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Investmentfonds: Schwache Leistung, hohe Gebühren

Sind Sie zufrieden mit der langfristigen Performance Ihrer Investmentfonds?

Fondsmanager werden gut dafür bezahlt, einen Mehrwert für Ihre Anleger zu erzielen.

Im Einzelnen ist es nicht immer ganz einfach, diesen Mehrwert korrekt zu messen. Doch lassen Sie mich an dieser Stelle keine Wissenschaft daraus machen.

Ein Fondsmanager, der z.B. in deutsche Standardwerte investiert, sollte über kurz oder lang den DAX schlagen.

Doch Anspruch und Realität klaffen hier leider oft auseinander. Ich habe einige Studien zu diesem Thema ausführlich durchgearbeitet. Das erschreckende Ergebnisse: Nur etwa jeder vierte Aktienfondsmanger schlägt langfristig seinen Vergleichsindex!

Ich möchte Ihnen heute erläutern, warum Sie der Mehrzahl der Fondsmanager Ihr Geld lieber nicht anvertrauen sollten.

Geringe Leistung, hohe Gebühren

An dieser Stelle möchte ich fairerweise erwähnen, dass vor Abzug der Verwaltungskosten – hierunter entfallen u.a. die Kosten für das Fondsmanagement – der durchschnittliche Fondsmanager sogar noch leicht besser abschneiden würde als der Vergleichsindex.

Dummerweise haben Sie als Anleger herzlich wenig von einer theoretischen Performance vor Kosten. Denn schließlich kommen Sie ja nicht umhin, dass Ihnen die laufenden Kosten aus dem Fonds nun einmal belastet werden.

Nicht mit dem Kunden in einem Boot

Neben den eindeutig kalkulierbaren Kosten sind die falschen Anreize vielleicht noch viel bedeutender, um die enttäuschende Performance der meisten Fondsmanager zu erklären.

In den USA existieren einige bankenunabhängige Fondsmanager, die auch den Großteil des eigenen Vermögens in die von Ihnen gesteuerten Fonds investieren. Hier sitzen die Fondsmanger aus Überzeugung mit den Investoren in einem Boot.

Und in Deutschland? Wenn man in Frankfurt den einen oder anderen Fondsmanager kennt, dann weiß man, dass das hierzulande leider ganz anders gehandhabt wird.

Kaum ein Fondsmanager investiert einen nennenswerten Teil seines Vermögens in den Fonds, für den er verantwortlich ist.

Die Anreize, hier absolute Höchstleistung im gemeinsamen Interesse von sich selbst und dem Kunden zu erbringen, fallen hier also weg.

Lieber nicht nach Leistung bezahlen

Demnächst werden bei vielen Fonds die leitungsabhängigen Gebühren gesenkt. Das wäre bis hierhin ja zunächst mal eine gute Nachricht.

Dummerweise werden im Gegenzug die laufenden jährlichen Gebühren erhöht. Wenn man keine nennenswerte Leistung erbringt, fällt es sicherlich nicht schwer, die leistungsabhängige Vergütung zu reduzieren.

Die gleichzeitige Erhöhung der laufenden Gebühren dann quasi noch als fairen Ausgleich dafür zu verkaufen ist jedoch – vorsichtig formuliert – sehr fragwürdig.

Ob es nun die Kosten oder die falschen bzw. fehlenden Anreize sind: Fakt ist, dass die meisten Investmentfonds ihr Geld leider nicht wert sind.

Natürlich existieren auch hierbei Ausnahmen. Im Bereich der bankenunabhängigen Vermögensverwalter finden sich einige Fonds, die auch nach Kosten eine ordentliche Leistung abliefern – leider eher die Ausnahme als die Regel.

Von Investmentfonds, die von den Kapitalanlagegesellschaften der großen Banken und Sparkassen verwaltet werden, sollten Sie aber in jedem Fall die Finger lassen.

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