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Coca Cola-Aktie: Steht der Brausehersteller vor einem Milliarden-Deal?

Viele Anleger hatten den weltgrößten Limonadenhersteller Coca Cola bereits abgeschrieben. Die These war so einfach wie einleuchtend: Der anhaltende Gesundheitstrend lässt den Coca Cola-Konsum weiter abbröckeln. Schon seit drei Jahren ist der Umsatz bei Coca-Cola rückläufig. Deshalb wurde im vergangenen Jahr auch der Vorstandsvorsitzende ausgetauscht. Der neue Chef James Quincey ist im Mai in Atlanta angetreten, um das Unternehmen „neu zu erfinden“. Erste Erfolge zeichnen sich inzwischen ab.

Coca Cola im Porträt

Natürlich kennen Sie Coca Cola als Getränk, aber vielleicht sind Ihnen einige Fakten über den US-Konzern trotzdem noch nicht bekannt. Coca Cola ist einer der weltweit größten Softdrink-Produzenten. Das Unternehmen besitzt die Rechte an weltweit rund 500 Marken. Interessant zu wissen: Das Produktsortiment umfasst Erfrischungsgetränke mit und ohne Zucker, Schorlen, Eistees, Sportgetränke, Säfte, verschiedene Mineral-, Heil- und Tafelwasser sowie gekühlte, trinkfertige Kaffeespezialitäten.

Mit den Produkten Coca-Cola, Diet Coke, Sprite und Fanta gehören vier Produkte der Coca-Cola Company zu den ‚World’s top five‘ der nicht-alkoholischen kohlensäurehaltigen Getränke.

Jetzt auch alkoholische Getränke im Programm

Bis vor wenigen Wochen (abgesehen von einer früheren Beteiligung an einem Weingut) hat sich Coca Cola ausschließlich auf nicht alkoholische Getränke spezialisiert. Doch jetzt bricht der Konzern in Asien mit seiner 125-jährigen Tradition. Seit Ende Mail gibt es in Japan das Getränk „Lemon-Do“, das je nach Version 3, 5 oder 7% Alkohol enthält.

Umsatz gewollt rückläufig

Im vergangenen Jahr konnte der Getränkeriese deutlich besser abschneiden als von den Analysten erwartet wurde. Im Gesamtjahr 2017 ging der Umsatz um 15% von 41,86 auf 35,4 Milliarden Dollar zurück.

Was auf den ersten Blick besorgniserregend aussieht, war aber der Teil der Unternehmensstrategie. Coca Cola gibt nämlich seine bislang selbst geführten Abfüllanlagen wieder an die Franchise-Nehmer ab, um sie nicht mehr selbst zu betreiben. Um diesen Effekt bereinigt kletterten die Erlöse sogar um 6% nach oben. Zu dem Wachstum trugen sowohl Preiserhöhungen als auch ein erhöhter Absatz bei Marken wie Georgia Coffee und Glaceau Vitamin bei.

Damit werden erste Effekte der neuen Strategie sichtbar: Weg von Zuckergetränken hin zu Säften, Tees, Smoothies und zuckerfreier Cola.

Wegen der US-Steuerreform und einer einmaligen Belastung in Höhe von 3,6 Milliarden Dollar brach der Gewinn von 6,52 auf nur noch 1,24 Milliarden Dollar ein.

Kauft Coca Cola Horlicks

Neben den operativen Stellschrauben versucht der Konzern auch bei der Suche nach externem Wachstum voranzukommen. So machen gerade Spekulationen die Runde, dass der Getränke-Gigant an Horlicks interessiert sein könnte. In Deutschland ist Horlicks nur wenigen ein Begriff. In Großbritannien hingegen handelt es sich um eine etablierte Marke für Malz-Milchgetränke. Der Traditionskonzern mit 145 jähriger Firmengeschichte könnte für rund 3 Milliarden Pfund den Besitzer wechseln.

In die Strategie würde die Übernahme zumindest passen: Damit würde Coca-Cola seine Bemühungen verstärken, in Indien gesündere Getränkemöglichkeiten als Softdrinks anzubieten. Das Unternehmen hat bereits angekündigt in den nächsten fünf Jahren 1,7 Milliarden US-Dollar in das Land investieren. Geplant sind eine Reihe von regionalspezifischen Saftvarianten, die aus in Indien heimischen Früchten hergestellt werden.

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