Bei einem Jahresumsatz von zuletzt 1,7 Milliarden Dollar erwirtschaftete das Unternehmen einen Verlust in Höhe von 849 Millionen Dollar.

TransDigm Group

Drittgrößte Position ist die TransDigm-Aktie mit einer Gewichtung von 4,6% im Portfolio von Pennant Capital Management. Die Position hat einen Gegenwert von rund 79 Millionen US-Dollar.

Damit hält Fournier etwa 1,17% aller ausstehenden Aktien des Konzerns. Im Vergleich zum Vorquartal hat die Zuversicht des Fondsmanagers allerdings deutlich abgenommen. Fournier hat die Position immerhin um 47% reduziert. Mit TransDigm setzt Fournier auf einen amerikanischen Flugzeugzulieferer aus Cleveland. Im vergangenen Geschäftsjahr steigerte der Konzern seine Umsätze um 17% auf 3,17 Milliarden Dollar. Mit einer Gewinnmarge von 18,49% erreichte TransDigm das höchste Niveau der letzten vier Jahre.

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August 2017: Auf diese Aktien setzt Top-Investor Carl Icahn

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top Investors Carl Icahn vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von knapp 18 Milliarden US-Dollar (lt. Forbes) zählt Icahn zu den reichsten Akteuren an der Wallstreet. Trotz seines Alters von mittlerweile 80 Jahren denkt der Investor nicht daran, sich zur Ruhe zu setzen.

Dabei ist sein Anlagestil alles andere als passiv und zurückhaltend. Vielmehr gilt Icahn als Paradebeispiel eines „Corporate Raiders“, eines sogenannten Firmenjägers. Seinen Ruf als gefürchteter Investor, erlangte der Fondsmanager bereits in den 70er und 80er Jahren. Er zerlegte erbarmungslos die notleidende Luftfahrtgesellschaft TWA und machte zulasten des Personals einen Riesenprofit.

Seinem Stil ist er treu geblieben. Meistens kauft er Minderheitsanteile und drängt auf Veränderungen im Management oder an der strategischen Ausrichtung der Firmen.

Aktuell verwaltet Icahn mit 19 Positionen ein sehr konzentriertes Portfolio.

Seine aktuell drei größten Beteiligungen sind folgende:

Icahn Enterprises

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 39,44 % ist die Icahn Enterprises LP-Aktie. Derzeit hält Icahn ein Aktienpaket im Wert von 7,7 Milliarden Dollar an dem Konzern und hält 90,57% aller Aktien der Firma. Icahn Enterprises ist eine Holdinggesellschaft, die in verschiedenen Geschäftsbereichen wie Vermögensverwaltung, Immobilien, Metallförderung/-handel und Konsumgütern tätig ist.

Die Holding verzeichnete beeindruckende Zuwächse. Seit 2001 kletterten die Umsätze von 589 Mio. Dollar auf 16,34 Milliarden Dollar im vergangenen Geschäftsjahr. Allerdings fuhr die Gesellschaft in den letzten beiden Geschäftsjahren Verluste in Höhe von 2,32 Milliarden Dollar ein.

American International Group

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 13,75% ist die Aktie der American International Group. Derzeit hält Icahn ein Aktienpaket im Wert von 2,68 Milliarden US-Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 4,76% aller ausstehenden Aktien des Konzerns. Im vergangenen Quartal hat Icahn die Position leicht abgebaut (-5,79%).

Die American International Group ist ein großer international tätiger Versicherungskonzern mit Hauptsitz in New York City. Das Unternehmen war lange Zeit der größte Erstversicherungs-Konzern der Welt. Nach schwierigen Turbulenzen in der Finanzkrise und Umstrukturierungen haben sich die Umsätze auf zuletzt 52 Milliarden Dollar nahezu halbiert. Zudem ist der Versicherer nach nunmehr sechs profitablen Jahren zuletzt wieder in die Verlustzone gerutscht.

Herbalife

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 8,34% ist die Herbalife-Aktie. Derzeit hält Icahn ein Aktienpaket im Wert von knapp 1,63 Milliarden Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 24,34% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Im vergangenen Quartal hat sich die Portfoliogewichtung bei Icahn nicht verändert.

Herbalife verkauft über ein Netzwerk unabhängiger Vertreiber Produkte in den Bereichen Gewichtsverlust, Ernährung und Körperpflege. Herbalife ist ein Multi-Level-Marketingunternehmen; die Kunden melden sich gegen eine geringe Registrierungsgebühr als Mitglieder an, um die Produkte zum Großhandelspreis erwerben zu können. Bringen diese Mitglieder andere in das Netzwerk hinein, können sie Kommissionen auf die Käufe dieser neuen Kunden erhalten. Zuletzt erzielte der Konzern bei einem Jahresumsatz von 4,48 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 260 Millionen Dollar (Gewinnspanne: 5,79%).

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Salesforce-Aktie: SAP-Rivale schraubt Erwartungen nach oben

Die sogenannte Cloud ist wohl eins der am häufigsten verwendeten Schlagwörter der letzten Jahre. Ein nachhaltiger Trend mit hohen Wachstumschancen ist sie auf jeden Fall. Cloud Computing beschreibt die Bereitstellung von IT-Infrastruktur und IT-Leistungen wie beispielsweise Speicherplatz, Rechenleistung oder Anwendungssoftware als Service über das Internet. Dabei bieten die Dienste aus der Wolke den Nutzern zahlreiche Vorteile: Cloud Computing entbindet nämlich den Nutzer von der kostenintensiven Bereitstellung, Installation und Betreuung eigener Rechensysteme.

Einer der größten Player im Cloud-Bereich ist der US-Konzern Salesforce. Dabei ging die beeindruckende Erfolgsgeschichte nicht spurlos am Aktienkurs vorüber. Seit Anfang 2009 ging es mit der Aktie um über 1.000% nach oben. Jetzt hat der Technologieriese seine Quartalszahlen vorgelegt und seine Jahresprognose konkretisiert.

Beeindruckende Erfolgsgeschichte

Salesforce wurde 1999 von Marc Benioff gegründet mit der Vision, Customer Relationship Management (CRM) neu zu definieren. Salesforce war das erste Unternehmen, das Software über die Cloud anbot. Mit diesem neuen Cloud Computing Ansatz hat Salesforce die Art und Weise, wie Software heute bereitgestellt und genutzt wird, komplett revolutioniert und die gesamte Branche grundlegend verändert.

Dabei zeigte der Technologiekonzern ein beeindruckendes Wachstum. Immerhin kletterten die Erlöse von 51 Millionen Dollar im Jahr 2003 auf 8,39 Milliarden Dollar im vergangenen Geschäftsjahr. Nach fünf Verlustjahren in Folge gelang dem Unternehmen im vergangenen Jahr der Sprung in die Gewinnzone. Allerdings lag die Gewinnmarge mit 2,14% (180 Millionen Euro Jahresgewinn) noch im äußerst überschaubaren Bereich.

25,8% Umsatzwachstum im abgelaufenen Quartal…

Das hohe Wachstum ist offenbar noch lange nicht zu Ende. Alleine im vergangen Dreimonatszeitraum kletterten die Erlöse auf 2,56 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Zuwachs um 25,8%. Laut Firmenchef Marc Benioff lag das vor allem an der starken Nachfrage nach der Marketingsoftware und eines guten Cloud-Geschäftes. Mit den Ergebnissen konnte Salesforce auch die Erwartungen der Analysten übertreffen. Diese waren im Vorfeld nur von einem Umsatz in Höhe von 2,51 Milliarden Dollar ausgegangen.

…..Gewinne jedoch rückläufig

Unter dem Strich verdiente der Technologiekonzern aber deutlich weniger als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Der Nettogewinn sank 17,7 Millionen Dollar oder 2 Cent je Aktie. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahresquartal waren es noch 229,6 Millionen Dollar (33 Cent je Aktie).

Besonders die hohen Ausgaben in Forschung und  Entwicklung für bessere Cloud-Technologien haben die Firma ausgebremst. Auch in den Bereich der Künstlichen Intelligenz hat der CRM-Spezialist kräftig investiert. Mit einem speziellen Fonds hat die Gesellschaft immerhin 100 Millionen Dollar für diesen Bereich eingeplant.

Jahresprognose wird angehoben

Unterdessen zeigt sich die Konzernführung zuversichtlich und hebt den Jahresausblick an. Bei einem Umsatz von 10,35 bis 10,4 Milliarden Dollarsoll der bereinigte Gewinn je Aktie bei 1,29 bis 1,31 US-Dollar liegen. Analysten hatten bisher mit 10,3 Milliarden Dollar beziehungsweise 1,30 Dollar je Anteilsschein gerechnet.

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