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PepsiCo-Aktie: Investor drängt auf Aufspaltung

Wenn Sie an Hersteller von Limonade denken, kommen Ihnen wahrscheinlich die beiden „Großen“ der Branche in den Sinn – Coca Cola und PespiCo.

Ihre Produkte zählen zu den weltweit bekanntesten Marken. Mit einem Börsenwert von 188 Milliarden US-Dollar ist Coca Cola gegenüber PepsiCo (Börsenwert: 148 Milliarden US-Dollar) der größere der beiden erbitterten Konkurrenten.

Nun, PepsiCo könnte in Zukunft vielleicht noch „kleiner“ werden. Nicht etwa, weil ich einen dramatischen Kursverfall der PepsiCo-Aktie erwarte. Das solide aufgestellte Kerngeschäft des Unternehmens macht dies auch unwahrscheinlich.

Doch eigentlich stecken hinter PepsiCo inzwischen bereits zwei Kerngeschäfte. Und genau hier will ein Großinvestor ansetzen und PepsiCo in zwei kleinere Unternehmen zerschlagen.

PepsiCo produziert weit mehr als nur Pepsi-Cola

Das bekannteste Produkt des Unternehmens ist Pepsi – auch gerne als Pepsi-Cola bezeichnet. Neben diesem Coca-Cola-Konkurrenzprodukt stellt PepsiCo eine Reihe weiterer Limonaden-Getränke her. Daneben setzt das Unternehmen verstärkt auf gesündere, nicht-kohlesäurehaltige Getränke, wie Gatorade oder Tropicana.

Doch die gesamte Getränke-Sparte macht nur rund die Hälfte des gesamten Konzernumsatzes von PepsiCo aus. Die andere Hälfte der Erlöse erzielt das Unternehmen mit Snacks – hierbei vor allem mit Kartoffel-Chips und ähnlichen Produkten.

Großinvestor Nelson Peltz drängt auf die Aufspaltung von PepsiCo

Nelson Peltz, ein in der PepsiCo-Aktie investierter Hedge-Fonds-Manager, setzt das Management derzeit unter Druck. Er fordert, dass der Konzern aufgespalten wird und die Getränke- und die Snack-Sparte jeweils von einem eigenständigen Unternehmen weitergeführt werden.

Bereits im vergangenen Februar untermauerte Peltz seine Forderung mit einem 37seitigen Brief an den PepsiCo-Aufsichtsrat. Seine Argumentation: „Zwei schlankere und eigenständig agierende Unternehmen würde zu einem deutlichen Umsatz- und Margen-Wachstum bei der Snack-Sparte führen, während die Getränke-Sparte stabile Cash Flows generieren würde, die an die Aktionäre ausgeschüttet werden könnten.“

Mit anderen Worten: Peltz fordert jeweils ein klareres Profil durch zwei eigenständige Unternehmen. Die Snack-Sparte wäre somit eher für Investoren interessant ist, die auf Wachstumsaktien fokussiert sind.

Die etablierte und stabil (aber nicht mehr so schnell) wachsende Getränke-Sparte wäre eher für sehr defensiv ausgerichtete Investoren interessant, die auf stabile Erträge aus sind. Die Gewinne bzw. Cash Flows eines solchen neuen Unternehmens sollten laut Peltz in Form von Dividenden und Aktienrückkäufen an die Aktionäre ausgeschüttet werden.

Neues Aufsichtsratsmitglied entfacht die Gerüchte erneut

Nachdem es im weiteren Verlauf des vergangenen Jahres zunächst ruhig um die Forderung von Peltz wurde, bekommen die Gerüchte um eine mögliche PepsiCo-Aufspaltung jetzt wieder neue Nahrung.

Denn mit William R Johnson, dem ehemaligen Firmenchef des Ketchup-Herstellers Heinz, wird ab März ein neues Mitglied im PepsiCo-Aufsichtsrat vertreten sein. Das Pikante dabei: Johnson arbeitet daneben u.a. als Berater von Trian Fund Management – dem Hedge-Fonds, der von Nelson Peltz geleitet wird!

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