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Procter & Gamble-Aktie: Konsumgüterriese nach starken Zahlen im Höhenflug

Während zuletzt der Gesamtmarkt schwächelte, zeigte die Procter & Gamble-Aktie starke Zugewinne. Der Grund lag in den robusten Geschäftszahlen, die der US-Konsumgüterriese vor wenigen Tagen präsentiert hatte und die zu einem regelrechten Kurssprung führten. Mit einem Kursgewinn von 8,8% führten die Papiere am Freitag mit Abstand die Gewinnerliste im Dow Jones Index an.

Procter & Gamble im Portrait

Falls Ihnen der Procter & Gamble-Konzern (P&G) kein Begriff ist, die Produkte der Firma hatten Sie bestimmt schon mehrfach in den Händen. P&G ist ein richtiger Traditionskonzern, der bereits im Jahr 1837 in Cincinatti, Ohio gegründet wurde und mittlerweile der größte Konsumgüterkonzern der Welt ist.

Im Vordergrund der Unternehmensaktivitäten steht die Entwicklung und Produktion von Markenartikeln für die Bereiche Beauty, Textil- und Haushaltspflege, Hygiene, Gesundheits- und Babypflege, Nahrungsmittel und Getränke.

Das Sortiment wird in erster Linie über Großabnehmer, Lebensmittelhändler und Drogerien sowie kleinere Einzelhandelsfilialen vertrieben. Das umfangreiche Portfolio vereint zahlreiche Marken wie Oral-B, Always, Gillette, Febreze, Head & Shoulders, Charmin, Ariel, Pampers oder Swiffer.

Von Schwäche keine Spur

Im Vorfeld der Zahlen waren die Analysten auf Grund negativer Währungseffekte von einem Umsatzrückgang ausgegangen. Aber es kam anders: Im ersten Quartal, das bei P&G Ende September endet, erzielte der US-Konzern einen Umsatz von 16,7 Milliarden Dollar. Damit stieg der organische Umsatz (also ohne Zukäufe und Währungseffekte) immerhin um 4%. Interessant zu wissen: Das war der höchste Zuwachs seit nunmehr fünf Jahren.

Zum Wachstum trugen vor allem höhere Absätze in den Segmenten Kosmetik- sowie die Wasch- und Reinigungsmittel bei. Im Geschäft mit Windeln musste der US-Konzern allerdings erneut einen Umsatzrückgang verbuchen.

Gewinn steigt überproportional

Beim Gewinn sah die Entwicklung sogar noch besser aus. Unter dem Strich kletterte der Nettogewinn nämlich um 12% auf 3,2 Milliarden Dollar. Allerdings war dies zum Teil auf einen Sondererlös zurückzuführen, den P&G aus dem Verkauf eines Gemeinschaftsunternehmens mit dem Generikahersteller Teva erzielte.

Trotz der starken Zahlen hat Procter & Gamble mit steigenden Transport- und Inputkosten sowie weiterhin mit Währungsschwankungen zu kämpfen. Sie müssen wissen: Alleine im zurückliegenden Quartal haben Wechselkurseffekte das Ergebnis nach Steuern mit 400 Millionen Dollar belastet.

Preiserhöhungen sollen es richten

Unterdessen versucht der US-Konzern mit Preiserhöhungen gegenzusteuern. Vor allem in vielen Entwicklungsländern, darunter Argentinien, die Türkei und Russland, wurden zuletzt die Preise angehoben, um den Gegenwind der Wechselkurse auszugleichen.

Der starke Dollar verteuert die Produkte des Unternehmens in den Überseemärkten. Nach Unternehmensangaben hat P&G die Windelpreise von Pampers zuletzt um 4% und die Preise für Bounty, Charmin Toilettenpapier und Puffs Tissueprodukte um 5% nach oben geschraubt.

Firmenboss hält an Jahresprognose fest

Nach dem starken letzten Quartal hält Finanzvorstand Jon Moeller an den Jahreszielen fest. Im Gesamtjahr soll der bereinigte Gewinn je Aktie ausgehend von den 4,22 Dollar des Vorjahres um 3 bis 8% wachsen. Organisch will P&G beim Umsatz um 2 bis 3% zulegen.

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