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Mai 2018: Die 3 größten Investments von Top-Investor Mohnish Pabrai

Heute möchte ich Ihnen die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des US-amerikanischen Top-Investors mit indischer Herkunft Mohnish Pabrai vorstellen.

Bevor sich Pabrai mit seinem Hedge-Fonds Pabrai Investment Funds selbstständig gemacht hat, konnte er weitreichende Erfahrungen als Unternehmer sammeln. In 1991 gründete er das IT-Beratungsunternehmen TransTech mit 100.000 US-Dollar Startkapital. Nach nur neun Jahren veräußerte er die Firma für 20 Mio. US-Dollar an Kurt Salmon.

Seinen eigenen Hedgefonds gründete Pabrai 1999 mit einem Startkapital von 1 Mio. US-Dollar. Mittlerweile verwaltet er knapp 400 Mio. US-Dollar in seinem Fonds. Von 2000 bis September 2015 erzielte er mit seinen Aktienpositionen eine Rendite von 517%, während der wichtige US-Leitindex S&P 500 inklusive Dividenden nur knapp 43% im gleichen Zeitraum zulegen konnte.

Der Value-Investor Pabrai legt bei seinen Investments die gleichen Kriterien zugrunde wie sein großes Vorbild Warren Buffett. Bekanntheit erlangte Pabrai übrigens als er in 2008 ein Wohltätigkeitsessen mit Buffett für 650.100 US-Dollar ersteigerte.

Das Portfolio von Pabrai ist sehr konzentriert und besteht in der Regel aus 10-20 Einzeltiteln (aktuell sogar nur 2 Positionen). Pabrai verlangt von seinen Investoren keine Managementgebühr. Der Hedgefondsmanager verdient nur über eine performanceabhängige Gebühr. Seine Familie ist übrigens der zweitgrößte Investor in seinem Fonds.

Einem einzigen Top-Investor blind zu folgen, ohne die genauen Hintergründe zu seinen Investments zu kennen, ist sicherlich nicht ratsam. Doch wenn Sie nach aussichtsreichen US-Aktien suchen, können die Aktien-Investments von Mohnish Pabrai wertvolle Anregungen liefern.

Dies sind die drei derzeit größten Aktien-Positionen von Pabrais Hedge-Fonds:

Fiat Chrysler Automobiles

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von derzeit fast 85% ist weiterhin die Aktie der Fiat Chrysler Automobiles. Derzeit hält Pabrai ein Aktienpaket im Wert von 269 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen.

Der Konzern ging aus der Übernahme von Chrysler durch Fiat im Januar 2014 hervor.  Im vergangenen Jahr hat das Unternehmen seine Ferrari-Beteiligung an die Börse gebracht. Bei Erlösen von 131 Milliarden Dollar in 2017 erzielte der Fiat Chrysler Konzern einen Gewinn von 4,1 Milliarden Dollar. Pabrai hat frühzeitig auf den Autokonzern gesetzt und seine Position massiv im ersten Halbjahr 2017 nochmals deutlich ausgebaut. Seit seinem Einstieg  liegt er mit seiner Position 85% in der Gewinnzone.

Ferari

Die zweitgrößte Position des Fondsmanagers ist nach einem starken Kursverlauf die Aktie des Luxusautoherstellers Ferrari. Das Papier macht derzeit 15% der gesamten Vermögenswerte aus – damit hat Pabrai aktuell knapp 48 Millionen Dollar in den Konzern investiert. Im vergangenen Quartal ließ der Manager seine Position unverändert.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte der Automobilhersteller einen Gewinnsprung. Bei Umsätzen von 4,04 Milliarden Dollar (2016: 3,27 Milliarden Dollar) kletterte der Nettogewinn um 50% auf 634 Millionen Dollar in die Höhe. Damit erzielte der Konzern eine Gewinnmarge von 15,67% und erreichte damit das höchste Niveau der Firmengeschichte.

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Mai 2018: Die 3 größten Investments von Top-Investor Leon Cooperman

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des US-amerikanischen Top-Investors Leon Cooperman vorstellen.

Cooperman ist einer der erfolgreichsten Hedge-Fonds-Manager – und einer der bestbezahltesten. Er wurde in den vergangenen Jahren mehrfach zum einflussreichsten Großinvestor in den USA gewählt.

Seine Karriere in der Finanzbranche startete Cooperman in den 60er Jahren bei der US-Investmentbank Goldman Sachs, für die er 25 Jahre tätig war. Zuletzt leitete er dort die Vermögensveraltungssparte, bevor er 1991 seinen eigenen Hedge-Fonds Omega Advisors gründete, der heute knapp 3 Milliarden US-Dollar verwaltet.

Einem einzigen Top-Investor blind zu folgen, ohne die genauen Hintergründe zu seinen Investments zu kennen, ist sicherlich nicht ratsam. Doch wenn Sie nach aussichtsreichen US-Aktien suchen, können die Aktien-Investments von Leon Cooperman wertvolle Anregungen liefern.

Das sind aktuell die drei größten Aktien-Positionen aus Coopermans Hedge-Fonds Omega Advsiors:

United Continental Holdings

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 7,10% ist die United Continental Holdings-Aktie. Derzeit hält Cooperman ein Aktienpaket im Wert von ca. 190 Millionen US-Dollar an dem Konzern. Im Vergleich zum Vorquartal hat Cooperman die Position deutlich ausgebaut (+21%). Aktuell hält Omega Advisors 0,98% aller ausstehenden United Continental-Aktien.

Die United Continental Holdings entstand 2010 als Dachgesellschaft im Rahmen des Fusionsprozesses der beiden US-amerikanischen Fluggesellschaften United Airlines und Continental Airlines sowie mehrerer Tochterunternehmen und ist seither die Muttergesellschaft der aus der Fusion hervorgegangenen United Airlines. Zuletzt fuhr der Konzern bei einem Jahresumsatz von 37,73 Milliarden Dollar einen Gewinn in Höhe von 2,13 Milliarden Dollar ein.

Alphabet

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von rund 6,06% ist die Aktie von Alphabet. Derzeit hält Cooperman ein Aktienpaket im Wert von gut 162 Millionen US-Dollar an dem Holding-Konzern, zu dessen Tochtergesellschaften Google gehört.

Im Vergleich zum Vorquartal hat Cooperman die Position minimal reduziert (-3,69%). Alphabet gehört mit einem Marktwert von knapp 750 Mrd. Dollar zu den größten Internetunternehmen weltweit.

AMC Networks

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von knapp 6 % ist die Aktie von AMC Networks. Cooperman hält ein Aktienpaket im Wert von gut 160 Millionen US-Dollar an dem Unternehmen. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Fondsmanager die Position um 7,48% erhöht. Cooperman hält somit 5,4% aller ausstehenden Aktien des Konzerns.

AMC Networks ist ein amerikanisches Medienunternehmen, das 1980 als Rainbow Media Holdings,LLC. gegründet wurde. 2011 erfolgte die Umfirmierung zu AMC Networks. Zu AMC Networks gehören die PayTV-Sender: AMC, Sundance Channel, IFC, WEtv und die Vermarktung von BBC America (AMC selbst hält 49,9 % an BBC America. Zudem betreibt das Unternehmen noch das Filmkunst-Kino IFC Center in New York und ein Filmstudio für Independent-Filme mit dem Namen IFC Films.

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Electronic Arts-Aktie: Unterhaltungsriese steigt mit Übernahme in Zukunftsmarkt „Cloud-Gaming“ ein

Einen regelrechten Höhenflug erlebt momentan die Aktie des US-Spieleentwicklers Electronic Arts. Alleine in den vergangenen sechs Monaten ging es um knapp 25% nach oben. Auf Sicht der zurückliegenden fünf Jahre summieren sich die Kursgewinne mittlerweile auf annähernd 500%.

Jetzt hat der Spieleriese die Übernahme des israelischen Unternehmens Gamefly bekanntgegeben. Damit steigt Electronic Arts in den Zukunftsmarkt mit Cloud-Gaming ein. Mit dem Zukauf soll die Reichweite deutlich erhöht werden.

Electronic Arts im Portrait

Electronic Arts Inc. (EA), in Redwood City, Kalifornien, ist einer der weltweit führenden Unternehmen für interaktive Unterhaltungssoftware. Der 1982 gegründete Konzern bietet Spiele, Inhalte und Onlinedienste für Spielekonsolen, Workstations (Gamer-Pc’s), Smartphones und Tablets mit Internetanschluss an.

Die operative Tätigkeit gliedert das Unternehmen in die fünf Marken EA Games, EA SPORTS, Maxis, PopCap und All Play. EA hat diverse bekannte Spiele entwickelt. „FIFA“, „Need for Speed“ oder die „Sims“ wurden mehr als 100 Millionen Mal verkauft. Vor allem bei Sportspielen ist Electronic Arts stark.

Starke Geschäftszahlen – Prognose wird nach oben geschraubt

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Electronic Arts den Umsatz um 6,3% auf 5,15 Milliarden Dollar steigern. Unterdessen kletterte der Gewinn auf 1,043 Milliarden Dollar (+7,8%) beziehungsweise 3,34 Dollar je Aktie. Damit erreicht der US-Unterhaltungskonzern eine beeindruckende Gewinnmarge von 20,25%.

Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Firmenboss Andrew Wilson zuversichtlich. Bei einem avisierten Umsatz von 5,6 Milliarden Dollar soll ein Gewinn von 3,34 Dollar je Aktie hängenbleiben.

Mit Zukauf Einstieg in neuen Wachstumsmarkt

Jetzt kaufen die Kalifornier zu und setzen mit dem israelischen Unternehmen GameFly auf den Zukunftsmarkt mit Cloud-Gaming. Mit Cloud-Gaming soll die Reichweite deutlich verbessert werden. Der Konzern will mit Hilfe der Cloud-Technologie neue Wege für Spieler finden, um den Zugang zu Spielen zu erleichtern und das Spielerlebnis zu verbessern und zwar unabhängig davon, welches Endgerät man gerade benutzt.

Gamefly bietet Spielestreaming in mehreren Ländern an – in Europa vor allem über Smart-TVs von Samsung, LG und Philips, nur in den USA auch über Amazon Fire TV. Im Angebot sind vor allem etwas ältere und günstigere Games wie Mafia 2, Moto GP 17 und Borderlands 2.

Analysten sehen nach Kursrally Potenzial ausgereizt

Der Zukauf hat die Phantasie der Anleger entfacht und die Aktie auf ein neues Allzeithoch getrieben. Die Analysten schätzen die Situation etwas nüchterner ein. Von 28 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten zwar 22 zum Kauf der Papiere (6 sehen in der Aktie eine Halteposition). Das Kursziel liegt im Schnitt bei 141,22 Dollar und damit „nur“ 5,8% über dem aktuellen Kursniveau.

Allerdings rechnen die Banker mit einer anhaltend hohen Wachstumsdynamik. Geht es nach den Analysten, so steigt der Gewinn bis 2022 auf 7,09 Dollar je Aktie. Im Vergleich zum letzten Jahr wäre das ein Plus von 125%.

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Warren Buffetts größte Fehlinvestitionen

Die Frage, die in diesem Beitrag im Vordergrund steht, lautet: Ist es ratsam, einem Top-Investor wie Warren Buffett blind zu folgen ohne seine Stärken und Schwächen im Detail zu kennen?

Beginnen möchte ich meine Analyse mit dem Beispiel der Apple-Aktie. Im vergangenen Jahr ging die Meldung durch die Medien, dass der erfolgreiche Großinvestor Warren Buffett in die Apple-Aktie eingestiegen ist. Seitdem fragen mich Leser regelmäßig, warum wir Buffett bei diesem Investment nicht folgen.

Folgen Sie Warren Buffett nicht in Aktien von Großkonzernen und Technologie-Unternehmen

In der Tat gehörte die Apple-Aktie bis zum Jahr 2013 zu den Favoriten mehrerer Investoren und war daher lange Zeit ein klarer Kauf in unserer Konsens-Strategie. Warren Buffett ist hingegen erst sehr spät in die Apple-Aktie eingestiegen, nachdem die meisten anderen Investoren sich bereits wieder von dem Titel getrennt hatten.

Selbst wenn im Moment weitere Investoren die Apple-Aktie wieder kaufen würden, würde ich dem Kauf von Warren Buffett in meiner Auswertung kein starkes Gewicht beimessen.

Der Grund: Die Apple-Aktie fällt nicht ins typische Profil der erfolgreichen Buffett-Investments. Das möchte ich Ihnen nachfolgend genau erläutern.

1.) Warren Buffett ist bei Investitionen in Großkonzerne seit mehreren Jahren nicht mehr erfolgreich gewesen

Mit einem Börsenwert von rund 870 Mrd. $ ist Apple eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Buffett´s Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hält derzeit rund 180 Mrd. $ in börsengehandelte US-Unternehmen.

Es ist verständlich, dass bei solch einem enormen US-Aktienvolumen Warren Buffett kaum noch einen signifikanten Teil davon in kleine Unternehmen investieren kann.

Dafür ist Buffett´s Investitionskapital mittlerweile einfach zu stark angestiegen. Daher muss er inzwischen den Großteil seines Depots in Megakonzerne (wie z.B. Apple oder IBM) investieren.

Doch hierin liegt nicht seine wahre Stärke. Um Ihnen dies zu belegen, habe ich die Wertentwicklungen zweier „Teil-Depots“ von Warren Buffett in den vergangenen 17 Jahren ermittelt.

Das erste beinhaltet alle Buffett-Aktien von US-Unternehmen, die zum jeweiligen Zeitpunkt in der Historie einen Börsenwert von mindestens 100 Mrd. $ aufwiesen. Das zweite beinhaltet nur Aktien von Unternehmen mit einem Börsenwert kleiner 100 Mrd. $.

Das Ergebnis sehen Sie auf dem folgenden Chart:

Am besten abgeschnitten haben mit einem Wertzuwachs von 466% die Aktien aus dem Depot von Warren Buffett mit einem Börsenwert kleiner als 100 Mrd. $ (hellblaue Linie).

Dies war deutlich besser als die Wertentwicklung aller Buffett-Aktien (+245% / gestrichelte blaue Linie) und des US-Aktienleitindex S&P 500 inkl. Dividenden (+206% / rote Linie).

Das Ergebnis der großen Mega-Konzerne im Depot von Warren Buffett (darunter klangvolle Namen wie IBM, Coca-Cola und Apple) hat den Schnitt des Gesamtdepots jedoch kräftig nach unten gedrückt. Wie Sie sehen können, lag der Wertzuwachs von 63% sogar noch deutlich unter dem Vergleichsindex S&P 500!

2.) Technologie-Aktien sind nicht das Spezialgebiet von Warren Buffett

Warren Buffett ist durch Investments in Unternehmen mit starker Wettbewerbspositionierung und meistens einfach verständlichen Geschäftsmodellen erfolgreich und bekannt geworden.

Darunter fanden sich z.B. Aktien von Eisenbahnlinien oder Nahrungsmittelkonzernen. Mit Technologie-Aktien hat er sich jedoch bislang nicht mit Ruhm bekleckert.

Populäres Beispiel ist die IBM-Aktie, mit der er in den vergangenen Jahren viel Geld verloren hat. In einer weiteren Auswertung habe ich einmal simuliert, wie das Anlageergebnis ausgefallen wäre, wenn wir unser Kapital gleichmäßig verteilt in die Technologie-Werte aus dem US-Aktiendepot von Warren Buffett investiert hätten.

Das Ergebnis ist auch hier ernüchternd, wie Sie auf dem folgenden Chart sehen können:

Auch hier sehen Sie zum Vergleich wieder die Wertentwicklung aller US-Aktien aus dem Buffett-Depot (+245% / gestrichelte blaue Linie) und des US-Aktienleitindex S&P 500 (+206% / rote Linie).

Die Technologie-Aktien von Warren Buffett haben mit +183% im Durchschnitt jedoch jeweils schlechter abgeschnitten.

Im Klartext: Eine ungemanagte Geldanlage (z.B. ein S&P 500-ETF) hätte mehr Geld eingebracht.

Fazit

Warren Buffett gilt zwar als einer der erfolgreichsten Aktieninvestoren der Welt. Doch wenn es darum geht, eine bestimmte Aktie zu kaufen, die er auch gerade gekauft hat, sollten Sie seine Stärken und Schwächen und die Investitionshintergründe ganz genau kennen.

Wie ich Ihnen erläutert habe, zählen weder Technologie-Aktien noch Aktien von Großkonzernen zu seinen Stärken.

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