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Crash-Gefahr: Befinden wir uns in einer neuen Aktienmarktblase?

Die Aktienindizes erreichen ständig neue Höchststände.

In den Medien greife ich inzwischen immer häufiger das Wort Aktienmarktblase auf.

Ist es also wieder soweit? Hat der seit März 2009 andauernde Bullenmarkt seinen Zenit bereits überschritten und die Kurse auf wieder gefährliche Blasen-Niveaus katapultiert?

Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Medien mit dem Erreichen von neuen All-Zeit-Hochs der Aktienmärkte immer wieder Themen wie „Aktienmarkt-Blase“ oder „Crash-Gefahr“ spielen – damit verdienen die großen Anleger-Magazine schließlich ihr Geld.

Lassen Sie sich bei Ihrer Geldanlage dadurch nicht beeinflussen und schätzen Sie nüchtern ab, ob wir uns wirklich in einer Phase der spekulativen Übertreibung befinden.

In meiner gestrigen Ausgabe habe ich als „externe Experten-Meinung“ ein aktuelles Interview mit dem amerikanischen Top-Investoren David Tepper aufgegriffen. Er sieht derzeit noch keine Aktienmarktblase und geht weiterhin von steigenden Kursen bis weit ins Jahr 2014 aus.

Heute möchte ich die Gefahr einer möglichen Blasenbildung aus Sicht der Bewertung betrachten und das aktuelle Bewertungs-Niveau mit dem Jahr 1999 – also unmittelbar vor Platzen der Technologie-Blase am Neuen Markt – für Sie vergleichen.

Bewertungskennzahlen: Dezember 1999 vs. November 2013

Jeder Investor hat unter den verschiedenen Bewertungskennzahlen seine persönlichen „Lieblinge“. Für einen möglichst breiten Vergleich werde ich verschieden Kennziffern heran ziehen.

Ich beziehe mich dabei auf den amerikanischen S&P 500, dem wohl weltweit wichtigsten Leitindex, der die größten 500 US-Unternehmen umfasst.

Kurs-Gewinn-Verhältnis: 29,7 (damals) vs. 19,1 (heute)

Auf Basis der Unternehmensgewinne ist der Aktienmarkt im Vergleich zu damals um rund ein Drittel günstiger bewertet. Hieraus kann eine vergleichbare Blasenbildung also nicht abgeleitet werden.

Kurs-Gewinn-Verhältnis nach Shiller: 44,2 (damals) vs. 24,4 (heute)

Da die Bewertung beim „normalen“ Kurs-Gewinn-Verhältnis sehr stark von den Unternehmensgewinnen in nur einem einzigen Geschäftsjahr abhängt, bevorzugen einige Analysten eine Glättung der Gewinne über die vergangenen 10 Jahre.

Auch nach diesem sogenannten Shiller-KGV erscheint der Aktienmarkt heute wesentlich günstiger bewertet als Ende 1999.

Kurs-Umsatz-Verhältnis: 2,4 (damals) vs. 1,6 (heute)

Auch die Bewertung aufgrund der Umsätze – anstatt der Gewinne – lässt den Aktienmarkt im Vergleich zu 1999 wesentlich günstiger bewertet erscheinen.

Ähnlich wie beim Kurs-Gewinn-Verhältnis ist der Aktienmarkt im Vergleich zu damals um rund ein Drittel niedriger bewertet.

Kurs-Buchwert-Verhältnis 5,1 (damals) vs. 2,6 (heute)

Wenn wir die Buchwerte der Unternehmen aus der Bilanz als Bewertungsgrundlage betrachten ist der Aktienmarkt heute sogar nur halb so teuer bewertet wie damals.

Auch hier sind wir demnach noch ein gutes Stück von einer ähnlichen Übertreibung entfernt.

Fazit: Ein Aktienmarktblase lässt sich derzeit nicht ausmachen

Egal welche Bewertungskennzahl Sie heran ziehen wollen, eine spekulative Blase am Aktienmarkt wie in 1999 lässt sich nicht ausmachen.

Für Ihre Aktien-Positionen besteht also weiterhin Luft nach oben.

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