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Autodesk-Aktie: Umstellung des Geschäftsmodells trägt Früchte und schiebt Aktienkurs nach oben

Jahrelang ging bei der Aktie des Bausoftwarespezialisten Autodesk nichts voran. Doch seit der Umstellung des Geschäftsmodells sind die Papiere aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht. Alleine seit 2016 hat die Aktie um beinahe 160% an Wert zugelegt. Der jüngste Kursschub ging auf das Konto der gerade vorgelegten Quartalszahlen, die von Anlegern bejubelt wurden.

Autodesk im Portrait

Die in San Rafael (Kalifornien) ansässige Autodesk Inc. ist mit der gleichnamigen Computer-Aided Design Software international bekannt geworden. Mit Hilfe der Software lassen sich via Computer Gebäude planen, visualisieren, konstruieren und errichten. Neben CAD-Software für Architekten und Bauunternehmen entwickelt Autodesk zunehmend auch 3D-Software für Animationen und Effekte. Das Unternehmen vertreibt zudem Software für Endverbraucher über das Internet.

Kunden von Autodesk sind insbesondere Architekten, Ingenieurbüros und Bauunternehmen. Darüber hinaus nutzen auch die Unterhaltungs- und Medienindustrie sowie Endverbraucher.

Geschäftsmodell wird umgekrempelt

Früher machte der US-Konzern den Großteil seiner Erlöse mit dem Verkauf der Software, den restlichen Teil mit regelmäßigen Updates. Doch seit 2016 hat Autodesk seine Umstrukturierung forciert. Autodesk bietet seinen Kunden verstärkt die Software über die Cloud an und beschleunigt damit den Wechsel hin zu einem subskriptionsbasierten Geschäftsmodell.

Damit erzielt Autodesk zwar zu Beginn einer Vertragsbeziehung geringere Umsätze. Auf lange Sicht winken aber stabilere und besser planbare Erträge, da die Nutzer monatlich für die Nutzung der Software bezahlen müssen.

Starke Geschäftsentwicklung im abgelaufenen Quartal

Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen. So kletterte der Umsatz im abgelaufenen zweiten Quartal auf 612 Millionen US-Dollar. Das entspricht einem kräftigen Zuwachs von 22%. Damit wurde die ursprüngliche Prognose übertroffen.

Besondere Wachstumsimpulse kamen aus der Region EMEA, wo sich die Umsätze um 25% auf 248 Millionen US-Dollar verbesserten. Noch stärker legten die Geschäfte in den APAC-Ländern (Asien-Pazifik-Region) mit einem Plus von 31% auf 116 Millionen Dollar zu. Unter dem Strich lag das Nettoergebnis mit -39,4 Millionen Dollar weiterhin in der Verlustzone, fiel aber deutlich besser aus als im Vorjahr (-144 Millionen Dollar). Die Anzahl der Abonnements stieg im zurückliegende Quartal um 119.000 Abos auf 3,94 Millionen.

Management zeigt sich zuversichtlich

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich der Konzern zuversichtlich. Im laufenden Quartal soll der Umsatz um 23 bis 25% auf 635 bis 645 Millionen Dollar ansteigen. Für das Gesamtjahr rechnet der Softwarespezialist mit einem Umsatz von 2,48 bis 2,5 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll parallel dazu auf 0,87 bis 0,95 Dollar ansteigen.

Kursziel der Analyst fast erreicht

Nach der sensationellen Kursentwicklung ist das durchschnittliche Kursziel der Analysten bereits fast erreicht. Die Experten taxieren den fairen Wert der Aktie auf 161,13 Dollar und damit nur leicht über dem aktuellen Kursniveau (155 Dollar). Dabei rechnen die Analysten im nächsten Jahr mit einem satten Gewinnsprung auf 3,14 Dollar je Aktie.

Damit läge das aktuelle Kurs-Gewinn-Verhältnis bei 49. Auf den ersten Blick kein Schnäppchen mehr. Auf Grund der Umstellung des Geschäftsmodells dürften die Gewinnmargen in den kommenden Jahren aber tendenziell nach oben gehen, was sich auf lange Sicht wieder positiv auf den Unternehmenswert auswirken wird.

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Die drei größten Positionen des Top-Investors Corvex Capital

Hinter Corvex Capital steht der Elite-Investor Keith Meister, einer der ehemaligen engsten Mitarbeiter des bekannten US-Fianzinvestors Carl Icahn. Bevor er seinen eigenen Hedgefonds im Jahr 2011 gegründet hat, war er als die rechte Hand von Carl Icahn bekannt. Dort verfeinerte Meister seine Anlagestrategie und fokussierte sich auf eine aggressive Anlagepolitik. In der Regel versucht Meister bei seinen Anlagen auch in die Unternehmensstrategie einzugreifen und das Management auf wertsteigernde Maßnahmen zu trimmen.

Die Investmentlegende Carl Icahn war von Meister offenbar so begeistert, dass er seinen neuen Fonds mit 250 Millionen Dollar Startkapital unterstützte. Mittlerweile verwaltet Corvex Capital über 2 Milliarden Dollar an Anlegergeldern. Zur Zeit fährt Meister mit 26 Aktien ein sehr konzentriertes Portfolio.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Keith Master lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Corvex Capital:

Energen Corp

Die mit Abstand größte Aktien-Position im Portfolio von Corvex Capital ist die Aktie von Energen Corp. Die aktuelle Gewichtung liegt bei 27,06% der gesamten Anlagesumme. Im Vergleich zum Vorquartal hat der Manager seine Position zwar um 20% reduziert, aber auf Grund des Wertanstiegs der Papiere (+18%) ist die absolute Größe des Investments nahezu unverändert. Aktuell sind knapp 560 Millionen Dollar der Kundengelder in dem Unternehmen investiert.

Energen Corp. ist in der Förderung von Öl und Gas tätig. Zuletzt erzielte der Konzern einen Jahresumsatz von 987 Millionen Dollar. Nach zwei Verlustjahren erreichte Energen auch wieder die Gewinnzone. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 307 Millionen Dollar. Neben Corvex hat auch der Altmeister Carl Icahn ein Auge auf das Unternehmen geworfen und zuletzt seine Aktienposition deutlich ausgebaut.

NXP Semiconductor

Die zweitgrößte Position im Portfolio von Meister ist die Aktie des Chipherstellers NXP Semiconductor. Insgesamt stecken 218 Millionen Dollar der Anlegergelder beziehungsweise 10,53% des Gesamtportfolios in dem Unternehmen. In den zurückliegenden Monaten hat der Fondsmanager die Position nicht verändert. Insgesamt hält Meister 0,58% aller ausstehenden Aktien der Gesellschaft.

Zuletzt hat der US-Handelsstreit die Übernahme des Konzerns durch den Rivalen Qualcomm torpediert. Qualcomm hatte Probleme die Zustimmung der chinesischen Wettbewerbsbehörde zu erlangen und dann die 44 Milliarden Dollar schwere Offerte zurückgezogen.

Facebook

Drittgrößte Position des Hedgefondsmanagers ist die Aktie des sozialen Netzwerkriesen Facebook. Insgesamt hält Meister Aktien im Gegenwert von 132 Millionen Dollar. Das entspricht 6,37 % seines Gesamtportfolios. Im Vergleich zum Vorquartal hat Meister die Position leicht reduziert (-13%).

Trotz der anhaltenden Diskussionen um die Vertrauenswürdigkeit des Konzerns hinsichtlich privater Nutzerdaten erzielte das US-Unternehmen zuletzt starke Zuwächse. So kletterten die Umsätze im letzten Quartal um 42% auf 13,23 Milliarden Dollar. Parallel verbesserte sich der Gewinn um 31% auf 5,1 Milliarden Dollar. Allerdings hatten die etwas gedämpften Erwartungen von Finanzchef David Wehner für den weiteren Jahresverlauf die Aktie zuletzt deutlich unter Druck gebracht.

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August 2018: Die 3 größten Investments von Top-Investor Steve Mandel

Heute möchte ich für Sie auf die drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Value-Investors Steve Mandel eingehen.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Aktien mit gutem Chance-Risiko-Verhältnis sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Top-Investoren wie Steve Mandel lohnen.

Steve Mandel war einst Schüler der Investoren-Legende Julian Robertson und dessen Tiger Management Hedgefonds. Der Guru war zu seiner Zeit eine wahre Größe an der Wall-Street. Die auserwählten Schüler von Robertson erhielten den Beinamen “Tiger Cub”.

Mittlerweile zählt Steve Mandel mit einem verwalteten Vermögen von über 19 Milliarden Dollar selbst zu den erfolgreichsten Hedgefondsmanagern weltweit. Steve Mandel fährt eine eher kurzfristige bis mittelfristige Investmentstrategie. Kaum eine Position wird länger als wenige Jahre gehalten, meist nur für sechs bis 24 Monate. Mit seiner Strategie war Mandel ausgesprochen erfolgreich. Seit 1997 bis 2017 erzielte er eine jährliche Rendite von 19,5%.

Doch nach den erfolgreichen Jahren informierte der 61-jährige Guru vor wenigen Monaten seine Investoren, dass er sich ab dem Jahr 2020 aus dem operativen Geschäft zurückziehen wird.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen des Top-Investors:

Microsoft

Größte Position ist die Microsoft-Aktie mit einer Gewichtung von rund 6,52%. Im vergangenen Quartal hat der Hedgefondsmanager seine Position weiter leicht ausgebaut (+3,54%). Mandel hat schon früh auf den Siegeszug des Softwareriesen gesetzt und bereits im vierten Quartal 2013 begonnen, Aktien zu kaufen. Seit seinem Einstieg liegt er mit der Position bereit knapp 400% in der Gewinnzone.

Unterdessen zeigt der US-Konzern weiterhin kräftige Zuwachsraten. Im zurückliegenden Geschäftsjahr kletterte der Umsatz von 96,5 auf 110,3 Milliarden Dollar in die Höhe. Der Gewinn brach zwar auf 16,57 Milliarden Dollar ein (2016: 25,48 Milliarden Dollar), was aber auf eine einmalige Zahlung in Höhe von 13,7 Milliarden Dollar auf Grund der US-Steuerreform zurückzuführen war. Sie müssen wissen: Microsoft hat die Steuerreform – wie viele andere Unternehmen auch – genutzt, um im Ausland geparkte Gewinne in die USA zurückzuholen. Ohne diese einmalige Belastung wäre der Gewinn um rund 18% gestiegen.

Alibaba Group

Zweitgrößte Position ist die Alibaba Group-Aktie mit einer Gewichtung von rund 6,2%. Die Alibaba Group ist nach eigenen Angaben die größte IT-Firmengruppe Chinas. Im vergangenen Quartal hat Mandel die Position nochmals leicht ausgebaut (+6,9%). Zuletzt hielt Mandel Aktien im Gegenwert von 1,18 Milliarden Dollar in der Aktie.

Der chinesische Technologiekonzern zeigte ebenfalls ein rasantes Wachstum. In 2006 erzielte Alibaba erst einen Jahresumsatz von 174 Millionen Dollar. Im zurückliegenden Geschäftsjahr waren es bereits 36,91 Milliarden Dollar. Zugleich fuhr das Unternehmen einen Gewinn von 10,14 Milliarden Dollar ein. Zuletzt kündigte Alibaba an, die Marktposition in Europa deutlich ausbauen zu wollen.

Derzeit baut das Unternehmen an der Infrastruktur, etwa im belgischen Lüttich, wo ein Logistikdrehkreuz für Alibaba entsteht. Das Ziel von Alibaba ist nicht nur der Verkauf. Unternehmensgründer Jack Ma will Alibaba zu einem globalen Netzwerk machen. Jedes Lager, jede Stadt und jeder Haushalt solle so verbunden werden, dass eine Lieferung innerhalb von höchstens 72 Stunden erfolgen könnte.

Adobe Systems

Drittgrößte Position ist die Adobe Systems-Aktie mit einer Gewichtung von gut 5,7%. Adobe Systems ist ein US-amerikanisches Softwareunternehmen mit Sitz im Bundesstaat Delaware. Der Konzern ist der führende Hersteller von Softwareprodukten für digitale Inhalte und ist dabei Pionier des PDF-Standards, der weltweit für den plattformübergreifenden Dokumentenaustausch verwendet wird.

Insgesamt hält Mandel 4,45 Millionen Aktien beziehungsweise 0,91% aller ausstehenden Anteile des Konzerns. Zuletzt erzielte das Unternehmen bei einem Jahresumsatz von 7,30 Milliarden Dollar einen Nettogewinn von 1,69 Milliarden Dollar. Das entspricht einer Gewinnspanne von 23,20% und das ist das höchste Niveau der vergangenen 10 Jahre.

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Target-Aktie: Wal-Mart Rivale liefert starke Zahlen ab – Aktie kletterte auf neues Rekordhoch

Die Kursentwicklung kann sich wirklich sehen lassen. Um satte 27% kletterte die Aktie des zweitgrößten Einzelhändlers in den USA Target seit Jahresbeginn nach oben. Allein nach Vorlage der Quartalszahlen am Mittwoch ging es um mehr als 3% nach oben. Dabei galten Aktien von Einzelhändlern lange Zeit als langweilig – die Geschäftsmodelle auf Grund des aufstrebenden Online-Geschäfts als schwierig.

Doch die gerade vorgelegten Zahlen zeigen: Wie schon beim Erzrivalen Wal-Mart laufen die Geschäfte momentan auf Hochtouren. Der US-Einzelhandel befindet sich angesichts der zuversichtlichen Stimmung unter den Verbrauchern im Aufwind.

Geht es nach den Vorständen des Konzerns, dann setzt sich der Trend auch im weiteren Jahresverlauf weiter fort. Nach dem starken ersten Halbjahr schraubten die Entscheidungsträger die Jahresprognose nach oben.

Target im Portrait

Bevor ich aber auf die aktuellen Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen den Konzern noch im Detail vorstellen. Bei Target handelt es sich um ein richtiges Traditionsunternehmen, das bereits im Jahr 1902 gegründet wurde. Target ist nach Wal-Mart der zweitgrößte Discounteinzelhändler in den USA. Die Kaufhauskette verkauft Lebensmittel, Haushaltswaren, Bekleidung, Möbel, Elektrogeräte und Körperpflegeprodukte auf großen Ladenflächen in knapp 1800 Geschäften in den USA und Kanada.

Oft sind einzelne Bereiche der Ladenflächen an kleine Läden wie Bäckereien, Fotogeschäfte oder Banken weitervermietet, um den Kunden möglichst viel Komfort beim Einkauf anbieten zu können. Neben dem Vertrieb in den Geschäften werden die Produkte auch über Kataloge und via Internet angeboten. Zu den nationalen Konkurrenten gehören neben Wal-Mart unter anderem Safeway, Costco, The Kroger Co., Sears sowie weitere Handelsketten und Discounter.

Target feuert auf allen Zylindern

Die gerade präsentierten Ergebnisse hatten es in sich. So kletterten die Umsätze auf vergleichbarer Fläche (eine der wichtigsten Kennzahlen bei der Beurteilung von Einzelhändlern) um satte 6,5% im zweiten Quartal. Damit erzielte der Konzern das höchste Wachstum seit 2005. Insgesamt beliefen sich die Umsätze auf 17,55 Milliarden Dollar. Besonders stark zeigten sich mit einem Zuwachs die Umsätze im digitalen Geschäft, die um 41% nach oben schossen.

Damit scheinen sich die Investitionen der Vergangenheit auszuzahlen. Target kündigte vor etwa einem Jahr seine Absicht an, 7 Milliarden Dollar in den Aufbau seiner eCommerce-Plattform zu investieren, sein Angebot an Handelsmarken zu erweitern, kleinere Geschäfte zu entwerfen und zu eröffnen und die bereits in Betrieb befindlichen Standorte umzugestalten.

Gewinn zieht um 19% an

Unter dem Strich blieb ein Gewinn in Höhe von 799 Millionen Dollar hängen. Das einer Gewinnmarge von 4,55% und liegt absolut betrachtet 19,1% über dem vergleichbaren Vorjahresniveau. Auch für den weiteren Verlauf zeigte sich der Einzelhändler optimistisch.

Für das Gesamtjahr peilt Target nun einen Gewinn je Aktie von 5,30 bis 5,50 Dollar an. Für Sie zum Vergleich: Bislang lag die Prognose bei 5,15 bis 5,45 Dollar. Dabei setzt der Konzern sein umfangreiches Modernisierungsprogramm ungebremst fort. Bis 2020 sollen mehr als 1.000 Filialen umgebaut werden.

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