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Texas Instruments-Aktie: Technologieikone reitet Chipwelle

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. In den vergangenen Tagen legten reihenweise Technologiekonzerne aus den USA ihre Bilanzen offen. So auch der Chipspezialist Texas Instruments, der mit seinen vorgelegten Ergebnissen überzeugen konnte. Die Anleger quittierten die hohe Wachstumsdynamik mit einem satten Kurssprung von über 4%. Interessant sind die Ergebnisse noch aus einem anderen Grund: Texas Instrument gilt auf Grund seiner breiten Aufstellung als Gradmesser für den Zustand und die Aussichten der Elektronikindustrie.

Vom Pionier bei Heimcomputern zum weltweiten Chiphersteller

Bevor ich auf die Zahlen näher eingehe, möchte ich Ihnen den Traditionskonzern aus Dallas in den USA näher vorstellen. Der Konzern entstand 1951 aus dem im Jahr 1930 gegründeten Vorgängerunternehmen Geophysical Service. 1954 brachte der Konzern das erste Transistorradio auf den Markt. Danach gehörte Texas Instruments zu den Pionieren auf dem Gebiet der Taschenrechner und Heimcomputer.

Heute ist die Firma ein weltweit führender Chip-Hersteller. Kernkompetenzen liegen in den Bereichen digitale Signalprozessoren und analoge Technologien. Das Portfolio besteht aus mehreren zehntausend unterschiedlichen Halbleiterprodukten. So ist der Konzern führend bei Chips, die die Alltagsgeräte wie Fernseher und Waschmaschinen steuern, aber auch in Medizinapparaten, Industrieanlagen oder Autos zu finden sind. Mit weltweit 30.000 Mitarbeitern in 35 Ländern erzielte Texas Instruments zuletzt einen Jahresumsatz von 14,96 Milliarden Dollar.

Texas Instruments mit starkem Jahresauftakt

In den vergangenen Jahren zeigte die Firma kontinuierliche Zuwachsraten. Seit 2013 kletterten die Umsätze von 13 auf zuletzt knapp 15 Milliarden Dollar. Der Gewinn legte im gleichen Zeitraum deutlich überproportional von 2,16 auf 3,68 Milliarden Dollar zu. Seit nunmehr vier Jahren liegt die Gewinnspanne deutlich über der 20%-Marke (2017: 24,61%).

Die erfreuliche Entwicklung hielt auch im Jahresauftaktquartal an. In den ersten drei Monaten erhöhte sich der Umsatz auf 3,79 Milliarden Dollar, was einem Anstieg von 11% entspricht. Im Gegenzug verbesserte sich der Nettogewinn auf 1,37 Milliarden Dollar. Für Sie zum Vergleich: Im Vorjahreszeitraum lag der Gewinn noch bei 997 Millionen Dollar. Dabei hat vor allem die hohe Nachfrage aus dem Automobilbereich und der Industrie für Rückenwind gesorgt.

Steuereffekte positiver als gedacht

Zusätzlichen Schub erhält Texas Instruments durch die US-Steuerreform. Firmenchef Rich Templeton deutete an, dass die Effekte stärker sein werden als ursprünglich angenommen. In diesem Jahr werde die Steuerquote voraussichtlich 20% statt der bislang geschätzten 23% betragen. Im kommenden Jahr soll die Quote dann auf 16% sinken. Hier war der Chipspezialist bislang von 18% ausgegangen.

Die Analysten sind sich trotz der Zuwachsraten uneins. Von den 33 Experten, die sich mit der Aktie beschäftigen, raten lediglich 14 zum Kauf der Papiere. Die große Mehrheit (18) sieht in dem Titel eine Halteposition. Einer der Banker stuft die Aktie sogar als Verkauf ein. Das durchschnittliche Kursziel liegt mit 120 Dollar dennoch 16% über dem aktuellen Kursniveau.

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