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Alcoa-Aktie: Aluminium-Riese nach Zahlen mit kräftigem Kursplus

Die Berichtssaison nimmt langsam Fahrt auf. Dabei sind die Ergebnisse des abgelaufenen Quartals dieses Mal besonders wichtig. Denn zuletzt sorgten sich immer mehr Marktteilnehmer um die künftige Wirtschaftsentwicklung. Ob die steigenden Zinsen und der schwelende Handelskonflikt die Ergebnisse bereits massiv beeinflussen, wird sich nämlich jetzt zeigen. Ein besonderes Augenmerk nehmen daher besonders konjunktursensible Unternehmen wie die Alcoa-Aktie ein. Der Aluminium-Riese gilt als guter Indikator für den Zustand der Gesamtwirtschaft.

Mit seinen präsentierten Quartalszahlen konnte der US-Konzern die Gemüter der Anleger vorerst beruhigen. Mit den höchsten Zuwachsraten seit mehr als einem Jahr wurden die Analystenschätzungen deutlich übertroffen. Entsprechend stark reagierte der zuvor stark gebeutelte Aktienkurs mit einem Tagesplus von über 7% am Donnerstag. Seit Jahresanfang ist die Entwicklung dennoch enttäuschend. Immerhin liegen die Papiere weiterhin mit gut einem Viertel in der Verlustzone.

Alcoa im Portrait

Alcoa ist international einer der führenden Förderer von Bauxit und Tonerde und Hersteller von verarbeitetem Aluminium in Form verschiedenster Gieß- und Walzprodukte. Das Unternehmen ist in allen Hauptsegmenten der Aluminiumwertschöpfung wie der Gewinnung, dem Schmelzen, der Weiterverarbeitung und dem Recycling tätig.

Das ursprüngliche, gleichnamige Unternehmen spaltete sich 2016 in die beiden börsennotierten Unternehmen Arconic Inc. und Alcoa Corp. auf. Alcoa Corp. führt das Kerngeschäft der Aluminiumförderung weiter, das 1888 mit den Anfängen der Aluminiumindustrie seinen Ursprung fand.

Umsatzplus von 14%

Im abgelaufenen dritten Quartal kletterten die Umsätze um 14,4% auf 3,4 Milliarden Dollar. Dabei stand aufgrund einer Sonderbelastung ein Verlust in Höhe von 41 Millionen Dollar in den Büchern. Ohne Sonderbelastung betrug der Nettogewinn 119 Millionen Dollar. Dies entspricht 63 Cents je Aktie und lag deutlich über den Erwartungen der Analysten. Für Sie zum Vergleich: Die Experten waren im Vorfeld lediglich von einem Gewinn in Höhe von 36 Cent je Anteilsschein bei einem Umsatz von 3,31 Milliarden Dollar ausgegangen.

Nach gesenkter Prognose im Juli Ausblick nun leicht erhöht

Auch für die Zukunft zeigt sich der Aluminium-Konzern mittlerweile wieder zuversichtlicher. Im Juli musste Firmenboss Klaus Kleinfeld noch zurückrudern. Höhere Zölle auf importiertes Aluminium und höhere Energiekosten sorgten für Gegenwind. Entsprechend kappte der Konzern seine Prognosen. Beim angepassten Ergebnis (EBITDA) reduzierte Alcoa damals den Zielwert auf 3 bis 3,2 Milliarden Dollar (zuvor 3,5 bis 3,7 Milliarden Dollar). Jetzt traut sich der US-Konzern wieder etwas mehr zu und engt die Spanne auf 3,1 bis 3,2 Milliarden Dollar ein.

Alcoa geht davon aus, dass die weltweite Nachfrage nach Aluminium weiter steigt, wobei der Verbrauch 2018 voraussichtlich um 3,75-4,75% steigen wird, was jedoch eine Verlangsamung des Marktwachstums ab 2017 bedeutet. Damals kletterte die globale Produktion um immerhin 5,8%.

Aktienrückkaufprogramm angekündigt

Zugleich kündigte das Unternehmen ein Aktienrückkaufprogramm mit einem Gegenwert von bis zu 200 Millionen Dollar an. Das Programm hat keine Laufzeitbegrenzung.

Unterdessen halten die Analysten die Aktie nach der desaströsen Kursentwicklung seit Jahresbeginn wieder für kaufenswert. Von 16 Experten, die sich mit dem Unternehmen befassen, raten 11 zum Kauf. Die übrigen Banker sehen in dem Titel lediglich eine Halteposition. Das durchschnittliche Kursziel aller Analysten liegt momentan bei 55,15 Dollar und damit deutlich über dem aktuellen Kursniveau (38,60 Dollar).

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