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Singulus-Aktie: Maschinenbauer taumelt nach Gewinnwarnung in den Keller

Mit dem technischen Fortschritt ist das so eine Sache. Für einige Firmen ist es ein Segen, für die anderen kann es ein Fluch sein. Vor allem wenn es nicht gelingt, das eigene Geschäftsmodell anzupassen. Dass davor auch große Marken nicht geschützt sind, zeigen Ihnen prominente Namen wie Nokia, Kodak oder Blackberry. Einst aus der Technologielandschaft nicht wegzudenken, führen die Unternehmen heute nur noch ein Schattendasein.

Das gleiche Schicksal trifft den kleinen hessischen Maschinenbauer Singulus, der sich angesichts des technischen Fortschritts nicht neu erfinden konnte.

Der Aufstieg und Fall des einstigen Musterknaben

Dabei fing alles so gut an. Nach der Jahrtausendwende verzeichnete das Kahler Unternehmen mit der Herstellung von Maschinen zur Produktion von CDs und DVDs ein rasantes Wachstum. Alleine von 2002 bis 2004 kletterten die Umsätze von 278 auf 423 Mio. Euro. Auch die Gewinnmargen konnten sich mit 11% zum damaligen Zeitpunkt durchaus sehen lassen. Immerhin blieben in 2004 noch 46,82 Mio. Euro an Profiten hängen.

Doch mit der stark einbrechenden Nachfrage nach Maschinen für optische Speichermedien gelang es dem Maschinenbauer nicht, sich auf die veränderte Situation einzustellen. Die Folge: Die Umsätze purzelten in die Tiefe und die Gewinne schmolzen regelrecht dahin. In den vergangenen fünf Jahren konnte nur in einem Jahr die Gewinnschwelle erreicht werden. Zuletzt erzielte Singulus nur noch einen Jahresumsatz von 67,6 Mio. Euro.

Die Hoffnung liegt auf der Solarindustrie

Die Lage war prekär. Da immer mehr Menschen Filme im Internet werden immer weniger Maschinen für DVDs und CDs benötigt. Mittlerweile versucht das Unternehmen, durch die Positionierung im Solarmarkt wieder in den Tritt zu kommen. Inzwischen ist Singulus auf Grund der  technologischen  Beschichtungskompetenz  Technologieführer  für Produktionsanlagen für CIGS-Solarmodule. Stand heute macht der Konzern knapp 80% seiner Umsätze mit Maschinen für Solarmodule.

Umsatz- und Gewinnwarnung erwischt Anleger auf dem falschen Fuß

Doch die Neuausrichtung nimmt mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich geplant. Die gerade veröffentlichte Prognosekürzung zeigt Ihnen das ganze Ausmaß. Statt einer geplanten Umsatzverdopplung auf knapp 138 Mio. Euro plant Singulus mit Erlösen von 90 bis 100 Mio. Euro nun deutlich bescheidener. Als Grund für die Reduktion erklärte die Konzernführung, dass die ausstehende Anzahlung eines chinesischen Kunden erst Ende des Jahres eintreffen wird. Der Auftrag wird damit nicht mehr in diesem Jahr zum Wachstum beitragen.

Davon bleibt auch nicht der Gewinn verschont. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) wird jetzt um die Nulllinie liegen. Es könnte aber auch Verlust von 3 Mio. Euro unter dem Strich rauskommen.

Hälfte des Grundkapitals ist aufgezehrt

Die Prognosekürzung stellt die Geduld der Anleger auf eine harte Probe. Erst vor wenigen Tagen schockte der Maschinenbauer seine Aktionäre mit der Meldung, dass auf Grund aufgelaufener Verluste von 16,7 Mio. Euro die Hälfte des Grundkapitals aufgezehrt wurde.

Fazit: Im Mai vergangenen Jahres hat die Singulus-Aktie mit dem größten Einzelauftrag der Firmengeschichte eine Verdopplung des Aktienkurses in die Wege geleitet. Seither war es ruhig geworden. Die jüngsten Nachrichten sind hingegen ein herber Rückschlag. Die Auftragsverschiebung zeigt Ihnen, wie abhängig der Konzern von einzelnen Großaufträgen ist. Ob das Unternehmen langfristig wieder auf den Wachstumspfad zurückkehren kann, wird sich erst noch zeigen müssen.

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ABB-Aktie: Schweizer Großkonzern reitet die Elektrowelle

Das anhaltend niedrige Zinsniveau heizt die Übernahmeaktivitäten weiter an. So hat der Siemens-Rivale ABB gerade seinen zweiten Milliarden schweren Deal innerhalb von gerade einmal sechs Monaten bekannt gegeben.

Was sind die Hintergründe des Mega-Deals? Wie steht es um die langfristigen Perspektiven des Kerngeschäfts? Wie schätzen Analysten den Zukauf ein?

ABB im Porträt

ABB ist ein international tätiges Unternehmen der Elektro- und Automatisierungstechnik. Der Schweizer Konzern bietet seinen Kunden ein umfassendes Angebot an Produkten, Systemanlagen, Lösungen und Services, die die Sicherheit und Betriebsfähigkeit von Stromversorgungsnetzen gewährleisten sollen. Dabei gilt das Unternehmen als einer der führenden Anbieter von Automatisierungssystemen und -lösungen für die unterschiedlichsten Industriezweige.

Die Produktpalette reicht von Automatisierungsprodukten wie Antrieben, Motoren und Antriebselektronik, über Leit- und Messtechnologieprodukte wie Analysegeräte, Mess- und Dosiergeräte, sowie Steuerungs- und Informationssystemen bis hin zu Roboterprodukten und -systemen sowie Dieselmotoren und Turboladern.

ABB stärkt mit Übernahme Marktstellung in den USA

Mit dem gerade verkündeten Deal stärkt der Züricher Konzern vor allem seine Position mit Elektrobauteilen und Stromaggregaten in den USA. Dabei legt ABB für die Sparte GE Industrial Solutions vom Rivalen General Electric immerhin 2,6 Milliarden Dollar auf den Tisch. Das übernommene Geschäft von GE erzielte im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 2,7 Milliarden Dollar und eine Ebitda-Marge (operative Umsatzrendite) von etwa 8%.

Deal drückt erstmal auf die Gewinnmarge

Die Experten unter Ihnen haben es vielleicht schon bemerkt. Die Rendite des Übernahmeziels liegt mit 8% deutlich unter der Zielrendite von ABB, die in dieser Sparte mit 15 und 19% Ebitda-Marge anstrebt.  Firmenchef Spiesshofer rechnet damit, bis zum Jahr 2020 die GE-Tochter auf das Gewinnniveau heben zu können. Ab dem fünften Jahr rechnet er mit Kosteneinsparungen von 200 Millionen Dollar pro Jahr.

Zweiter Deal in sechs Monaten

Bereits im April machte ABB mit einer Großübernahme auf sich aufmerksam. Auch wenn der exakte Kaufpreis nicht veröffentlicht wurde, dürfte ABB für den österreichischen Steuerungshersteller Bernecker & Rainer knapp 2 Milliarden Dollar hingeblättert haben. Der Zukauf sollte vor allem den Rückstand zum Erzrivalen Siemens verkürzen.

Größte Batteriefabrik Europas setzt auf ABB

Unterdessen konnte ABB mit einem Großauftrag punkten. Der Elektrotechnikkonzern rüstet Europas größte Fabrik für Lithium-Ionen-Batterien mit Technologie aus. Das Schweizer Unternehmen hat mit der schwedischen Northvolt eine Partnerschaft vereinbart und liefere Industrieautomation und Elektrifizierungstechnik. Das Werk soll europäischen Kunden in der Automobilbranche und anderen Schlüsselindustrien hochwertige und flexible Batterielösungen bereitstellen und voraussichtlich im Jahr 2020 die Produktion aufnehmen.

Analysten noch zurückhaltend

Die Experten sind dennoch zurückhaltend und erwarten für 2017 ein Übergangsjahr. Geht es nach den Analysten, dann stagnieren die Gewinne bei 1,20 Dollar je Aktie.  Für 2018 geht der Konsens dann von einem Gewinnzuwachs auf 1,37 Dollar je Anteilsschein aus. Das Kursziel auf 12-Monatssicht liegt mit 24,15 CHF nur minimal über dem aktuellen Kursniveau von 23,85 CHF.

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September 2017: Auf diese Aktien setzt Top-Investor David Abrams derzeit

Wieder möchte ich Ihnen die aktualisierten 3 größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Investors David Abrams vorstellen.

US-Anleger David Abrams investiert mit seinem in Boston beheimateten Hedge-Fonds Abrams Capital Management v. a. in unterbewerte Aktien von größeren Firmen in den USA.

Seit Gründung von Abrams Capital Management erreicht der Value-Investor Abrams eine durchschnittliche Rendite von fast 20% für seine Anleger.

Mit aktuell 19 Positionen fährt Abrams ein sehr konzentriertes Portfolio. Insgesamt verwaltet der Manager derzeit knapp über 2,5 Mrd. Dollar.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam.

Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von David Abrams lohnen.

Das sind derzeit die 3 größten Aktien-Positionen von Abrams Capital Management:

Western Union

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von derzeit 16,36% ist die Western-Union-Aktie. Aktuell hält Abrams ein Aktienpaket im Wert von 411 Mio. $ an dem Unternehmen.

Western Union bietet den Transfer von Bargeld rund um die Welt an.

Durch Abwicklung der Transaktionen in den Filialen der Firma ist es sehr leicht möglich, schnell Geld rund um den Globus zu transferieren und Rechnungen zu bezahlen.

Die Dienstleistungen von Western Union werden sehr stark von Migranten genutzt, die Geld an Familien-Angehörige in ihrer Heimat transferieren wollen.

Kritiker sehen das Geschäftsmodell des Konzerns durch die zunehmende Bedeutung von Kreditkarten und Online-Zahlungsdiensten gefährdet.

Allerdings sollten Sie hierbei beachten, dass Western Union vor allen Dingen für den Geldtransfer an Menschen in wirtschaftlich schwächere Länder genutzt wird.

Hier spielen Kreditkarten und Online-Zahlungsdiensten kaum eine Rolle, um die Ausgaben des täglichen Bedarfs zu decken.

Franklin Resources

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von gut 14,15% ist die Aktie von Franklin Resources.

Derzeit hält Abrams ein Aktienpaket im Wert von 355 Mio. $ an dem Finanz-Dienstleister.

Franklin Resources eine Investment-Gesellschaft mit Hauptsitz in San Mateo, Kalifornien.

Das Unternehmen ist in mehr als 30 Ländern vertreten und bietet seinen Anlegern eine breite Fonds-Palette:

  • Aktienfonds,
  • Rentenfonds,
  • Mischfonds,
  • geldmarktnahe Fonds,
  • Geldmarktfonds,
  • Dachfonds
  • und Branchenfonds.

Der 1947 gegründete Betrieb verfolgt eine lange Tradition, die sich auch im Investment-Ansatz widerspiegelt.

Time Warner

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von gut 12,2% ist die Time Warner-Aktie.

Derzeit hält Abrams ein Aktienpaket im Wert von rund 306 Mio. $ an dem Medien-Riesen.

Time Warner ist ein internationales Medien-Unternehmen mit zahlreichen Geschäftsfeldern.

Es hat seinen Hauptsitz in New York und wurde 1989 durch die Fusion von Time Inc. und Warner Communications geschaffen. Zum Konzern gehören u. a.:

  • das Film- und Fernsehstudio Warner Bros.,
  • der Pay-TV-Sender Home Box Office (HBO),
  • die Time Inc. Buch- und Zeitschriften-Verlage
  • sowie der Comicverlag DC, der u. a. als Original-Verlag die Superhelden-Comics um Superman und Batman herausbringt.
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September 2017: Die Top-Aktien von Nebenwerte-Spezialist Chuck Royce

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top -Investors Chuck Royce vorstellen.

Royce ist hat sich mit seiner Investmentgesellschaft Royce & Associates auf Aktien von kleinen und mittelgroßen Unternehmen in den USA spezialisiert.

In den vergangenen 20 Jahren hat Royce knapp 635% Rendite für seine Anleger erzielt – damit lag der Top-Manager 253% über dem US-Leitindex S&P 500.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Nebenwerte-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Chuck Royce lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Royce & Associates:

AVX Corp

Größte Aktien-Position im Portfolio von Royce ist die Aktie von AVX. Derzeit hält Royce ein Aktienpaket im Wert von 128 Millionen US-Dollar an dem Konzern. Im Vergleich zum Vorquartal hat Royce die Positionsgröße minimal um 0,32% erhöht.

AVX ist ein weltweit führender Hersteller einer breiten Palette von passiven elektronischen Komponenten. Zuletzt erzielte der Konzern bei einem Jahresumsatz von 1,31 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 126 Millionen Euro. Das entspricht einer Gewinnmarge von 9,58%.

Lincoln Eletric Holdings

Zweitgrößte Aktien-Position im Portfolio von Royce ist die Aktie des amerikanischen Herstellers von Schweißausrüstung Lincoln Electric Holdings. Derzeit hält Royce ein Aktienpaket im Wert von knapp 123 Millionen US-Dollar. Damit hält der Manager 2,04% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Im Vergleich zum Vorquartal hat Royce die Position minimal um 1,47% abgebaut.

Lincoln Electric wurde 1895 von der Familie Lincoln gegründet. Bis 1940 wuchs das Unternehmen zum weltgrößten Hersteller von Schweißausrüstung. Lincoln Electric überlebte die Rezession in den USA 1980–1982 und wuchs seitdem stark durch Übernahmen

MKS Instruments

Drittgrößte Aktien-Position im Portfolio von Royce ist die Aktie des Technologieunternehmens MKS Instruments. Derzeit hält Royce ein Aktienpaket im Wert von 120 Millionen US-Dollar. Im Vergleich zum Vorquartal hat sich Royce von 4,83% seiner Aktienbestände getrennt.

MKS Instruments ist ein weltweit führender Hersteller von Komponenten und Systemen für die Vakuumprozesstechnik. Bei einem Jahresumsatz von zuletzt 1,29 Milliarden Dollar erzielte der Konzern einen Gewinn in Höhe von 105 Millionen Dollar. Das entspricht einer Gewinnspanne von 8,09%.

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