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Dividendenwachstum (Teil 8): AbbVie

Im achten Teil der Serie zum Thema Dividendenwachstum möchte ich Ihnen heute die Aktie des Pharma-Konzerns AbbVie vorstellen.

Wie ich Ihnen im ersten Teil der Serie erläutert habe, sind es nicht die Aktien mit den höchsten Dividendenrenditen, die langfristig den höchsten Erfolg für den Dividendenanleger bringen – sondern die Aktien von Unternehmen, die über einen langen Zeitraum ihre Dividendenausschüttung immer wieder erhöhen.

AbbVie ist als Unternehmen in seiner heutigen Form aus der Abspaltung von dem Pharma-Unternehmen Abbott Laboratories hervorgegangen, das seine Dividendenausschüttung in jedem der vergangenen 42 Jahre erhöht hat.

Das AbbVie-Management hat betont, diese Tradition fortführen zu wollen, sodass neben Abbott Laboratories auch AbbVie – trotz der noch jungen Historie als Unternehmen – bereits als Dividendenwachstums-Aktie zählt.

AbbVie: Das Unternehmen im Kursporträt

AbbVie wurde zwar offiziell von Abbott Laboratories abgespalten, ist jedoch das größere der beiden Unternehmen. Während AbbVie einen Börsenwert von 110 Milliarden US-Dollar aufweist, bringt es Abbott Laboratories „nur“ auf einen Börsenwert von 67 Milliarden US-Dollar.

AbbVie ist im Vergleich zu Abbott Laboratories sehr viel weniger breit aufgestellt. Der Umsatz von AbbVie setzt sich maßgeblich nur aus zehn Medikamenten zusammen – sehr wenig für einen Pharma-Konzern.

Unter diesen zehn Medikamenten sticht eines mit einem Umsatzanteil von rund 70% sogar noch ganz deutlich heraus: Humira. Wenn Sie als Anleger also in die AbbVie-Aktie investieren, sollten Sie sich also bewusst sein, dass Sie damit vor allem auf den Erfolg von Humira setzen.

Humira ist auf dem deutschen Markt unter dem Namen Adalimumab bekannt und wird zur Behandlung verschiedener Arten von Arthritis sowie von chronisch entzündlichen Darmerkrankungen eingesetzt.

Mit knapp 1.000 Euro pro Dosis ist Humira / Adalimumab eines der teuersten Medikamente auf dem Markt. Die Anwendung erfolgt in der Regel alle zwei Wochen. Bei den meisten Patienten sollte die Behandlung innerhalb von zwölf Wochen ansprechen.

AbbVie will sich zukünftig unabhängiger von Humira machen

Auch wenn AbbVie maßgeblich vom Erfolg des Blockbuster-Medikaments Humira lebt, will sich das Unternehmen zukünftig unabhängiger von seinem Flaggschiff-Produkt machen.

Das liegt nicht zuletzt daran, dass AbbVie aufgrund des Patentrechts ab 2016 die Exklusivität für Humira verliert. Dies wird nicht zwangsläufig zu einem Einbruch der Umsätze führen, denn Humira ist im Vergleich zu anderen ähnlichen Medikamenten sehr viel schwieriger durch Generika zu kopieren.

Doch zumindest ein Rückgang des Konzernumsatzes würde sich nicht vermeiden lassen. Um dies zu verhindern investiert AbbVie einen vergleichsweise hohen Anteil von derzeit rund 15% des Umsatzes in die Entwicklung neuer Medikamente und Wirkstoffe.

Hier zeigen sich bereits erste Erfolge: Bereits zwölf Medikamente bzw. Wirkstoffe befinden sich in der wichtigen Testphase 3 der US-Behörde FDA.

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