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Electronic Arts-Aktie: Unterhaltungsriese steigt mit Übernahme in Zukunftsmarkt „Cloud-Gaming“ ein

Einen regelrechten Höhenflug erlebt momentan die Aktie des US-Spieleentwicklers Electronic Arts. Alleine in den vergangenen sechs Monaten ging es um knapp 25% nach oben. Auf Sicht der zurückliegenden fünf Jahre summieren sich die Kursgewinne mittlerweile auf annähernd 500%.

Jetzt hat der Spieleriese die Übernahme des israelischen Unternehmens Gamefly bekanntgegeben. Damit steigt Electronic Arts in den Zukunftsmarkt mit Cloud-Gaming ein. Mit dem Zukauf soll die Reichweite deutlich erhöht werden.

Electronic Arts im Portrait

Electronic Arts Inc. (EA), in Redwood City, Kalifornien, ist einer der weltweit führenden Unternehmen für interaktive Unterhaltungssoftware. Der 1982 gegründete Konzern bietet Spiele, Inhalte und Onlinedienste für Spielekonsolen, Workstations (Gamer-Pc’s), Smartphones und Tablets mit Internetanschluss an.

Die operative Tätigkeit gliedert das Unternehmen in die fünf Marken EA Games, EA SPORTS, Maxis, PopCap und All Play. EA hat diverse bekannte Spiele entwickelt. „FIFA“, „Need for Speed“ oder die „Sims“ wurden mehr als 100 Millionen Mal verkauft. Vor allem bei Sportspielen ist Electronic Arts stark.

Starke Geschäftszahlen – Prognose wird nach oben geschraubt

Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte Electronic Arts den Umsatz um 6,3% auf 5,15 Milliarden Dollar steigern. Unterdessen kletterte der Gewinn auf 1,043 Milliarden Dollar (+7,8%) beziehungsweise 3,34 Dollar je Aktie. Damit erreicht der US-Unterhaltungskonzern eine beeindruckende Gewinnmarge von 20,25%.

Auch für das laufende Geschäftsjahr zeigt sich Firmenboss Andrew Wilson zuversichtlich. Bei einem avisierten Umsatz von 5,6 Milliarden Dollar soll ein Gewinn von 3,34 Dollar je Aktie hängenbleiben.

Mit Zukauf Einstieg in neuen Wachstumsmarkt

Jetzt kaufen die Kalifornier zu und setzen mit dem israelischen Unternehmen GameFly auf den Zukunftsmarkt mit Cloud-Gaming. Mit Cloud-Gaming soll die Reichweite deutlich verbessert werden. Der Konzern will mit Hilfe der Cloud-Technologie neue Wege für Spieler finden, um den Zugang zu Spielen zu erleichtern und das Spielerlebnis zu verbessern und zwar unabhängig davon, welches Endgerät man gerade benutzt.

Gamefly bietet Spielestreaming in mehreren Ländern an – in Europa vor allem über Smart-TVs von Samsung, LG und Philips, nur in den USA auch über Amazon Fire TV. Im Angebot sind vor allem etwas ältere und günstigere Games wie Mafia 2, Moto GP 17 und Borderlands 2.

Analysten sehen nach Kursrally Potenzial ausgereizt

Der Zukauf hat die Phantasie der Anleger entfacht und die Aktie auf ein neues Allzeithoch getrieben. Die Analysten schätzen die Situation etwas nüchterner ein. Von 28 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten zwar 22 zum Kauf der Papiere (6 sehen in der Aktie eine Halteposition). Das Kursziel liegt im Schnitt bei 141,22 Dollar und damit „nur“ 5,8% über dem aktuellen Kursniveau.

Allerdings rechnen die Banker mit einer anhaltend hohen Wachstumsdynamik. Geht es nach den Analysten, so steigt der Gewinn bis 2022 auf 7,09 Dollar je Aktie. Im Vergleich zum letzten Jahr wäre das ein Plus von 125%.

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Warren Buffetts größte Fehlinvestitionen

Die Frage, die in diesem Beitrag im Vordergrund steht, lautet: Ist es ratsam, einem Top-Investor wie Warren Buffett blind zu folgen ohne seine Stärken und Schwächen im Detail zu kennen?

Beginnen möchte ich meine Analyse mit dem Beispiel der Apple-Aktie. Im vergangenen Jahr ging die Meldung durch die Medien, dass der erfolgreiche Großinvestor Warren Buffett in die Apple-Aktie eingestiegen ist. Seitdem fragen mich Leser regelmäßig, warum wir Buffett bei diesem Investment nicht folgen.

Folgen Sie Warren Buffett nicht in Aktien von Großkonzernen und Technologie-Unternehmen

In der Tat gehörte die Apple-Aktie bis zum Jahr 2013 zu den Favoriten mehrerer Investoren und war daher lange Zeit ein klarer Kauf in unserer Konsens-Strategie. Warren Buffett ist hingegen erst sehr spät in die Apple-Aktie eingestiegen, nachdem die meisten anderen Investoren sich bereits wieder von dem Titel getrennt hatten.

Selbst wenn im Moment weitere Investoren die Apple-Aktie wieder kaufen würden, würde ich dem Kauf von Warren Buffett in meiner Auswertung kein starkes Gewicht beimessen.

Der Grund: Die Apple-Aktie fällt nicht ins typische Profil der erfolgreichen Buffett-Investments. Das möchte ich Ihnen nachfolgend genau erläutern.

1.) Warren Buffett ist bei Investitionen in Großkonzerne seit mehreren Jahren nicht mehr erfolgreich gewesen

Mit einem Börsenwert von rund 870 Mrd. $ ist Apple eines der wertvollsten Unternehmen der Welt. Buffett´s Beteiligungsgesellschaft Berkshire Hathaway hält derzeit rund 180 Mrd. $ in börsengehandelte US-Unternehmen.

Es ist verständlich, dass bei solch einem enormen US-Aktienvolumen Warren Buffett kaum noch einen signifikanten Teil davon in kleine Unternehmen investieren kann.

Dafür ist Buffett´s Investitionskapital mittlerweile einfach zu stark angestiegen. Daher muss er inzwischen den Großteil seines Depots in Megakonzerne (wie z.B. Apple oder IBM) investieren.

Doch hierin liegt nicht seine wahre Stärke. Um Ihnen dies zu belegen, habe ich die Wertentwicklungen zweier „Teil-Depots“ von Warren Buffett in den vergangenen 17 Jahren ermittelt.

Das erste beinhaltet alle Buffett-Aktien von US-Unternehmen, die zum jeweiligen Zeitpunkt in der Historie einen Börsenwert von mindestens 100 Mrd. $ aufwiesen. Das zweite beinhaltet nur Aktien von Unternehmen mit einem Börsenwert kleiner 100 Mrd. $.

Das Ergebnis sehen Sie auf dem folgenden Chart:

Am besten abgeschnitten haben mit einem Wertzuwachs von 466% die Aktien aus dem Depot von Warren Buffett mit einem Börsenwert kleiner als 100 Mrd. $ (hellblaue Linie).

Dies war deutlich besser als die Wertentwicklung aller Buffett-Aktien (+245% / gestrichelte blaue Linie) und des US-Aktienleitindex S&P 500 inkl. Dividenden (+206% / rote Linie).

Das Ergebnis der großen Mega-Konzerne im Depot von Warren Buffett (darunter klangvolle Namen wie IBM, Coca-Cola und Apple) hat den Schnitt des Gesamtdepots jedoch kräftig nach unten gedrückt. Wie Sie sehen können, lag der Wertzuwachs von 63% sogar noch deutlich unter dem Vergleichsindex S&P 500!

2.) Technologie-Aktien sind nicht das Spezialgebiet von Warren Buffett

Warren Buffett ist durch Investments in Unternehmen mit starker Wettbewerbspositionierung und meistens einfach verständlichen Geschäftsmodellen erfolgreich und bekannt geworden.

Darunter fanden sich z.B. Aktien von Eisenbahnlinien oder Nahrungsmittelkonzernen. Mit Technologie-Aktien hat er sich jedoch bislang nicht mit Ruhm bekleckert.

Populäres Beispiel ist die IBM-Aktie, mit der er in den vergangenen Jahren viel Geld verloren hat. In einer weiteren Auswertung habe ich einmal simuliert, wie das Anlageergebnis ausgefallen wäre, wenn wir unser Kapital gleichmäßig verteilt in die Technologie-Werte aus dem US-Aktiendepot von Warren Buffett investiert hätten.

Das Ergebnis ist auch hier ernüchternd, wie Sie auf dem folgenden Chart sehen können:

Auch hier sehen Sie zum Vergleich wieder die Wertentwicklung aller US-Aktien aus dem Buffett-Depot (+245% / gestrichelte blaue Linie) und des US-Aktienleitindex S&P 500 (+206% / rote Linie).

Die Technologie-Aktien von Warren Buffett haben mit +183% im Durchschnitt jedoch jeweils schlechter abgeschnitten.

Im Klartext: Eine ungemanagte Geldanlage (z.B. ein S&P 500-ETF) hätte mehr Geld eingebracht.

Fazit

Warren Buffett gilt zwar als einer der erfolgreichsten Aktieninvestoren der Welt. Doch wenn es darum geht, eine bestimmte Aktie zu kaufen, die er auch gerade gekauft hat, sollten Sie seine Stärken und Schwächen und die Investitionshintergründe ganz genau kennen.

Wie ich Ihnen erläutert habe, zählen weder Technologie-Aktien noch Aktien von Großkonzernen zu seinen Stärken.

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Mai 2018: Auf diese Aktien setzt Top-Value-Investor Warren Buffett

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Value-Investors Warren Buffett vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von über 70 Milliarden US-Dollar ist er der drittreichste Mensch der Welt. Nahezu sein gesamtes Vermögen ist in dem von ihm aufgebauten und geleiteten Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway angelegt, dessen größter Aktionär er selber ist.

Aktuell hält er immer noch knapp 19 % der Gesellschaftsanteile, obwohl er seit 2006 kontinuierlich Aktien für Spenden verkauft. Ohne diese Spenden hielte er knapp 31 % und wäre mit 108,8 Milliarden US-Dollar mit Abstand der reichste Mensch der Welt.

Buffett gilt als einer der besten Anleger weltweit. Sein Spitzname „Das Orakel von Omaha“ verdankt er seinem wertorientierten, äußerst erfolgreichen und langfristig ausgerichteten Investmentstil. Im den vergangenen 35 Jahren konnte Buffett für seine Anleger einen Gewinn von 18,6% pro Jahr einfahren. Der S&P 500-Index konnte im gleichen Zeitraum um lediglich 10,9% pro Jahr zulegen.

Seine aktuell drei größten Beteiligungen sind folgende:

Apple

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von knapp 21,3% ist die Apple-Aktie. Derzeit hält Buffett ein Aktienpaket im Wert von knapp 40,2 Milliarden Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 4,87% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Im vergangenen Quartal hat Buffett die Position nochmals deutlich ausgebaut (+44,90%) erhöht. Durch den Zukauf und den starken Kursanstieg der Aktie ist der Technologiekonzern mittlerweile die mit Abstand größte Position im Portfolio.

Mit einem Börsenwert von über 915 Milliarden Dollar ist Apple der wertvollste börsennotierte Konzern weltweit. Bei einem Jahresumsatz von 229 Milliarden Dollar erzielte der Konzern zuletzt einen Gewinn von 48,35 Milliarden Dollar.

Wells Fargo

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 12,66% ist die Aktie von Wells Fargo. Derzeit hält Buffett ein Aktienpaket im Wert von gut 24 Milliarden US-Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 9,37% aller ausstehenden Aktien des Konzerns. Im vergangenen Quartal hat Buffett die Position nur marginal verändert (-0,38%).

Wells Fargo ist ein US-Finanzdienstleistungsinstitut mit Sitz in San Francisco. Die Wurzeln des Konzerns reichen bis ins Jahr 1852 zurück. Mit einem Börsenwert von knapp 266 Milliarden Dollar ist das Unternehmen eine der größten und mit einem Gewinn von 22,18 Milliarden Dollar zugleich eine der profitabelsten Banken weltweit.

Bank of America

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 10,78 % ist mit der Bank of America ein weiterer Finanzkonzern. Derzeit hält Buffett Aktienpaket im Wert von 20,3 Milliarden an dem Nahrungsmittelkonzern. Mit einer Beteiligung von 6,7% an dem Unternehmen gehört Buffett zu den größten Einzelaktionären.

Die Ursprünge der Bank of America gehen auf die im Jahr 1784 gegründete Bank of Massachusetts zurück, was sie damit zur zweitältesten Bank der USA macht. Zuletzt erzielte der Finanzriese einen Jahresgewinn in Höhe von 18,32 Milliarden Dollar.

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Teva-Aktie: Warren Buffett stockt auf und schürt Kaufinteresse in kriselndem Pharmakonzern

Die Nachrichtenlage bei der Ratiopharm-Tochter Teva war in den vergangenen Quartalen alles andere als prickelnd. Der größte Generikahersteller der Welt kam nicht aus den negativen Schlagzeilen heraus. Verluste in Milliardenhöhe, ein gigantischer Schuldenberg und eine kräftig gekürzte Dividende waren der Cocktail, der die Aktie ins Straucheln brachte. Im Sommer 2015 mussten Sie noch 72 Dollar je Anteilsschein berappen –  im vergangenen November konnten Sie sich eine Aktie bereits für 11 Dollar ins Portfolio legen.

Dann sorgte der Einstieg von Warren Buffett für kräftigen Rückenwind. Zugleich scheinen sich die drastischen Sparmaßnahmen langsam bemerkbar zu machen. Das Management wird optimistischer und der Aktienkurs notiert mittlerweile mit 21 Dollar deutlich höher.

Teva – weltweit führender Generikakonzern

Teva Pharmaceuticals Industries (kurz Teva) gehört zu den 15 größten internationalen Pharmaunternehmen und ist einer der weltweit führenden Hersteller von Generika. Des Weiteren entwickelt und vertreibt die Gesellschaft innovative Arzneimittel und pharmazeutische Wirkstoffe wie auch Originalmedikamente (Copaxone – Multiple Sklerose, Azilect – Parkinson). Insgesamt konzentriert sich das Unternehmen auf die Fachbereiche Onkologie, Neurologie, Pneumologie und Frauenheilkunde.

Preisdruck, Übernahmen und ein riesiger Schuldenberg

Die vergangenen Jahre waren geprägt von hohem Preisdruck (vor allem beim einstigen Kassenschlager Copaxone), Wachstumssorgen und einer zügellosen Übernahmestrategie des Konzerns. De facto hat sich Teva bei seinen Zukäufen übernommen: Allen voran der Kauf der Generika-Sparte von Allergan für rund 40 Milliarden Dollar hinterließ tiefe Spuren in der Bilanz.

Das Ergebnis war brisant: Immerhin türmte sich netto ein Schuldenberg von zwischenzeitlich 35 Milliarden Dollar auf. Im Horrorjahr 2017 fiel trotz Umsätzen von 22,38 Milliarden Dollar auf Grund von gigantischen Abschreibungen ein Verlust von 16,25 Milliarden Dollar an.

Jahresstart trotz Rückgang über den Erwartungen

Mittlerweile sieht der krisengeschüttelte Teva-Konzern aber wieder etwas Licht am Ende des Tunnels. Der Umsatzrückgang von 10,1% auf 5,1 Milliarden Dollar im ersten Quartal und der erzielte Gewinn von 0,94 Dollar je Aktie lag über den Erwartungen. Auch zeigt sich die Konzernführung wieder optimistischer. Statt wie bislang 18,3 bis 18,8 Milliarden Dollar Umsatz werden jetzt 18,5 bis 19 Milliarden Dollar erwartet. Der Gewinn je Aktie soll unterdessen bei 2,4 bis 2,65 Dollar liegen. Für Sie zum Vergleich: Bislang wurde ein Gewinn von 2,25 bis 2,5 Dollar je Anteilsschein angepeilt.

Einen großen Teil dazu beitragen soll ein umfassender Restrukturierungsplan mit Sparprogrammen und Stellenstreichungen. Bis 2019 sollen immerhin 3 Milliarden Dollar an Einsparungen erzielt werden. Firmenchef Schultz hatte im vergangenen Jahr zur Radikalkur gegriffen: Innerhalb von zwei Jahren sollen rund 14 000 Stellen wegfallen.

Buffett baut Beteiligung aus

Unterdessen hat die Investmentlegend Warren Buffett seine Beteiligung an Teva mehr als verdoppelt. Mittlerweile hält Buffett über seine Beteiligungsgesellschaft 40,5 Millionen Aktien im Gegenwert von knapp 700 Millionen Dollar. Sein durchschnittlicher Einstiegskurs liegt bei 17,44 Dollar (vs. akt. Kurs 21,15 Dollar).

Dies hatte zuletzt für deutlichen Rückenwind gesorgt. Aber Sie müssen wissen: Auch wenn die Höhe der Beteiligung beachtlich ist, für Buffett spielt Teva nur eine untergeordnete Rolle. Zwar hält er mittlerweile fast 4% aller Teva-Aktien, aber in seinem Gesamtportfolio macht die Position gerade einmal 0,37% aus.

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