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Salesforce-Aktie: SAP-Rivale auf der Überholspur

Eindrucksvoll meldete sich die Aktie des Cloudsoftware-Anbieters Salesforce nach den Zahlen zurück. Mit einem Kursplus von 10% auf 140 Dollar macht der SAP-Rivale wieder einiges der herben Verluste der zurückliegenden Wochen gut. Immerhin hatten die Papiere zuvor seit Ende September ein Viertel ihres Wertes eingebüßt. Doch der Mix aus einem starken Quartal und der angehobenen Prognose hauchten der Aktie wieder Leben ein.

Die präsentierten Ergebnisse halfen aber nicht nur der Salesforce-Aktie auf die Beine. Zahlreiche Cloud-Softwarefirmen zogen im Umfeld des positiven Ausblicks des US-Vorreiters zum Teil deutlich an.

Salesforce – Platzhirsch im Cloud-Geschäft

Bevor ich auf die jüngsten Quartalszahlen eingehe, möchte ich Ihnen den US-Technologiekonzern noch näher vorstellen. Salesforce wurde 1999 von Marc Benioff, einem Ex-Oracle und Ex-Apple Manager, als eines der ersten Cloud-Software-Unternehmen gegründet. Hauptsitz des Unternehmens ist San Francisco.

Salesforce befindet sich seit seiner Gründung auf massivem Wachstumskurs. Noch heute gehört es zu den am schnellsten wachsenden Cloud-Computing-Unternehmen. Um dieses Wachstum aufrechtzuerhalten, übernahm Salesforce im Laufe der Zeit zahlreiche andere Softwareunternehmen, u.a. Gravitytank, Demandware, InStranet und EdgeSpring.

Herzstück des Unternehmens ist die CRM Suite mit verschiedenen Tools entlang des  Customer Lifecycle. 2016 wurde mit Einstein ein leistungsstarkes Analyse-Tool integriert, das künstliche Intelligenz nutzt, um Erkenntnisse zu Kunden und Verkaufspotenzial zu gewinnen.

Kräftiges Wachstum im abgelaufenen Quartal

Dass sich die Wachstumsraten in diesem Geschäftsbereich noch nicht abschwächen, zeigen Ihnen die gerade vorgelegten Geschäftsergebnisse des Unternehmens. Der Softwarekonzern veröffentlichte einen Umsatz von 3,39 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 0,61 Dollar. Für Sie zum Vergleich: Die Analysten waren im Vorfeld lediglich von einem Umsatz von 2,95 Milliarden Dollar bei einem Gewinn je Aktie von 0,50 Dollar ausgegangen. Mit einem Umsatzwachstum von 26% zerstreute Salesforce die zuletzt gestiegenen Sorgen der Anleger.

Zwar schrumpfte die operative Marge wegen hoher Investitionen erneut im Vergleich zum Vorquartal und auch zur Vorjahresperiode. Allerdings verlangsamte sich der Rückgang der Marge unerwartet deutlich.

Ausblick nach oben geschraubt

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Firmenboss Marc Benioff zuversichtlich und hebt den Ausblick an. Für das Schlussquartal rechnet Benioff bei einem Umsatz von 3,56 Milliarden Dollar. Das liegt rund 40 Millionen Euro über den durchschnittlichen Schätzungen der Analysten.

Für das Gesamtjahr peilt Salesforce nun einen Umsatz von 13,23 bis 13,24 Milliarden Dollar an. Je Aktie soll ein Gewinn von 1,06 bis 1,07 Dollar hängenbleiben. Das sind gut 9% mehr als bislang angepeilt worden war.

Auch auf lange Sicht zeigt sich Benioff ausgesprochen optimistisch und gibt erstmals einen längerfristigen Ausblick. Bis 2020 sollen die Erlöse auf 15,9 bis 16 Milliarden Dollar nach oben klettern.

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November 2018: Auf diese Aktien setzt Top-Investor David Abrams derzeit

Wieder möchte ich Ihnen die aktualisierten drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top-Investors David Abrams vorstellen.

US-Anleger David Abrams investiert mit seinem in Boston beheimateten Hedge-Fonds Abrams Capital Management vor allem in unterbewerte Aktien von größeren Unternehmen in den USA.

Seit Gründung von Abrams Capital Management erreicht der Value-Investor Abrams eine durchschnittliche Rendite von fast 20% für seine Anleger. Mit aktuell 22 Positionen fährt Abrams ein sehr konzentriertes Portfolio. Insgesamt verwaltet der Manager derzeit knapp über 3,6 Milliarden Dollar.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach unterbewerteten US-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von David Abrams lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Abrams Capital Management:

Teva Pharmaceuticals

Größte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von gut 11,10% ist die Teva Pharmaceuticals-Aktie. Derzeit hält Abrams ein Aktienpaket im Wert von rund 420 Millionen $ an dem Pharma-Riesen. Die Position wurde im vergangenen Quartal nur minimal verändert (-1,12%).

Teva Pharmaceuticals ist ein israelisches Pharmaunternehmen, das bereits im Jahr 1901 gegründet wurde. Mit seinen nahezu 57.000 Beschäftigten ist der Konzern in über 70 Ländern aktiv. Teva Pharmaceuticals gehört zu den 10 führenden Herstellern von Arzneimitteln weltweit und gilt als Weltmarktführer bei Generika.

Shire

Zweitgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von gut 10,8% ist die Aktie von Shire. Derzeit hält Abrams ein Aktienpaket im Wert von 407 Millionen $ an dem Pharmakonzern. Dabei handelt es sich übrigens um eine komplett neue Position, die Abrams gerade erst aufgebaut hat.

Der Shire Konzern ist vor allem mit Medikamenten zur Behandlung von Osteoperose und anderen Knochenkrankheiten groß geworden. Momentan versucht der japanische Pharmakonzern Takeda, die Gesellschaft zu übernehmen. Vor wenigen Tagen hat die EU-Kommission grünes Licht für den Deal gegeben, allerdings unter der Auflage, dass ein von Shire entwickeltes biologisches Produkt zur Behandlung von chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen an einen anderen Anbieter verkauft wird.

Western Union

Drittgrößte Position mit einer Portfolio-Gewichtung von derzeit 10,6% ist die Western-Union-Aktie. Derzeit hält Abrams ein Aktienpaket im Wert von 403 Millionen $ an dem Unternehmen.

Western Union bietet den Transfer von Bargeld rund um die Welt an. Durch Abwicklung der Transaktionen in den Filialen des Unternehmens ist es sehr leicht möglich, schnell Geld rund um den Globus zu transferieren und Rechnungen zu bezahlen.

Die Dienstleistungen von Western Union wird sehr stark von Migranten genutzt, die Geld an Familienangehörige in ihrer Heimat transferieren wollen.

Kritiker sehen das Geschäftsmodell von Western Union durch die zunehmende Bedeutung von Kreditkarten und Online-Zahlungsdiensten gefährdet.

Allerdings sollten Sie hierbei beachten, dass Western Union vor allem für den Geldtransfer an Menschen in wirtschaftlich schwächere Länder genutzt wird. Hier spielen Kreditkarten und Online-Zahlungsdiensten kaum eine Rolle, um vor allem die Ausgaben des täglichen Bedarfs zu decken.

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Auf diese Aktien setzt Nebenwerte-Spezialist Chuck Royce derzeit

Heute möchte ich Ihnen die derzeit drei größten Aktien-Positionen aus dem Portfolio des Top -Investors Chuck Royce vorstellen.

Royce ist hat sich mit seiner Investmentgesellschaft Royce & Associates auf Aktien von kleinen und mittelgroßen Unternehmen in den USA spezialisiert.

In den vergangenen 25 Jahren hat Royce knapp 1.520% Rendite für seine Anleger erzielt. Das entspricht einer jährlichen Rendite von 15,8%, womit Royce um den S&P 500 Index um beachtliche 7,62% pro Jahr übertroffen hat.

Einem einzigen Großinvestor blind zu folgen, ohne die Hintergründe zu den einzelnen Aktien-Positionen zu kennen, ist sicher nicht ratsam. Doch wenn Sie auf der Suche nach aussichtsreichen Nebenwerte-Aktien sind, kann sich ein Blick auf die Investments von Chuck Royce lohnen.

Das sind derzeit die drei größten Aktien-Positionen von Royce & Associates:

Quaker Chemical

Größte Aktien-Position im Portfolio von Royce ist die Aktie des amerikanischen Chemieunternehmens Quaker Chemical. Derzeit hält Royce ein Aktienpaket im Wert von knapp 146 Millionen US-Dollar. Damit hält der Manager 5,43% aller ausstehenden Aktien des Unternehmens. Im Vergleich zum Vorquartal hat Royce die Position minimal um 2,30% reduziert, auf Grund des Kursanstiegs ist das investierte Volumen aber sogar gestiegen.

Bei Quaker Chemical handelt es sich um ein amerikanisches Traditionsunternehmen, das bereits auf eine 100 jährige Firmengeschichte zurückblicken kann. Sitz des Chemiekonzerns ist in Conshohocken (Pennsylvania) nordwestlich von Philadelphia. Die wichtigsten Produkte sind Walzöle (Schmiermittel beim Warm- oder Kaltwalzen), Kühlschmiermittel, Hydraulikflüssigkeiten und Korrosionsschutz. Im vergangenen Jahr erzielte die Gesellschaft bei 820,1 Millionen Dollar Umsatz einen Jahresgewinn in Höhe von 20,3 Millionen Dollar.

Vishay Intertechnology

Zweitgrößte Aktien-Position im Portfolio von Royce ist die Aktie von Vishay Intertechnology. Derzeit hält Royce ein Aktienpaket im Wert von 135 Millionen US-Dollar an dem Konzern. Damit hält der Fondsmanager insgesamt 4,61% aller ausstehenden Aktien der Firma. Im zurückliegenden Quartal hat Royce seine Position nochmals um 10,77% erhöht.

Vishay Intertechnology zählt zu den weltgrößten Herstellern von diskreten Halbleiterbauelementen (Dioden, Gleichrichtern, Transistoren, optoelektronischen Bauteilen und ausgewählten IC-Typen) und passiven elektronischen Bauteilen (Widerständen, Kondensatoren, Induktivitäten, Sensoren und Wandlern). Diese Bauelemente werden in elektronischen Geräten und Einrichtungen fast aller Art eingesetzt.  Zuletzt erzielte der Konzern bei einem Jahresumsatz von 2,60 Milliarden Dollar einen Verlust in Höhe von 20 Millionen Euro.

Helios Technologies

Drittgrößte Aktien-Position im Portfolio von Royce ist die Aktie des Industriekonzern Helios Technologies. Derzeit hält Royce ein Aktienpaket im Wert von 125 Millionen US-Dollar. Das entspricht 7,19% aller ausstehenden Firmenanteile. Im Vergleich zum Vorquartal hat Royce leicht reduziert (-1,58%).

Helios Technologies ist ein globaler Industrietechnologieführer, der hydraulische und elektronische Steuerungslösungen für verschiedene Märkte entwickelt und produziert.

Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Helios Technologies bei einem Umsatz von 342,8 Millionen Dollar einen Gewinn in Höhe von 31,6 Millionen Dollar. Das entspricht einer Gewinnspanne von 9,20%.

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Autodesk: Aktie des Softwarespezialisten mit Freudensprung nach starken Zahlen

Gesucht waren vor Thanksgiving die Aktien von Autodesk, dem Weltmarktführer für Bausoftware. Der US-Konzern konnte sowohl mit den präsentierten Quartalszahlen als auch mit einem angehobenen Ausblick überzeugen. Den Anlegern feierten die Ergebnisse und trieben die Aktie nach oben. Mit einem Tagesplus von 10% kletterte der Börsenwert von Autodesk wieder auf knapp 29,5 Milliarden Dollar.

Weltmarktführer mit hoher Kundenbindung

Bevor ich auf die aktuellen Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen den US-Konzern näher vorstellen. Denn auch wenn es sich bei Autodesk um einen Weltmarktführer handelt, dürften die Produkte nur Branchen-Insidern bekannt sein. Autodesk zählt zu einem der weltweit führenden Anbieter von Software für Design, Planung, Konstruktion sowie Media und Entertainment.

Die Software wird v. a. in diesen Branchen eingesetzt:

– Architektur,

– Ingenieur- und Bauwesen,

– Mechanik und Maschinenbau (Fahrzeuge, Transportwesen, Fertigung),

– Netzbetreiber (Strom/Gas, Telekommunikation, Wasser, Abwasser)

– Medien und Entertainment (Film, Spiele, TV).

Seit der Einführung der Software AutoCAD im Jahre 1982 entwickelte Autodesk bis heute mit einem Produkt-Portfolio von 150 Produkten das breiteste Angebot an Lösungen zur Erstellung von digitalen Modellen.

Zu den Kunden gehören alleine hierzulande die führenden Autobauer, doch auch BASF und Bayer sowie beispielsweise auch Siemens und RWE sind Abnehmer.

Geschäftsmodell wird umgekrempelt

Früher machte der US-Konzern den Großteil seiner Erlöse mit dem Verkauf der Software, den restlichen Teil mit regelmäßigen Updates. Doch seit 2016 hat Autodesk seine Umstrukturierung forciert. Autodesk bietet seinen Kunden verstärkt die Software über die Cloud an und beschleunigt damit den Wechsel hin zu einem subskriptionsbasierten Geschäftsmodell.

Damit erzielt Autodesk zwar zu Beginn einer Vertragsbeziehung geringere Umsätze. Auf lange Sicht winken aber stabilere und besser planbare Erträge, da die Nutzer monatlich für die Nutzung der Software bezahlen müssen.

Umsatzplus von 28% im dritten Quartal

Im gerade abgelaufenen dritten Quartal kletterte der Umsatz von Autodesk auf 660,9 Millionen Dollar. Das entspricht einem satten Zuwachs von 28% zum Vorjahresquartal. Zugleich kehrte Autodesk wieder in die Gewinnzone zurück. Stand im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 12 Cent je Aktie in den Büchern, erreichte der Softwarekonzern jetzt einen Gewinn in Höhe von 29 Cent je Anteilsschein. Für Sie zum Vergleich: Die Analysten waren im Vorfeld lediglich von 27 Cent je Aktie ausgegangen.

Besonders erfreulich: Die Abonnement-Einnahmen haben sich mehr als verdoppelt und machen nun 76% der annualisierten wiederkehrenden Einnahmen von Autodesk aus.

Prognose nach oben geschraubt

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Firmenboss Andrew Anagnost zuversichtlich und nimmt die Prognose nach oben. Bei einem Umsatz im Schlussquartal von 700 bis 710 Millionen Dollar soll jetzt das Ergebnis je Aktie bei 40 bis 44 Cent liegen.

Autodesk kauft Plangrid

Neben den Quartalszahlen meldete Autodesk vor wenigen Tagen auch die Übernahme von Plangrid. Autodesk kauft für 875 Millionen Dollar die Cloud-basierte Plattform für Baupläne, die in Echtzeit zwischen allen Beteiligten, wie etwa zwischen der Baustelle und dem Planungsbüro, ausgetauscht werden können. Ziel ist es zukünftig eine umfassende, Cloud-basierte Bau-Plattform anzubieten.

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