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Autodesk: Aktie des Softwarespezialisten mit Freudensprung nach starken Zahlen

Gesucht waren vor Thanksgiving die Aktien von Autodesk, dem Weltmarktführer für Bausoftware. Der US-Konzern konnte sowohl mit den präsentierten Quartalszahlen als auch mit einem angehobenen Ausblick überzeugen. Den Anlegern feierten die Ergebnisse und trieben die Aktie nach oben. Mit einem Tagesplus von 10% kletterte der Börsenwert von Autodesk wieder auf knapp 29,5 Milliarden Dollar.

Weltmarktführer mit hoher Kundenbindung

Bevor ich auf die aktuellen Zahlen eingehe, möchte ich Ihnen den US-Konzern näher vorstellen. Denn auch wenn es sich bei Autodesk um einen Weltmarktführer handelt, dürften die Produkte nur Branchen-Insidern bekannt sein. Autodesk zählt zu einem der weltweit führenden Anbieter von Software für Design, Planung, Konstruktion sowie Media und Entertainment.

Die Software wird v. a. in diesen Branchen eingesetzt:

– Architektur,

– Ingenieur- und Bauwesen,

– Mechanik und Maschinenbau (Fahrzeuge, Transportwesen, Fertigung),

– Netzbetreiber (Strom/Gas, Telekommunikation, Wasser, Abwasser)

– Medien und Entertainment (Film, Spiele, TV).

Seit der Einführung der Software AutoCAD im Jahre 1982 entwickelte Autodesk bis heute mit einem Produkt-Portfolio von 150 Produkten das breiteste Angebot an Lösungen zur Erstellung von digitalen Modellen.

Zu den Kunden gehören alleine hierzulande die führenden Autobauer, doch auch BASF und Bayer sowie beispielsweise auch Siemens und RWE sind Abnehmer.

Geschäftsmodell wird umgekrempelt

Früher machte der US-Konzern den Großteil seiner Erlöse mit dem Verkauf der Software, den restlichen Teil mit regelmäßigen Updates. Doch seit 2016 hat Autodesk seine Umstrukturierung forciert. Autodesk bietet seinen Kunden verstärkt die Software über die Cloud an und beschleunigt damit den Wechsel hin zu einem subskriptionsbasierten Geschäftsmodell.

Damit erzielt Autodesk zwar zu Beginn einer Vertragsbeziehung geringere Umsätze. Auf lange Sicht winken aber stabilere und besser planbare Erträge, da die Nutzer monatlich für die Nutzung der Software bezahlen müssen.

Umsatzplus von 28% im dritten Quartal

Im gerade abgelaufenen dritten Quartal kletterte der Umsatz von Autodesk auf 660,9 Millionen Dollar. Das entspricht einem satten Zuwachs von 28% zum Vorjahresquartal. Zugleich kehrte Autodesk wieder in die Gewinnzone zurück. Stand im Vorjahreszeitraum noch ein Verlust von 12 Cent je Aktie in den Büchern, erreichte der Softwarekonzern jetzt einen Gewinn in Höhe von 29 Cent je Anteilsschein. Für Sie zum Vergleich: Die Analysten waren im Vorfeld lediglich von 27 Cent je Aktie ausgegangen.

Besonders erfreulich: Die Abonnement-Einnahmen haben sich mehr als verdoppelt und machen nun 76% der annualisierten wiederkehrenden Einnahmen von Autodesk aus.

Prognose nach oben geschraubt

Auch für den weiteren Jahresverlauf zeigt sich Firmenboss Andrew Anagnost zuversichtlich und nimmt die Prognose nach oben. Bei einem Umsatz im Schlussquartal von 700 bis 710 Millionen Dollar soll jetzt das Ergebnis je Aktie bei 40 bis 44 Cent liegen.

Autodesk kauft Plangrid

Neben den Quartalszahlen meldete Autodesk vor wenigen Tagen auch die Übernahme von Plangrid. Autodesk kauft für 875 Millionen Dollar die Cloud-basierte Plattform für Baupläne, die in Echtzeit zwischen allen Beteiligten, wie etwa zwischen der Baustelle und dem Planungsbüro, ausgetauscht werden können. Ziel ist es zukünftig eine umfassende, Cloud-basierte Bau-Plattform anzubieten.

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