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Flir-Systems: Spezialist für Wärmebildkameras bringt Großauftrag in trockene Tücher

Manche Firmen sind hierzulande so gut wie unbekannt, zählen aber weltweit zu den Marktführern in ihrer Branche. Zu diesen Unternehmen dürfte auch Flir Systems, ein Spezialist für Infrarotkameras, zählen. Dabei kann sich die Kursentwicklung durchaus sehen lassen. Konnten Sie im Jahr 2000 noch Aktien für unter 50 Cent einsammeln, müssen Sie mittlerweile über 60 Dollar je Anteilsschein auf den Tisch legen.

Auf Sicht der vergangenen 12 Monaten liegen die Papiere ebenso mit knapp 50% in der Gewinnzone. Zuletzt sorgte ein gewonnener Großauftrag für Aufmerksamkeit.

Flir Systems im Portrait

Der US-Konzern Flir Systems ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer im Bereich der Infrarotkameras, Nachtsichtgeräte und Wärmebildsysteme und kann auf eine 40-jährige Firmengeschichte zurückblicken. Die Produkte werden sowohl im industriellen, als auch im gewerblichen und staatlichen Bereich in mehr als 60 Ländern eingesetzt.

Die Vision des Konzerns mit seinen fast 3500 Mitarbeitern ist es, als “sechster Sinn der Welt” zu dienen, indem es Wärmebildkameras und angrenzende Technologien nutzt, um innovative, intelligente Lösungen für Sicherheit und Überwachung, Umwelt- und Zustandsüberwachung, Freizeitaktivitäten im Freien, maschinelles Sehen, Navigation und erweiterte Bedrohungserkennung anzubieten.

Beeindruckendes Umsatzwachstum

Die Geschäftsentwicklung des US-Konzerns in den zurückliegenden Jahren war auf jeden Fall beeindruckend. So kletterten die Erlöse seit 2003 von 312 Millionen Dollar auf zuletzt 1,8 Milliarden Dollar in die Höhe. Allerdings konnte Flir Systems das hohe Niveau bei den Gewinnspannen nicht halten. Im vergangenen Geschäftsjahr lag die Gewinnmarge bei 5,96% (107 Millionen Dollar) und damit deutlich unter den historischen Höchstwerten (2009: 20% Gewinnmarge bzw. 230 Millionen Dollar).

Übernahmen Teil der Firmenstrategie

Dabei stammt ein Großteil des Wachstums auch aus Firmenkäufen. Sie müssen wissen: Alleine durch die Übernahme von Agema (Schweden) im Jahr 1998 und von Inframetrics (Boston, MA) Mitte 1999 hat sich der Umsatz mehr als verdoppelt. In 2003 erwarb FLIR mit Indigo Systems für 190 Millionen Dollar einen der führenden Entwickler und Hersteller diverser Infrarotdetektorprodukte.

Weitere Deals folgten: Extech Instruments Corp. in 2007, Ifara Technologicas in 2008, Extech Data Systems in 2009, Directed Perception, Raymarine (2010), Lorex Technology (2012), DVTEL (2015) und Flir Point Grey Research in 2016 für immerhin 259 Millionen Dollar. Darüber hinaus schluckte Flir Prox Dynamics für 134 Millionen Dollar, den Hersteller der Black Hornet, einer Nanodrohne, die von Militär und Strafverfolgungsbehörden zur Überwachung und Aufklärung eingesetzt wird.

Großauftrat vom der US-Luftfahrtbehörde

Zuletzt erhielt Flir Systems einen Großauftrag von der US-Luftfahrtbehörde über 94,3 Millionen Dollar. Bei dem Deal geht es um die Unterstützung im Bereich mobiler Überwachungskapazitäten für die Innere Sicherheit. Der Vertrag hat eine anfängliche Laufzeit von zwei Jahren mit acht einzelnen Optionsjahren.

Analysten zeigen sich zurückhaltend

Nach den kräftigen Kurszuwächsen in den vergangenen Monaten zeigen sich die Analysten zunehmend zurückhaltend. Von 10 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten 7 zum Kauf der Papiere. Die restlichen Banker stufen den Titel lediglich als Halteposition ein. Im Schnitt prognostizieren die Analyten ein Gewinnwachstum von 18% in diesem Jahr und 9% im kommenden Geschäftsjahr. Momentan handelt die Aktie mit dem 25-fachen der erwarteten 2019er Gewinne. Das durchschnittliche Kursziel der Banker liegt mit 63,63 Dollar nur knapp 5% über dem aktuellen Kursniveau.

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September 2018: Auf diese Aktien setzt Top-Investor David Tepper

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top Investors David Tepper vorstellen.

Mit einem geschätzten Privatvermögen von knapp 11,4 Milliarden US-Dollar (lt. Forbes) und einem Jahresverdienst von bis zu 3,5 Milliarden Dollar (2009) zählt Tepper zu den bestbezahltesten Fondsmanagern an der Wallstreet.

Dabei begann die Karriere des mittlerweile 59 jährigen, aus gutbürgerlichen Verhältnissen in Pittsburgh stammenden Managers, recht unspektakulär. Er studierte Volkswirtschaft an der Universität seiner Heimatstadt und begann seine berufliche Laufbahn 1980 als Kreditanalyst in einer Bank. Er fühlte sich aber dort nicht wohl und bildete sich an der Carnegie Mellon Universität weiter, wo er seinen Master-Abschluss erwarb.

Doch nach ersten Branchenerfahrungen begann Tepper im Jahr 1985 bei der New Yorker Investmentbank Goldman Sachs, wo er geradezu einen bilderbuchmäßigen Karriereaufstieg hinlegte. Bereits ein halbes Jahr nach dem Eintritt als Kreditanalyst leitete Tepper den Handelstisch für hochverzinsliche Wertpapiere. Nach dem sich Tepper acht Jahre lang mit notleidenden Firmen bei der Investmentbank beschäftigte, gründete er 1993 seinen eigenen Hedgefonds (Appaloosa Management).

Seinem Stil blieb er treu und fokussierte sich hauptsächlich auf Unternehmen in Schieflagen. Damit erzielte er herausragende Gewinne für seine Investoren. Über 20 Jahre erwirtschaftete Tepper immerhin 25,7% pro Jahr und damit eine Überrendite zum S&P 500 Index von beeindruckenden 15,9% pro Jahr.

Seine aktuell drei größten Aktienpositionen sind folgende:

Micron Technology

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 24,43% ist die Micron Technology-Aktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von 2,12 Milliarden Dollar an dem Konzern und hält damit 3,49% aller Aktien der Firma. Im letzten Quartal hat Tepper seine Position nochmals um mehr als 14% ausgebaut.

Der US-Konzern ist einer der fünf größten Halbleiterhersteller der Welt. Seit 2003 kletterten die Umsätze von 3,09 auf zuletzt 20,32 Milliarden Dollar. Bei einem Jahresgewinn von 5,19 Milliarden Dollar erzielte Micron Technology im vergangenen Geschäftsjahr eine Gewinnmarge von 25,04%.

Facebook

Zweitgößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 11,34 % ist die Aktie von Facebook. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von 986 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Im vergangenen Quartal hat Tepper damit die Position allerdings um 18% reduziert.

Facebook ist das weltweit größte soziale Netzwerk. Mittlerweile liegt der Marktwert bei über 550 Milliarden Dollar. Bei einem Jahresumsatz von zuletzt 40,65 Milliarden Dollar erzielte der Technologiekonzern eine beeindruckende Gewinnspanne von 39,20%.

Allergan

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von 6,50% ist die Allergan-Aktie. Derzeit hält Tepper ein Aktienpaket im Wert von knapp 565 Millionen Dollar an dem Unternehmen. Das entspricht 1% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Mit Allergan setzt der Fondsmanager auf einen der größten Pharma- und Generika-Konzerne der Welt.

Im zurückliegenden Geschäftsjahr rutschte Allergan trotz eines Umsatzes in Höhe von 15,9 Milliarden Dollar tief in die Verlustzone (-4,12 Milliarden Dollar). Dank Botox hat der US-Pharmakonzern seinen Verlust zuletzt aber deutlich eingedämmt. Unter dem Strich belief sich das Minus im zweiten Quartal auf 472,5 Millionen Dollar nach 795,5 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Der Umsatz legte 2,9% auf 4,12 Milliarden Dollar zu.

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September 2018: Die Top-Aktien von Value-Investor Jeff Ubben

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top -Investors Jeff Ubben vorstellen.

Ubben hat sich mit seiner Investmentgesellschaft ValueAct Capital auf Aktien von kleinen und mittelgroßen Unternehmen in den USA spezialisiert.

Seit der Gründung der Gesellschaft im Oktober 2000 hat Ubben seinen Anleger eine Rendite von 15,5% pro Jahr eingefahren (bis zum 31.12.2015). Damit hat der Top-Investor den S&P 500 Index um durchschnittlich 11,2% pro Jahr schlagen können.

Dabei setzt Ubben auf Unternehmen, die kaum im Fokus anderer Investoren stehen oder sich in einem Umwandlungsprozess befinden. Der Investor hat ein sehr konzentriertes Portfolio (meist um die 15 Aktien) und einen extrem geringen Portfolioumschlag. In der Regel tätigt Ubben pro Jahr nur 3 bis 4 neue Investments.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Nebenwerte-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Jeff Ubben lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von ValueAct Capital:

Citigroup

Größte Aktien-Position im Portfolio von Ubben ist die Aktie des Finanzdienstleisters Citigroup. Derzeit hält Ubben ein Aktienpaket im Wert von gut 1,68 Milliarden US-Dollar. Das entspricht gut 15,3% seines Portfolios. Im Vergleich zum Vorquartal Ubben die Position deutlich ausgebaut (+55%). Insgesamt hält der Portfoliomanager 1% aller Aktien des Konzerns.

Die Citigroup zählt zu den weltweit führenden Finanzdienstleistern. Das Unternehmen verfügt über ein internationales Filialnetz, das ein breites Spektrum an Finanzservices und Kapitalanlage-Produkten abdeckt. Mehr als 200 Millionen Privat- und Geschäftskunden, institutionelle Klienten und Regierungen nutzen die angebotenen Bankdienstleitungen der Citigroup.

Alliance Data Systems

Zweitgrößte Aktien-Position im Portfolio von Ubben ist Aktie des US-Konzerns Alliance Data Systems. Derzeit hält Ubben ein Aktienpaket im Wert von 1,41 Milliarden US-Dollar an dem Konzern. Das entspricht 12,84% der gesamten Vermögenswerte. Im Vergleich zu den Vormonaten hat Ubben seine Position nahezu unverändert gelassen (+3,49%). Mit seinem Aktienpaket von 11,07% gehört Ubben zu den größten Einzelaktionären des Konzerns.

Alliance Data ist ein führender Anbieter von datengesteuerten Marketinglösungen für große konsumentenbezogene Geschäfte in verschiedenen Branchen. Die Kundenbasis von mehr als 1.500 Unternehmen besteht hauptsächlich aus großen verbraucherbasierten Geschäften. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt 7,71 Milliarden Dollar erzielte Alliance Data einen Gewinn in Höhe von 789 Millionen Dollar.

Twenty-First Century Fox

Drittgrößte Aktien-Position im Portfolio von Ubben ist die Aktie des Medienkonzerns Twenty-First Century Fox. Derzeit hält Ubben ein Aktienpaket im Wert von 1,41 Milliarden US-Dollar. Damit macht die Position 12,77% des gesamten Portfolios aus. Allerdings hat Ubben die Gewichtung zuletzt deutlich (um 46%) reduziert.

Twenty-First Century Fox ist ein amerikanisches Medienunternehmen mit Sitz in New York. Es entstand durch die Aufspaltung und Umfirmierung der News Corporation und hat aktuell einen Marktwert von knapp 82 Milliarden US-Dollar.

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Oracle-Aktie: Softwareriese verfehlt Wachstumserwartungen

Schnell hatten sich die Papiere des US-Softwaregiganten Oracle nach den schwachen Zahlen wieder gefangen. Obwohl die Wachstumserwartungen im Cloud-Geschäft nicht erfüllt wurden, kehrten die Anleger nach anfänglichen Verlusten wieder zurück und stützten mit Käufen den Aktienkurs des SAP-Rivalen. Dennoch ist die Performance auf 12-Monatssicht enttäuschend. Mit einem Kursplus von gerade einmal knapp 3% hinkt die Aktie des Softwareriesen dem marktbreiten S&P 500 Index deutlich hinterher (+16%).

Wie lassen sich die vorgelegten Zahlen bewerten? Was macht die Konkurrenz im Cloud-Geschäft und wie schätzen die Analysten die Aktie momentan ein?

Oracle im Portrait

Oracle gehört zu den weltweit führenden Anbietern von Soft- und Hardwareprodukten. Das Unternehmen entwickelt, produziert, vermarktet und vertreibt Datenbank- und Middleware-Softwarelösungen, Applikationssoftware und Computerhardware wie Server und Speichersysteme.

Zu den Kunden des Unternehmens gehören sowohl Privat- als auch Geschäftskunden. Für kleinere und größere Unternehmen, Regierungsorganisationen oder Behörden bietet Oracle umfassende Pakete sowie ergänzende Services und entwickelt in enger Abstimmung mit den unterschiedlichen Kunden individuelle Lösungskonzepte. Auch Privatkunden können sich aus dem Produktportfolio für ihre Zwecke geeignete Software und Hardware zusammenstelle.

Mageres Wachstum im „Cloud – Zukunftsgeschäft“

Zuletzt meldete der Softwarespezialist einen Quartalsumsatz von 9,19 Milliarden Dollar.  Für Sie zum Vergleich: Die Analysten hatten mit rund 100 Millionen Euro mehr gerechnet. Die Ergebnisse entsprechen nur einem Umsatzwachstum von knapp 1%. Besonders enttäuschend. Auch im zukunftsträchtigen Cloud-Geschäft erzielte Oracle nur ein Umsatzplus von rund 3%. An den Gesamterlösen macht die Sparte unterdessen 71% aus.

Gewinn steigt um 6% an

Unterdessen kletterte der Gewinn um 6% auf 2,27 Milliarden Dollar beziehungsweise 71 Cent je Aktie in die Höhe. Damit erzielte Oracle eine Gewinnspanne von 24,6%.

Wettbewerbssituation verschärft sich

Neben der schwachen Umsatzentwicklung wurde von einigen Marktteilnehmern die sich verschärfende Konkurrenzsituation kritisiert. Mittlerweile mischen zahlreiche Großkonzerne im schnell wachsenden Geschäft mit der Auslagerung von Rechendiensten an externe Rechenzentren mit. Neben den Platzhirschen Oracle und SAP drängen auch die Technologieriesen Amazon, Microsoft und Salesforce immer stärker in das Geschäft hinein.

Vor zwei Jahren hat Oracle mit der 9,3 Milliarden Dollar teuren Übernahme des Cloud-Spezialisten Netsuite die eigene Position in dem Wachstumsmarkt deutlich gestärkt. Netsuit gilt als einer der Pioniere im sogenannten Cloudgeschäft, bei dem Daten und Dienste ins Internet ausgelagert werden. Zu den Investoren von Netsuite gehörte übrigens kein andere als der Oracle Gründer Larry Ellison selbst.

Analysten zeigen sich uneinheitlich

Nach den Zahlen zeigen sich die Analysten uneinheitlich. Von den 38 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten lediglich 18 zum Kauf. Der Großteil (19 Analysten) sieht in den Papieren eine Halteposition, während ein Banker sogar den Verkauf empfiehlt. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 53,47 Dollar rund 8% über dem aktuellen Kursniveau.

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