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Paragon-Aktie: Spezialist für Automobilelektronik im Höhenflug

War die Aktie von Paragon bislang eher Nebenwertespezialisten ein Begriff, ist das Unternehmen mittlerweile in aller Munde. Alleine der Blick auf die Performance zeigt Ihnen, dass die Aktie eine regelrechte Neubewertung erfahren hat. Seit Jahresbeginn kletterten die Papiere immerhin um über 90% nach oben. Dabei waren hierfür nicht nur die soliden Geschäftszahlen verantwortlich. Vielmehr sorgte der zuletzt angekündigte Börsengang der Batterietochter Voltabox für Euphorie unter den Anlegern und trieb die Aktie auf ein neues Rekordhoch.

Paragon im Porträt

Das Delbrücker Unternehmen Paragon entwickelt, produziert und vertreibt Lösungen im Bereich der Automobilelektronik. Zum Portfolio des Direktlieferanten der Automobilindustrie zählen Produkte in den Bereichen Luftqualität, Antriebsstrang, Akustik, Cockpit, Schrittmotoren, Media-Interfaces und Bedienung.

Zum Kern der Unternehmensstrategie gehört die Konzentration auf Produkte jenseits des Mainstreams. Die entwickelten Lösungen sind vorwiegend Nischenprodukte, die sich trotzdem durch hohes Stückzahlpotential auszeichnen. Im Auftrag seiner Kunden konzipiert das Unternehmen ganzheitliche Systemlösungen, die neben der notwendigen Technologie auch die reibungslose Systemintegration und optimale Anpassung ermöglichen sollen.

Voltabox-Börsengang sorgt für Kursphantasie

Zuletzt hat sich die Aufmerksamkeit der Anleger aber hauptsächlich um die Battiertochter Voltabox gedreht. Denn worüber in den vergangenen Monaten viel spekuliert wurde, bewahrheitet sich jetzt: Der Börsengang der aussichtsreichen Tochtergesellschaft steht in den Startlöchern.

Noch in diesem Herbst ist die Erstnotiz im stark regulierten Prime Standard geplant. Der Zeitpunkt für den Börsengang ist ausgesprochen gut gewählt. Alleine in den kommenden zwei Jahren soll sich der Umsatz von Voltabox auf 100 Millionen Euro vervierfachen. Das Auftragsbuch ist mit 805 Millionen Euro prall gefüllt. In diesem Jahr soll erstmals ein operativer Gewinn erzielt werden.

Rasantes Wachstum im Batteriemarkt

Voltabox stellt Batteriesysteme auf Lithium-Ionen-Basis her, die zum Beispiel in Gabelstaplern, Bergbaufahrzeugen und Oberleitungsbussen für den öffentlichen Personennahverkehr zum Einsatz kommen. Mit rund 90 Mitarbeitern verfügt der Konzern neben einer Produktionsstätte in Delbrück auch über Kapazitäten in Texas.

Mit der Positionierung trifft Voltabox auf Gefallen bei den Investoren. Denn der Batteriemarkt soll laut Experten bis 2026 auf 185 Milliarden US Dollar wachsen. Für Sie zum Vergleich: Im vergangenen Jahr lag das Marktvolumen bei „gerade“ einmal 43 Milliarden US Dollar.

Einnahmen sollen Expansion vorantreiben

Experten gehen davon aus, das Voltabox an der Börse mit gut 150 Millionen Euro bewertet werden kann. Dabei soll mit dem eingesammelten Geld vor allem der Geschäftsausbau vorangetrieben und ein Gesellschafterdarlehen zurückgeführt werden. Auch eventuelle Zukäufe sind für die Konzernführung ebenfalls denkbar. Nach dem Börsengang wird die Mutter Paragon voraussichtlich weiterhin 60% aller Anteile an Voltabox halten, 40% sollen dann im Streubesitz liegen.

Fazit: Bislang zeichnete sich Paragon eher durch überschaubare Wachstumsraten aus. Im vergangenen Jahr lag der Umsatz mit 102,8 Millionen Euro 8% über dem Vorjahresniveau. Zugleich war die Gewinnmarge mit gut 3,5% in den vergangenen Jahren zwar stabil, aber eben auf niedrigem Niveau. Mit dem Börsengang von Voltabox und dem prognostiziertem Wachstum könnte sich dies zukünftig ändern. Nach dem starken Kursanstieg liegt der Börsenwert bei 385 Millionen Euro. Weitere Kurssteigerungen dürften stark von dem Bewertungsniveau der Voltabox-Papiere und dem Erfolg des Börsengangs abhängen.

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