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April 2018: Die 3 größten Investments von Top-Investor Steve Mandel

Heute möchte ich für Sie auf die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Value-Investors Steve Mandel eingehen.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Aktien mit gutem Chance-Risiko-Verhältnis sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Top-Investoren wie Steve Mandel lohnen.

Steve Mandel war einst Schüler der Investoren-Legende Julian Robertson und dessen Tiger Management Hedgefonds. Der Guru war zu seiner Zeit eine wahre Größe an der Wall-Street. Die auserwählten Schüler von Robertson erhielten den Beinamen „Tiger Cub“.

Mittlerweile zählt Steve Mandel mit einem verwalteten Vermögen von über 19 Milliarden Dollar selbst zu den erfolgreichsten Hedgefondsmanagern weltweit. Steve Mandel fährt eine eher kurzfristige bis mittelfristige Investmentstrategie. Kaum eine Position wird länger als wenige Jahre gehalten, meist nur für sechs bis 24 Monate. Mit seiner Strategie war Mandel ausgesprochen erfolgreich. Von 1997 bis 2017 erzielte er eine jährliche Rendite von 19,5%.

Doch nach den erfolgreichen Jahren informierte der 61-jährige Guru vor wenigen Monaten seine Investoren, dass er sich ab dem Jahr 2020 aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen des Top-Investors:

Constellation Brands

Größte Position ist die Constellation Brands-Aktie mit einer Gewichtung von rund 5,81%. Damit setzt Mandel auf den größten Anbieter von alkoholischen Getränken in den Vereinigten Staaten. Zugleich ist Constellation Brands das größte Wein-Unternehmen der Welt.

Insgesamt hat Mandel mit 1,11 Milliarden Dollar 5,81% seiner Vermögenswerte in den US-Konzern investiert. Damit hält der Investor 2,54% aller Anteile des Unternehmens. In den vergangenen Jahren zeigte Constellation Brands ein beeindruckendes Wachstum. Seit 2012 kletterten die Umsätze von 2,65 auf 7,58 Milliarden Dollar in die Höhe. Zugleich erhöhten sich die Gewinne von 445 Millionen Dollar auf 2,31 Milliarden Dollar. Damit erzielte Constellation Brands zuletzt eine außergewöhnliche Gewinnmarge von 30,57%.

Alibaba Group

Zweitgrößte Position ist die Alibaba Group-Aktie mit einer Gewichtung von rund 5,71%. Die Alibaba Group ist nach eigenen Angaben die größte IT-Firmengruppe Chinas. Zuletzt hielt Mandel Aktien im Gegenwert von 1,09 Milliarden Dollar in der Aktie. Das entsprach 5,71% seines Gesamtportfolios.

Der chinesische Technologiekonzern zeigte ebenfalls ein rasantes Wachstum. In 2006 erzielte Alibaba erst einen Jahresumsatz von 174 Millionen Dollar. Im zurückliegenden Geschäftsjahr waren es bereits 22,95 Milliarden Dollar. Zugleich fuhr das Unternehmen einen Gewinn von 6,33 Milliarden Dollar ein.

Activision Blizzard

Drittgrößte Position ist die Activision Blizzard-Aktie mit einer Gewichtung von gut 5,6%. Bei Activision Blizzard handelt es sich um einen Computer- und Videospiele-Konzern mit Sitz in Santa Monica in den USA.

Insgesamt hält Mandel 17,13 Millionen Aktien beziehungsweise 2,26% aller ausstehenden Anteile des Konzerns. Zuletzt erzielte das Unternehmen bei einem Jahresumsatz von 7,01 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 273 Millionen Dollar.

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Texas Instruments-Aktie: Technologieikone reitet Chipwelle

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. In den vergangenen Tagen legten reihenweise Technologiekonzerne aus den USA ihre Bilanzen offen. So auch der Chipspezialist Texas Instruments, der mit seinen vorgelegten Ergebnissen überzeugen konnte. Die Anleger quittierten die hohe Wachstumsdynamik mit einem satten Kurssprung von über 4%. Interessant sind die Ergebnisse noch aus einem anderen Grund: Texas Instrument gilt auf Grund seiner breiten Aufstellung als Gradmesser für den Zustand und die Aussichten der Elektronikindustrie.

Vom Pionier bei Heimcomputern zum weltweiten Chiphersteller

Bevor ich auf die Zahlen näher eingehe, möchte ich Ihnen den Traditionskonzern aus Dallas in den USA näher vorstellen. Der Konzern entstand 1951 aus dem im Jahr 1930 gegründeten Vorgängerunternehmen Geophysical Service. 1954 brachte der Konzern das erste Transistorradio auf den Markt. Danach gehörte Texas Instruments zu den Pionieren auf dem Gebiet der Taschenrechner und Heimcomputer.

Heute ist die Firma ein weltweit führender Chip-Hersteller. Kernkompetenzen liegen in den Bereichen digitale Signalprozessoren und analoge Technologien. Das Portfolio besteht aus mehreren zehntausend unterschiedlichen Halbleiterprodukten. So ist der Konzern führend bei Chips, die die Alltagsgeräte wie Fernseher und Waschmaschinen steuern, aber auch in Medizinapparaten, Industrieanlagen oder Autos zu finden sind. Mit weltweit 30.000 Mitarbeitern in 35 Ländern erzielte Texas Instruments zuletzt einen Jahresumsatz von 14,96 Milliarden Dollar.

Texas Instruments mit starkem Jahresauftakt

In den vergangenen Jahren zeigte die Firma kontinuierliche Zuwachsraten. Seit 2013 kletterten die Umsätze von 13 auf zuletzt knapp 15 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte im gleichen Zeitraum deutlich überproportional von 2,16 auf 3,68 Milliarden Dollar zu. Seit nunmehr vier Jahren liegt die Gewinnspanne deutlich über der 20%-Marke (2017: 24,61%).

Die erfreuliche Entwicklung hielt auch im Jahresauftaktquartal an. In den ersten drei Monaten erhöhte sich der Umsatz auf 3,79 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 11% entspricht. Im Gegenzug verbesserte sich der Nettogewinn auf 1,37 Milliarden Dollar. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 997 Millionen Dollar. Dabei hat vor allem die hohe Nachfrage aus dem Automobilbereich und der Industrie für Rückenwind gesorgt.

Steuereffekte positiver als gedacht

Zusätzlichen Schub erhält Texas Instruments durch die US-Steuerreform. Firmenchef Rich Templeton deutete an, dass die Effekte stärker sein werden als ursprünglich angenommen. In diesem Jahr werde die Steuerquote voraussichtlich 20% statt der bislang geschätzten 23% betragen. Im kommenden Jahr soll die Quote dann auf 16% sinken. Hier war der Chipspezialist bislang von 18% ausgegangen.

Die Analysten sind sich trotz der Zuwachsraten uneins. Von den 33 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten lediglich 14 zum Kauf der Papiere. Die große Mehrheit (18) sieht in dem Titel eine Halteposition. Einer der Banker stuft die Aktie sogar als Verkauf ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 120 Dollar dennoch 16% über dem aktuellen Kursniveau.

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Philip Morris-Aktie: Quartalszahlen sorgen für Blutbad

Geraucht wird immer. So lautet zumindest die Argumentation von vielen Tabak-Aktien-Anhängern. Die großen Tabakkonzerne galten daher lange als beliebtes defensives Investment. Eine gut planbare Geschäftsentwicklung, hohe Gewinnmargen, überschaubare Investitionen und hohe Dividendenzahlungen zogen die Anleger an wie die Motten das Licht.

Damit könnte nun Schluss sein. Die Aktie des Marlboro-Herstellers Philip Morris wurde nach Vorlage der jüngsten Quartalszahlen regelrecht abgeschlachtet. Mit einem satten Tagesverlust von über 15% dürfte das ein Warnsignal an die komplette Tabakbranche gewesen sein.

Philip Morris – weltweit führender Hersteller von Tabakprodukten

Philip Morris International zählt zu den größten Herstellern von Tabakprodukten weltweit. Das Produktportfolio setzt sich aus international führenden Marken wie Marlboro, L&M und Philip Morris zusammen. Über 15 internationale und regionale Marken aus unterschiedlichen Preiskategorien werden in rund 180 Ländern verkauft. Der Konzern hält knapp ein Drittel der Anteile am weltweiten Zigarettenmarkt.

Daneben ist das Unternehmen in zunehmendem Maß auch an anderen Tabakprodukten wie Zigarren, Feinschnitten und rauchfreien Tabakprodukten beteiligt. Die offensichtlichen Gesundheitsrisiken der eigenen Produkte versucht Philip Morris durch eigene Forschung und durch die Zusammenarbeit mit Regierungen zur Regulierung und Aufklärung zu reduzieren.

Glanzzeiten der Zigarette sind vorbei

Der Trend weg von den klassischen Zigaretten ist keinesfalls neu. Bereits seit einigen Jahren kämpft Philip Morris mit rückläufigen Geschäften. Seit 2012 sank der Jahresumsatz von 31,37 auf 28,78 Milliarden Dollar im vergangenen Geschäftsjahr. Im Gegenzug schmolz die Gewinnmarge von beachtlichen 28,05% auf 20,99% zusammen.

Im ersten Quartal ging der Absatz herkömmlicher Zigaretten und Zigarren weiter zurück. So sank beispielsweise der Absatz von Zigaretten auf 164 Milliarden Stück (-5,3%). Doch der US-Konzern konnte dank E-Zigaretten oder Verdampfern seinen bereinigten Umsatz sogar um 8,3% auf 6,9 Milliarden Dollar erhöhen.

E-Zigaretten werden immer wichtiger

Die Zahlen zeigen Ihnen wie wichtig alternative Produktangebote für die Tabakkonzerne geworden sind. Bis zum Jahr 2025 will der US-Konzern 30% mit Produkten erwirtschaften, die mit weniger Risiken für die Gesundheit einhergehen.

Trotz des gesteigerten Umsatz musste Philip Morris Einbußen beim Gewinn hinnehmen. Ohne positive Währungseffekte sank der Gewinn im Startquartal um 2,7%. Mit Rückenwind durch den schwachen Dollar verbesserte sich der Gewinn nur marginal um 0,4% auf 2,4 Milliarden Dollar.

Ausblick sorgt für Irritationen

Eigentlich liest sich der Ausblick der Konzernführung auf den ersten Blick gar nicht mal schlecht. So soll der Gewinn je Aktie auf Grund einer niedrigeren Steuerquote und der schwachen Heimatwährung auf 5,25 bis 5,40 Dollar nach oben klettern. Das wäre immerhin ein Anstieg um 35 bis 39%. Für Sie zum Vergleich: Im zurückliegenden Geschäftsjahr erzielte der Tabakriese einen Gewinn je Anteilsschein von 4,72 Dollar.

Da Philip Morris stark von den Auslandsmärkten abhängt, ist die Entwicklung des Dollar-Kurses entscheidend. Sollte der Greenback nämlich aufwerten, dann könnte der angepeilte Gewinnzuwachs auf nur noch 8 bis 11% zusammenschmelzen. An seiner Dividendenpolitik hält Philip Morris vorerst fest. Auf das Jahr hochgerechnet schüttet der Konzern 4,28 Dollar aus, was nach dem Kursrutsch eine Dividendenrendite von beinahe 5% entspricht.

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American Express-Aktie nach starken Zahlen im Höhenflug

Die Berichtssaison läuft weiter auf Hochtouren und sorgt wie jedes Quartal für eine erhöhte Schwankungsbreite bei den Unternehmen, die gerade über ihre Geschäftsergebnisse berichten. So auch bei dem Kreditkartenanbieter American Express, der die Analysten mit einem satten Gewinnsprung überraschte. Die Reaktion der Anleger fiel deutlich aus. Mit einem Tagesplus von über 7% markierte die Amex-Aktie das höchste Kursniveau aller Zeiten.

American Express: vom Post-Rivalen zum internationalen Finanzkonzern

Der US-Konzern American Express ist eine absolute Traditionsfirma. Im Jahr 1850 wurde American Express von Henry Wells, William George Fargo und John Warren Butterfield gegründet. (Wells und Fargo gründeten übrigens auch den heutigen Weltkonzern Wells Fargo.) Zu Beginn gehörte die Firma zu den ersten und erfolgreichsten Eilzustelldiensten. Obgleich American Express anfangs keine Finanzdienstleistungen anbot, gehörten zu ihren Kunden alle großen Banken.

Bald war klar, dass das Transportieren von Aktienzertifikaten, Währungen und anderen Bankgütern rentabler war als das Transportieren von größerer Fracht. 1882 nahm American Express, als direkter Konkurrent der US-Post, Postanweisungen in seine Dienstleistungspalette auf. 1890 gab Amex die ersten Reiseschecks aus.

Heute ist der Konzern ein weltweiter Anbieter von Finanzdienstleistungen. Zu der Produktpalette des Kreditkartenherausgebers und Geschäftsreisedienstleisters gehören Kreditkarten und Reiseschecks. Zudem bietet das Unternehmen Bank- und Investmentdienstleistungen sowie Versicherungen an. Im Gegensatz zu den Konkurrenten Mastercard und Visa betreibt Amex nicht nur ein eigenes Netzwerk, sondern vergibt auch selbst Kredite.

Konjunkturaufschwung sorgt für Rückenwind

Die gerade vorgelegten Zahlen hatten es in sich. Während die Umsätze um 12% auf 9,7 Millionen Dollar nach oben kletterten, explodierte der Nettogewinn regelrecht auf 1,6 Milliarden Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von immerhin 31%. Außergewöhnlich stark zeigte sich dabei das Kreditwachstum, das um 14% zulegen konnte. Die Konzernführung verwies darauf, dass der Erwerb eines Teils des Hilton-Karten-Portfolios alleine 1,4 Prozentpunkte des Anstiegs ausmachte. Zugleich erhöhten sich die Abschreibungen auf das weltweite Kreditportfolio nur leicht auf 2,4% (+2%).

Ein Großteil des Gewinnsprungs ist aber auch auf US-Steuerreform zurückzuführen. Immerhin sank die effektive Steuerquote von 32% im Vorjahresquartal auf nur noch 21,5%.

Risikovorsorgen wird deutlich steigen

Amex geht davon aus, dass die Risikovorsorge im Kreditgeschäft in diesem Jahr um etwa 35% wachsen wird, da sie verstärkt Kunden anspricht, die ihre Guthaben von Monat zu Monat übertragen. Zugleich sind die Margen unter Druck, da Amex mit Preisnachlässen versucht, das Wachstum anzukurbeln. Zumindest im abgelaufenen Quartal gelang dies recht gut. Die gesunkene Marge konnte durch das neue Geschäft mehr als ausgeglichen werden.

Prognose nach oben angepasst

Unter dem Strich zeigt sich der Konzern auch für den restlichen Jahresverlauf zuversichtlich. Statt wie bislang einen Gewinn zwischen 6,90 und 7,30 Dollar je Aktie peilt Amex nun das obere Ende der Spanne an.

Warren Buffett bleibt der Aktie treu

Besonders Warren Buffett dürfte sich über den jüngsten Kurssprung gefreut haben. Immerhin macht die Position knapp 8% seines gesamten Portfolios aus. Insgesamt hält der Starinvestor 17,63% aller ausstehenden American Express-Papiere.

Dennoch sollten Amex-Anleger eines im Auge behalten: Auf Grund der Kreditvergabe hat der Konzern ein komplett anderes Risikoprofil als reine Zahlungsabwickler wie Visa oder Mastercard. Zwar verdient Amex in einem Konjunkturaufschwung doppelt über die Kreditvergabe, ist aber in einem Wirtschaftsabschwung mit seinem Kreditportfolio auch deutlich höheren Risiken ausgesetzt.

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