Produkt Logo

Teva-Aktie: Generika-Konzern setzt den Rotstift an

Am Aktienmarkt ist seit jeher Selektion Trumpf. Nur auf einen Branchentrend zu setzen ist wenig ratsam und dürfte Ihnen auf lange Sicht nicht die gewünschte Überrendite bringen. Bestes Beispiel ist die Pharmabranche. Bei vielen Anlegern sind die Unternehmen auf Grund ihrer konstanten Einnahmen und langen Produktlebenszyklen ausgesprochen beliebt. Doch nicht alle Firmen gehören zu den Gewinnern. Nehmen Sie das israelische Pharmaunternehmen Teva. Der Konzern gehört zu den 10 führenden Herstellern von Arzneimitteln weltweit und gilt als einer der Marktführer bei Generika.

Doch der Blick auf den Aktienkurs zeigt Ihnen, dass es hier ordentlich im Getriebe stottert. Immerhin haben die Teva-Papiere auf Sicht der vergangenen 12 Monate satte 65% an Wert verloren.

Teva im Porträt

Bevor ich auf die jüngste Entwicklung eingehe, möchte ich Ihnen Teva kurz vorstellen. Der Konzern ist in über 70 Ländern aktiv und erwirtschaftete 2016 global knapp 22 Milliarden US-Dollar Umsatz mit nahezu 57.000 Beschäftigten. Dabei ist Teva auf die Entwicklung, Produktion und den Vertrieb von Arzneimitteln wie Spezialtherapeutika, Generika und freiverkäufliche Medikamente (OTC-Arzneimittel) sowie Arzneistoffen spezialisiert. Der Forschung und Entwicklung am Standort Deutschland kommt eine zentrale Rolle im Konzern zu. Zu Teva Deutschland gehört unter anderem Ratiopharm.

Nach Allergan-Deal hoch verschuldet

In den zurückliegenden Jahren hat Teva nicht auf organisches Wachstum gesetzt. Auch mittels Übernahmen wollte der Pharmakonzern seine Geschäfte ausweiten. Einen richtig großen Schluck aus der Pulle nahme Teva im Sommer 2015, als der Konzern eine 40,5 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte für den irischen Botox-Hersteller Allergan auf den Tisch legte. Seither kämpft Teva nicht nur mit einer schweren Schuldenlast.

Steigender Wettbewerbsdruck zwingt Teva zu tiefen Einschnitten

Vor allem der steigende Wettbewerbsdruck und sinkende Preisen für seine Produkte in den USA machen dem Unternehmen zu schaffen. Teva hatte bereits vor Monaten reagiert und einzelne Unternehmensteile verkauft, Stellen gestrichen und die Kreditbedingungen mit seinen Geldgebern neu ausgehandelt. Doch offenbar reichen die Maßnahmen nicht aus. Firmenchef Kare Schultz greift jetzt durch und kündigt noch drastischere Einschnitte an..

Massiver Kahlschlag geplant

Vergangene Woche war aus einem Medienbericht hervorgegangen, dass Teva fast jeden vierten Arbeitsplatz in Israel und zahlreiche weitere Stellen in den USA abbauen will. In absoluten Zahlen bedeutet das: Von den dort rund 10.000 Beschäftigten in den USA ist ein zweistelliger Prozentsatz betroffen. Im Heimatland Israel sollten 20 bis 25% der 6860 Mitarbeiter dem Kahlschlag zum Opfer fallen.

Teva mit deutlich reduzierter Prognose

Anfang November musste Teva bereits seine Anleger enttäuschen. Die Jahresprognose wurde abermals reduziert. Die Ratiopharm-Mutter peilt nun mit einem Umsatz von 22,3-22,3 Milliarden Dollar rund 1 Milliarde Dollar weniger an als zuvor erwartet worden war. Beim bereinigten Gewinn je Aktie werden nun 3,77 bis 3,87 Dollar erwartet – zuvor waren noch bis zu 4,50 Dollar in Aussicht gestellt worden. Kein Wunder also, dass die Aktie zuletzt kräftig auf Tauchstation ging.

Bringt der Milliardär Len Blavatnik die Wende

Operativ gibt es im Moment also wenig zu feiern. Allzu verständlich, dass sich die Anleger an jeden noch so kleinen Strohhalm klammern. So wurde kürzlich spekuliert, ob die Unternehmensgruppe Access Industries, hinter der sich der Milliardär Len Blavatnik verbirgt, vor dem Kauf eines größeren Aktienpakets steht. Insidern zufolge könnte es um ein Aktienpaket im Wert von 3 Milliarden Dollar gehen. Dem Aktienkurs konnten die Gerüchte aber nur sehr kurzfristig helfen.

<>

November 2017: Die 5 größten Aktien-Positionen des Top-Investors David Einhorn

Der Top-Investor David Einhorn setzt sowohl auf steigende wie auch auf fallende Aktienkurse. In der Finanzkrise 2008 hat er so vom Niedergang der US-Investmentbank Lehman Brothers profitiert.

Seit Gründung seines Hedge-Fonds Greenlight Capital in 1996 erzielten seine Anleger im Durchschnitt mehr als 20% Wertzuwachs pro Jahr.

Heute möchte ich Ihnen die derzeit 5 größten Aktien-Positionen des erfolgreichen Hedge-Fondsmanagers David Einhorn vorstellen. Hier die komplette Übersicht der Top-5-Positionen von Greenlight Capital:

General Motors

Größte Position ist die Aktie des Automobil-Herstellers General Motors. Die Aktie macht mittlerweile knapp 24% des gesamten Portfolios von Einhorn aus.

Nach den starken Kursgewinnen der Aktie hat der Fondsmamanger die Position allerdings um 11,38% reduziert. Insgesamt hat Einhorn gut 1,4 Milliarden $ in den Konzern investiert.

AerCap Holdings

Zweitgrößte Position ist die Aercap Holdings-Aktie mit einer Portfolio-Gewichtung von 10,8%. Einhorn hält Aercap-Aktien im Wert von gut 630 Mio. $ im Bestand. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Fondsmanager sein Investment nur marginal (-0,84%) verändert.

Der Konzern ist eine niederländische Holding und zählt den größten Gesellschaften im Bereich Flugzeug-Leasing. 2014 wurde die US-amerikanische ILFC übernommen und vollständig in den Konzern integriert. Zuletzt erzielte Aercap bei Erlösen von 5,1 Milliarden $ einen Gewinn von 1,04 Mrd. $ und damit eine Gewinnmarge von 20,3%.

Consol Energy

Drittgrößte Beteiligung ist die Aktie des US-Konzerns Consol Energy. Die Aktienposition wurde macht derzeit 6,55% des Portfolios aus. Insgesamt hat Einhorn knapp 385 Mio. $ in dem Konzern investiert. Damit hält der Investor 9,85% aller ausstehenden Aktien von Consol Energy.

Consol Energy ist in der Förderung von Steinkohle sowie Öl und Gas tätig. Bei Erlösen von 2,02 Mrd. $ schrieb der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr rote Zahlen und musste einen Verlust von 848 Mio. $ ausweisen.

Apple

Viertgrößte Position ist die Apple-Aktie mit einer Portfolio-Gewichtung von 5,77%. Einhorn hält Apple-Aktien im Wert von gut 340 Mio. $ im Bestand.

Nach der herausragenden Kursentwicklung von fast 50% seit Jahresbeginn hat Einhorn seine Position deutlich reduziert (-44,18%). Gegenüber dem Unternehmen will Einhorn seinen Einfluss als Großinvestor weiterhin geltend machen: Seine Forderung nach einer größeren Dividendenausschüttung hat im bereits im vergangenen Jahr für Schlagzeilen gesorgt.

Mylan

Fünftgrößte Position ist die Aktie des Pharmaunternehmens Mylan. Die Aktie macht eine Gewichtung von ca. 5,75% des gesamten Portfolios von Einhorn aus.

Im Vergleich zum Vorquartal hat Einhorn die Position in dem Pharmaunternehmen nur minimal ausgebaut (+0,40%). Insgesamt hat Einhorn gut 337 Millionen $ in den Konzern investiert und hält damit 2% aller Aktien des Konzerns.

<>

November 2017: Auf diese Aktien setzt Eminence Capital

Der Firmenchef Ricky Sandler hatte sich bereits vor der Gründung von Eminence Capital in den 90er Jahren zusammen mit Wayne Cooperman selbstständig gemacht. Bei diesem Namen dürfte es eventuell bei Ihnen klingeln. Denn Wayne Cooperman ist der Sohn von Leon Cooperman, dem ehemaligen Leiter der Vermögensverwaltungssparte der US-Investmentbank Goldman Sachs und heute einer der einflussreichsten Großinvestoren der USA.

Ricky Sandler investiert sowohl in deutlich unterbewertete Value-Aktien als auch in Aktien von sehr wachstumsstarken Unternehmen. Egal in welche der beiden Kategorien er investiert, ein Blick in mit sein Aktiendepot zeigt, dass es ihm bei den investierten Unternehmen auf eine hohe Kundenbindung ankommt. Mit seinem Anlagestil kann Sandler auf eine beeindruckende Rendite zurückblicken.

Mit seinen 20 größten Aktienpositionen hat Eminence Capital von April 2001 bis April 2016 eine Rendite von +405% erzielt und lag damit bedeutend besser als der US-Leitindex S&P 500 (inkl. Dividenden +142%).

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Ricky Sandler lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Eminence Capital:

Lennar Corp:

Die größte Position ist die Aktie des Immobilienkonzerns Lennar Corp. Sandler hat insgesamt 428 Millionen Dollar in dem Konzern investiert. Damit stecken 7,13% der gesamten Vermögenswerte in der Aktie. Dies entspricht 3,45% aller ausstehenden Anteilsscheine.

Lennar aus Florida ist auf den Bau von Einfamilienhäusern spezialisiert. Nach der Finanzkrise musste der Konzern massive Geschäftseinbußen verkraften. Von 2006 bis 2010 schmolzen die Umsätze von 16,2 auf nur noch 3 Milliarden Dollar zusammen. In den zurückliegenden Jahren folgte dann eine kräftige Erholung. Bei 10,9 Milliarden Dollar Jahresumsatz erzielte Lennar zuletzt wieder einen Gewinn in Höhe von 912 Millionen Dollar.

Intercontinental Exchange:

Zweitgrößte Position ist die Aktie des Börsenbetreibers Intercontinental Exchange. In der Aktie hat Sandler 371 Millionen Dollar beziehungsweise 6,18% seiner Vermögenswerte investiert.

Der Konzern hat sich auf den elektronischen Handel von Optionen und Futures auf Elektrizität, Energie- und Agrarrohstoffe sowie Emissionen spezialisiert. Zuletzt erzielte das Unternehmen bei einem Umsatz von 5,95 Milliarden Dollar eine Gewinnmarge von 23,87%.

ARRIS International:

Die drittgrößte Position von Eminence Capital ist der Technologiekonzern ARRIS International. Insgesamt hält der Fondsmanager Aktien im Gegenwert von 256 Millionen Euro. Das entspricht knapp 4,74% des Portfolios. Im Vergleich zu den Vormonaten hat Sandler die Position um weitere 9,31% aufgebaut.

ARRIS International (ehemals Antec Corporation) ist ein Hersteller von Modems und Set-Top-Boxen mit Sitz in London und operativer Hauptzentrale in Suwanee, Georgia. Kunden des Unternehmens sind Telekommunikationsunternehmen und Kabelnetzbetreiber wie Comcast und Time Warner Cable. Mit einem Jahresumsatz von 6,8 Milliarden Dollar erwirtschaftete der Konzern zuletzt einen hauchdünnen Gewinn von 18 Millionen Dollar.

<>

Alibaba-Aktie: Chinas Online-Gigant investiert Milliarden in Supermärkte

Der Online-Boom geht ungebrochen weiter. Ob Singles Day, Cyber Monday oder Black Friday. Die E-Commerce-Riesen übertreffen sich mit immer neuen Absatzrekorden. Auch die Aktienkurse der Branchengrößen sind zuletzt durch die Decke gegangen. Während die Amazon-Aktie seit Jahresbeginn um gut 50% zugelegt hat, kletterten die Papiere des chinesischen Onlinekonzerns Alibaba sogar um über 90%.

Zeitgleich zum enormen Boom im Onlinehandel bauen die Internetfirmen auch ihr stationäres Angebot massiv auf. Während Amazon vor einigen Monaten die Bio-Supermarktkett Whole Foods für fast 14 Milliarden Dollar schluckte, hat sich Alibaba jetzt beim zweitgrößten Kaufhausbetreiber Chinas eingekauft.

Alibaba steigt mit 2,4 Milliarden Dollar bei Kaufhauskette ein

Mit dem Zukauf macht Alibaba einen weiteren Schritt in der Verstärkung seiner Offline-Aktivitäten. Konkret sieht der Deal so aus: Alibaba blättert 2,4 Milliarden Dollar auf den Tisch. Im Gegenzug erhält der Onlineriese 36% an der in Hongkong gelisteten Sun Art Retail Group. Hierzulande unbekannt handelt es sich dabei um den zweitgrößten Warenhausbetreiber in China.

Insgesamt betreibt die Gruppe 450 großflächige Supermärkte im Reich der Mitte. Mit 14,6% Marktanteil ist das Objekt der Begierde die Nummer Zwei hinter der China Resources Group. Bei dem Zukauf handelt es sich übrigens nicht um einen Einzelfall. Alibaba setzt mit Deal seine Einkaufstour unbeirrt fort. Immerhin hat der Konzern in den vergangenen beiden Jahren über 9 Milliarden Dollar in den Zukauf von traditionellen Einzelhändlern investiert. Darunter fiel der chinesische Elektronikwarenhändler Suning Commerce, der Shoppingzentrumbetreiber Inime Retail sowie der Sanjijang Shopping Club Co.

Verbindung von Online- und Offline-Handel

Dabei geht es Alibaba vor allem um eins:  Das Supermarktgeschäft soll durch die Verzahnung mit dem Onlinehandel leistungsfähiger gemacht werden. Immerhin zielt Alibaba mit der neuen Beteiligung  auf den 500 Milliarden Dollar schweren Lebensmittel-Einzelhandelsmarkt in China. Dabei will Alibaba-Firmenchef Daniel Zhang die konventionellen Läden mit Big-Data-Technologien und personalisiertem Service wieder auf Spur bringen. Ideen gibt es genug. In zahlreichen Supermärkten testet der Konzern bereits  mobile Apps mit QR-Scanner, besondere Bezahldienste oder persönliche Angebote.

Rasantes Wachstum

Ein Blick in die Zahlen verrät Ihnen, welch steilen Wachstumspfad der Onlinegigant in den letzten Jahren verfolgt hat. So wurde der Jahresumsatz von 174 Millionen Dollar in 2006  auf 22,95 Milliarden im zurückliegenden Geschäftsjahr gesteigert. Im Gegenzug kletterten die Gewinne von 28 Millionen Dollar auf beeindruckende 6,33 Milliarden Dollar. Damit erzielte der E-Commerce-Spezialist zuletzt eine Gewinnspanne von 27,59%.

Auch in diesem Jahr hält das hohe Wachstum unverändert an. Im jüngsten Quartal schossen die Umsätze um 61% auf 8,28 Milliarden Dollar nach oben, der Gewinn verbesserte sich nahezu im Gleichschritt um 63%. Zuletzt konnte der chinesische Konzern den größten Tagesumsatz der Firmengeschichte vermelden. Am sogenannten Singles Day am 11. November verkaufte Alibaba Waren im Gegenwert von 25,3 Milliarden Dollar innerhalb von 24 Stunden (+39% zum Vorjahr).

Cloud-Geschäft mit starken Zuwächsen

Dabei boomt nicht nur das Geschäft mit dem Online-Handel. Auch im Cloud-Segment feuert der Konzern aus allen Rohren.  So erhöhte sich der Cloud-Umsatz im vergangenen Quartal um 99% auf 447 Millionen Dollar. Interessant zu wissen: Alibaba hat mittlerweile das größte Cloud-Geschäft in China und das drittgrößte weltweit.

<>