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AMD: Aktie des Halbleiterspezialisten im Höhenflug – Rekordhoch in Sichtweite

Die Aktie des Chipherstellers AMD kennt momentan nur eine Richtung und zwar steil nach oben. Auf Sicht von einem Jahr haben sich die Papiere verdreifacht, auf Fünfjahressicht sogar weit über 600% an Wert zulegen können. Viele Anleger hatten den Intel-Rivalen zwischenzeitlich schon abgeschrieben, doch seit geraumer Zeit vollzieht die Aktie ein fulminantes Comeback.

Vor allem der jüngst positive Newsflow hat für kräftigen Rückenwind gesorgt. Wiederkehrende Nachfrage und eine ganze Reihe von neuen Produkten haben die Zuversicht der Anleger befeuert. Eine Kaufempfehlung des Brokerhauses Nomura dürfte ebenfalls dafür gesorgt haben, dass die Aktie mit einem Tagesplus von über 8% am Mittwoch zu den größten Tagesgewinnern gehörte.

AMD im Portrait

Advanced Micro Devices (AMD) mit Sitz in Sunnyvale (Kalifornien) ist hinter Intel der weltweit zweitgrößte Entwickler von Computer-Prozessoren. AMD will sich zukünftig auf das Chip-Design-Geschäft fokussieren. Eigene Produktionsanlagen wurden sukzessive veräußert. AMD entwickelt, produziert und vertreibt Prozessoren für PCs und Server, Netzwerkchips, Flash-Speicher und andere Chipbausteine. Das Unternehmen lässt sich in zwei Hauptgeschäftsbereich unterteilen: Computing Solutions (Chip-Design und -Entwicklung) und Foundry (Chip-Produktion).

Die Kunden von AMD sind bei den Computer- und Serverherstellern zu finden. Kunden sind unter anderem auch Unternehmen wie Acer, Dell Inc., Hewlett-Packard (HP) Co. und Lenovo Ltd.

Digitimes sorgt für Hoffnungsschimmer

Nun aber zu den jüngsten Kurstreibern: Zum einen hat sich die in Taipeh/Taiwan erscheinende Tageszeitung DigiTimes positiv zu AMD geäußert. Sie müssen wissen: Digitimes hat sich vor allem auf den Halbleiter-, Elektronik-, Computer- und Kommunikationsindustrie-Markt spezialisiert und gilt unter Experten als wichtige Informationsquelle. Laut einem Bericht von Digitimes soll der Marktanteil von Intel bei den Server-Prozessoren bis Ende 2020 auf unter 90% fallen. Im Gegenzug dürfte AMD ordentlich Marktanteile gewinnen.

Laut Digitimes will TSMC, einer der größten Chip-Hersteller der Welt seine 7nm-Fertigung weiter ausbauen. Zudem besagt der Bericht, dass TSMC seine Kapazitäten im dritten Quartal wieder voll ausgelastet sieht, nicht zuletzt aufgrund deutlich höherer Wafer-Bestellungen von AMD. Hierauf weisen unter anderem Daten der Marktforscher von NNT Data hin, die eine überdurchschnittliche Performance der neuen Server-Chips von AMD ausgemacht haben.

Analysten erwarten Gewinnsprung….

Unterdessen rechnen auch die Analysten mit einer deutlichen Geschäftsbelebung. Im Schnitt gehen die Experten davon aus, dass sich die Umsätze von 6,48 Milliarden Dollar im letzten Jahr auf 8,95 Milliarden Dollar im Jahr 2021 erhöhen. Zeitglich könnte sich der Gewinn von 514 Millionen Dollar auf 1,21 Milliarden Dollar verbessern. Je Aktie entspräche dies einem Gewinn von 1,10 Dollar.

…..aber kein Kurspotenzial

Dennoch sehen die Banker offenbar kein Kurspotenzial in der Aktie. Von 38 Analysten, die sich mit der Aktie beschäftigen, stufen 16 den Titel als Halteposition ein, während 6 Analysten sogar zum Verkauf raten. Das durchschnittliche Kursziel wird mit 23,66 Dollar deutlich unter dem aktuellen Kursniveau (29,02 Dollar) taxiert.

Das könnte unter anderem am Bewertungsniveau liegen. Aktuell handelt die Aktie mit dem 44-Fachen der erwarteten Gewinne für 2019. Für Sie zum Vergleich: Der Rivale Intel wird gerade einmal mit dem 11-Fachen der Gewinne an der Börse bewertet.

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