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Adidas-Aktie: Sportkonzern im Sprintmodus

Wer hätte das vor einigen Jahren gedacht!? Jahrelang schlummerte die Aktie des deutschen Sportgiganten Adidas vor sich hin, bevor sie von den Anlegern wiederentdeckt wurde.

Umso kräftiger fiel die Gegenbewegung aus: Mit einem Kurs-Plus von über 200% in den zurückliegenden 5 Jahren haben die Papiere den DAX um mehr als 100% locker abgehängt.

Nur die Infineon-Aktie lieferte im DAX eine noch bessere Performance.

Warum hat die Aktie so einen massiven Sprint hingelegt? Was war der Auslöser für den jüngsten Kurssprung? Wie schätzen die Analysten die Aktie im Moment ein?

Auf all diese Fragen werden wir im Folgenden genauer eingehen:

Adidas im Porträt

Klar kennen Sie den Adidas-Konzern; aber wussten Sie, dass die adidas-Gruppe der weltweit zweitgrößte Sportartikel-Konzern ist?

Das Produkt-Sortiment umfasst:

  • Sportschuhe (ca. 45% des Umsatzes),
  • Bekleidung (ebenfalls ca. 45% des Umsatzes)
  • und Zubehör (rund 10% des Umsatzes).

Die wichtigsten Marken sind:

  • adidas (>75 % des Umsatzes)
  • und Reebok (>10% des Umsatzes) für Sportschuhe, Sportbekleidung und Accessoires
  • sowie TaylorMade-adidas Golf (rd. 9% des Umsatzes) für die Golfausrüstung.

Starke Position in Schwellenländern

Mehr als 60% des Umsatzes werden im Großhandel erzielt, mittlerweile generiert der konzerneigene Einzelhandel allerdings bereits nahezu 25% des Umsatzes.

Interessant ist, dass der Konzern keine eigene Fertigung unterhält. V. a. bei Sportschuhen und Zubehör werden die Waren fast ausschließlich von asiatischen Herstellern bezogen.

Rund 40% des Umsatzes werden in mittlerweile in den Schwellenländern erzielt. Insbesondere in Russland und China hat die Gruppe eine exzellente Marktposition.

Umsatz klettert um knapp 200%

Mit seiner Positionierung hat Adidas eine beeindruckende Geschäfts-Entwicklung hingelegt: Seit 2002 kletterten die Erlöse von 6,52 auf 19,29 Mrd. € – immerhin ein Plus von 195%.

Im Gegenzug verbesserte sich das Netto-Ergebnis deutlich überproportional von 229 Mio. auf 1,01 Mrd. € (+341%).

Alleine in den vergangenen 3 Geschäftsjahren stieg die Gewinnspanne um 1,9 Prozentpunkte auf zuletzt 5,27%.

China-Deal sorgt für gute Stimmung

Zuletzt wurde der Aktienkurs durch mehrere Meldungen unterstützt. So kooperiert der Sportkonzern in China mit dem Bildungsministerium.

Konkret geht es um Folgendes: Adidas soll in China 50.000 chinesische Sportlehrer auszubilden, damit diese wiederum an 20.000 Schulen in China Fußball-Unterricht geben können.

Insgesamt könnten damit 20 Mio. Schüler erreicht werden. Chinas Regierungs-Chef Xi Jinping gilt als ausgesprochener Fußball-Fan, der die Weltmeisterschaft ins eigene Land holen möchte.

Zwar hat Adidas mit dem Deal keinen direkten wirtschaftlichen Gegenwert, aber die Marke dürfte dadurch deutlich an Bekanntheit gewinnen.

Für den Herzogenauracher Konzern ist China ein bedeutender Markt. Der Umsatz-Beitrag hat sich in den letzten 6 Jahren auf 16% verdoppelt.

Zugleich erzielt Adidas mit 35% Gewinnspanne den höchsten Profit aller Märkte, in denen das Unternehmen aktiv ist.

Analysten-Empfehlung sorgt für Rückenwind

Ein weiterer Grund für den jüngsten Kurssprung war eine Anlage-Empfehlung der HSBC-Bank. Das Bankhaus hat die Aktie gerade auf „Kaufen“ mit Kursziel 210 € (nach 165 € zuvor) hochgestuft.

Unterm Strich liegt das durchschnittliche Kursziel aller Analysten mit 186 € jedoch deutlich tiefer und „nur“ gut 6% über dem aktuellen Kursniveau von 175 €.

Bei einem geschätzten Gewinn je Aktie von 7,25 € für das kommende Geschäftsjahr wird die Aktie im Moment mit dem 24-Fachen der erwarteten Gewinne an der Börse gehandelt.

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